Neuer Citroën C3 Aircross (2017): Erste Testfahrt Aus dem Van wird ein Crossover

von Thomas Geiger 27.09.2017

Der neue Citroën C3 Aircross (2017) rückt als Nachfolger des C3 Picasso an. Auf der ersten Testfahrt sorgt er mit seinem robusten Auftritt für Aufsehen, bleibt mit seinen vier Reifen aber lieber auf fest asphaltierten Straßen.

Kunst ist vergänglich – selbst wenn sie von einem Meister kommt. Das müssen jetzt auch die Citroën-Kunden lernen und mit dem neuen C3 Aircross (2017) so langsam Abschied vom Picasso nehmen. Wie bei allen Herstellern neigt sich auch bei den Franzosen die Ära der bemannten Raumfahrt dem Ende zu und aus dem Van wird peu à peu ein aufgebocktes Crossover. Dieser Trend erfasst jetzt als nächstes die geräumige Version des C3, die von November an zu Preisen ab 15.290 Euro als neuer Citroën C3 Aircross (2017) auf der SUV-Welle schwimmen will. Mehr noch als Konkurrenten wie der Kia Stonic oder der Mazda CX-3 ist der 4,15 Meter lange C3 Aircross dabei auf Matsch und Modder getrimmt: Die Stoßfänger sind bulliger als bei jedem anderen Bonsai-SUV, die Beplankung ist rustikaler und die Motorhaube ist so hoch, dass man selbst in einem Range Rover respektvoll in den Spiegel schaut, wenn sich der Franzose heranpirscht. Das ist auch nötig, weil das Segment mittlerweile so dicht besetzt ist, dass man sich zum Auffallen zumindest über das Styling seine Nischen suchen muss. Nicht umsonst bietet der neue Citroën C3 Aircross (2017) mit acht Karosseriefarben, drei Kontrastlacken für das Dach und drei Style-Paketen 85 Kombinationen für den möglichst individuellen Auftritt an. Außerdem müssen sich die Franzosen ja irgendwie von ihrem neuen Partner Opel abgrenzen, wo der Aircross dank einer vorehelichen Liebelei als Basis für den etwa 1.500 Euro teureren Crossland X herhalten muss. 

Neuer Citroën C3 Aircross (2017) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Citroën C3 Aircross (2017)

Auf der anderen Seite ist die robuste Optik allerdings eine grobe Täuschung, denn anders als etwa die Hälfte der Konkurrenten will der neue Citroën C3 Aircross (2017) von der Pampa gar nichts wissen und ist vor allem für den Asphalt gemacht. Trotzdem gibt es immerhin eine etwas erweiterte Traktionskontrolle mit einem unterschiedlichen Setup für unterschiedliche Untergründe und eine Bergabfahrhilfe, falls den treusorgenden Familienvater doch mal der Hafer sticht. Der geht aber nicht nur beim Design seinen eigenen Weg. Auch das Fahrgefühl ist ein anderes: Weil die Sitze etwas plüschiger sind als üblich und die Federn etwas softer, weil mehr Licht ins Auto kommt und mehr Lärm draußen bleibt, und weil einem Details wie der ungewöhnliche Handbremshebel oder die immer wiederkehrenden Rechtecke als zentrales Dekorelement ständig ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern, fährt man im neuen C3 Aircross (2017) irgendwie entspannter als in T-Roc oder Kona. Laissez faire lautet in diesem SUV für Softies die Devise und all die Aggression des Alltags fällt von einem ab. Einen Beitrag zu dieser Entschleunigung leisten – eher unfreiwillig – auch die Motoren. Den Aircross gibt es zwar auch mit einem 131 PS starken Benziner, der den Fahrer für sein knurriges Dreizylinder-Pöttern mit soliden 200 Sachen entlohnt, und wahrscheinlich fühlt man sich auch mit dem 110 PS starken Diesel nicht untermotorisiert, aber für einen Geschwindigkeitsrausch ist der neue Citroën C3 Aircross (2017) das falsche Auto. Zumal die Palette neben diesen Toptriebwerken noch Benziner mit 82 und 110 und einen zweiten Diesel mit 99 PS umfasst. Dafür allerdings wiederlegen diese Motoren ein Vorurteil gegenüber dem SUV: Mit Verbrauchswerten ab 3,7 Litern ist es mit deren Durst nicht mehr weit her.

Neuheiten Citroën C3 Aircross (2017)
Citroën C3 Aircross (2017): Preis & Motoren  

Picasso-Nachfolger C3 Aircross

 

C3 Aircross beerbt den Picasso

Während der neue CitroënC3 Aircross (2017) außen auf Pampa macht, gibt er innen den praktischen Pampers-Bomber. Selbst wenn es am Kopf vor allem unter dem Panoramadach ein bisschen kneift, sprechen die Franzosen vom größten Innenraum in der Klasse. Und was der C3 Aircross auf den 2,40 Metern Radstand an Beinfreiheit bietet, kann sich tatsächlich sehen lassen. Das liegt nicht zuletzt an der geteilten Rückbank, deren ungleiche Hälften sich getrennt um bis zu 15 Zentimeter verschieben lassen. So findet man einen individuellen Kompromiss zwischen Kniefreiheit und Kofferraumvolumen und kann das Gepäckabteil schrittweise von 410 auf maximal 1289 Liter vergrößern. Für den Kleinkram gibt es zahlreiche pfiffige Ablagen – vom Handschuhfach, in das auch 1,5 Liter-Flaschen passen bis zum Becherhalter im umklappbaren Mittelteil der Rücklehne. Dazu legen die Franzosen auch bei der Ausstattung des neuen Citroën C3 Aircross (2017) nach und bieten ein Dutzend Helfer, die das Leben an Bord leichter, sicherer und vor allem entspannter machen sollen.

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