Neuer Fiat Fullback: Erste Testfahrt Mit dem Fullback im Gelände

von Andreas Rogotzki 08.11.2017

Mit dem neuen Fullback positioniert sich Fiat Professionell in der Klasse der Midsize-Pickups und schielt auf vierstellige Verkäufe. Wir waren mit dem 180 PS starken Topmodell auf Testfahrt.

Fiat als Pickup gab es schon, mehr als einmal. Mit dem neuen Fullback (2016) holen sich die Turiner allerdings Offroad-erprobtes Know-how aus der Klasse der Midsize-Pickups ins Haus. Ein Geheimnis daraus zu machen, dass die Basis des Fiat Fullback von Kooperationspartner Nissan kommt? Geschenkt! Die kaum zu übersehende Ähnlichkeit mit dem Mitsubishi L200 zerrt an der eigenen Wahrnehmung: Die Form kennen wir doch?! Vollends auf den Lorbeeren aus Fernost ausgeruht hat sich Fiat beim Fullback (2016) allerdings nicht. Zumindest von vorne will der Fullback ein echter Fiat Professional sein und so hat die Mama in Turin für ein passendes Markengesicht gesorgt. Mitsamt dem XL-Typenschild an der Ladeklappe sind das die wesentlichen optischen Unterschiede. Der Einstieg in den Fullback gelingt behände, die wichtigsten Einstellungen am Fahrersitz lassen sich elektronisch vornehmen. Schalter, Knöpfe sind gut erreichbar, in Sachen Ergonomie wäre etwas mehr Fokussierung Richtung Fahrer wünschenswert. Fiat Professionell selbst spricht von einem funktionellen Cockpit. Der von uns gefahrene 2,4-Liter-Diesel kommuniziert mit einer Fünfgang-Sportautomatik. Sport? Ja! Per Schaltpaddel am Lenkrad lassen sich die Gänge nämlich auch manuell anwählen. Die Automatik ist am Ende des Tages aber eben auch nur eine Automatik: Die meiste Zeit zu bequem, um als Sport durchzugehen, erledigt ihren Job aber grundsolide. Das Zusammenspiel mit dem 181 PS und 430 Newtonmeter starken Selbstzünder ist unauffällig, was durchaus positiv ins Gewicht fällt. Der Fullback ist schließlich ein Arbeitstier und kein Serpentinenräuber. Im Gelände jedenfalls steht immer ausreichend Kraft für die nächste Kuppe (bis zu 12 Prozent Steigung) zur Verfügung, auch Dank der vier möglichen Fahrmodi (LX-Ausstattung), Hinterradantrieb, Allrad 50:50, Allrad mit gesperrtem Mitteldifferenzial und dessen Erweiterung um eine Getriebeuntersetzung. Zusätzlich kann ein elektronisches Sperrdifferenzial für die Hinterachse bestellt werden. Reduziert auf seine Allradtechnik macht dem Fullback nur noch sein Bruder L200 etwas vor.

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Auf unebenem Asphalt geben die hintere Starrachse samt Blattfederung dann und wann laut, im Gelände sowieso, ein Eingeständnis an die mögliche Nutzlast von rund einer Tonne. Im Zugbetrieb sind bis zu 3100 Kilo möglich. Fiat bietet den Fullback als Extendend Cab, Double Cab und Fahrgestell für Sonderaufbauten an. Im besten Fall stehen 185 Zentimeter (Länge) Ladefläche zur Verfügung. Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein Spurhalteassistent, der mit einem dezenten Piepton auf sich aufmerksam macht und der Trailer Stability Assist (Gespannstabilisierung). Nach unten rundet Fiat den Fullback mit einem zweiten 150 PS starken Diesel ab, der mit 380 Newtonmeter Drehmoment zur Sache geht. Zwischen 6,4 Liter/100 km und 7,2 Liter/100 km (abhängig von Antrieb und Konfiguration) nennt Fiat als Richtwerte beim Verbrauch. In Sachen Steuer wird für alle Versionen ein Aufschlag fällig: Die staatlich abgenickten 120 g/km werden mit Angaben zwischen 169 g/km und 189 g/km in üblichem Maße überschritten. Fiats Pläne mit dem Fullback sind ambitioniert, 2016 sollen noch 800 Pickups verkauft werden. In absehbarer Zeit soll die Zahl dann deutlich vierstellig werden.

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