Neuer BMW M4 GTS (2016): Erste Fahrt So brutal fährt der BMW M4 GTS

von Thomas Geiger 04.06.2017
Inhalt
  1. Im BMW M4 GTS (2016) herrscht Sportwagen-Flair
  2. Neuer BMW M4 GTS (2016) am Limit beherrschbar
  3. Neuer M4 GTS (2016) hat 500 PS

Der neue BMW M4 GTS (2016) ließ sich kaum ins StVZO-Korsett pressen und wird bei der unserem ersten Check auf der Rennstrecke in den Grenzbereich getrieben.

Es sind nur drei Zahlen, doch mehr braucht Frank van Meel nicht, um den neuen BMW M4 GTS (2016) zu beschreiben: 3,8 Sekunden von 0 auf 100, ein Leistungsgewicht von drei Kilogramm pro PS und eine Nordschleifen-Zeit von weniger als 7:28 Minuten machen das Power-Coupé für den Chef der M GmbH zu dem mit Abstand schärfsten und leidenschaftlichsten Modell im Portfolio. Streng genommen gibt es allerdings noch zwei weitere Zahlen, die den mühsam in die Regularien der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordung gezwungenen Rundstreckenrenner charakterisieren: Der Preis von 142.600 Euro, der geschmeidige 65.000 Euro über dem konventionellen M4 liegt, und die limitierte Stückzahl von 700 Exemplaren, die nur wenige Wochen nach der Vorstellung des Kraftmeiers vergriffen war. Was ziemlich schade ist. Denn sie verpassen ein Fahrgefühl, wie es selbst bei BMW mittlerweile selten geworden ist. Der neue BMW M4 GTS (2016) gibt im Check buchstäblich den Sportler reinsten Wassers und stellt die übrigen M-Modelle damit klar in den Schatten.

Neuheiten BMW M4 GTS 2016
BMW M4 GTS (2016): Preis und Motor  

So viel kostet der M4 GTS

Neuer BMW M4 GTS (2016) im Video:

 
 

Im BMW M4 GTS (2016) herrscht Sportwagen-Flair

Kaum fällt man in die engen Carbon-Schalensitze des neuen M4 GTS (2016) und spürt den Zug der Hosenträgergurte, bekommt man eine Gänsehaut. Und sobald der Motor sein wütendes Brüllen, Röhren und Rotzen durch den vierflultigen Titanauspuff jagt, kribbelt das Trommelfell. Wenn sich dann mit dem ersten Gasstoß die Doppelkupplung schließt, ballt sich der Magen zu einem schweren Klumpen und das Lustzentrum wandert direkt in den rechten Fuß. So und nicht anders muss sich ein Sportwagen anfühlen. Dabei sieht der BMW M4 GTS (2016) mit seiner messerscharfen Klinge am Bug, der neuen, von großen Nüstern durchbrochenen Motorhaube und dem riesigem Bügelbrett auf dem Heck nicht nur aus, als würde er auf Sitte und Ordnung pfeifen. Sondern er bewegt sich tatsächlich hart an den Grenzen der Zulassungsvorschriften, sagt von Meel: "Der GTS ist das Maximum dessen, was auf der Straße an Rennwagen möglich ist". Und er bietet ein Minimum dessen, was man bei BMW auch in einem Rennwagen an Lack und Leder erwarten darf. So hat die schnelle Truppe aus Garching zwar aus Gewichtsgründen neben Hauben und Dach auch die Türverkleidungen und die Mittelkonsole aus Carbon gebacken und sogar bei Kleinigkeiten wie den Schräubchen für den verstellbaren Spoiler oder dem Haltegestänge für das Cockpit auf das Gewicht geachtet. Und weil sie sogar die Rückbank geopfert haben, ist der neue M4 GTS (2016) mit seinen 1510 Kilo inklusive Fahrer tatsächlich über ein Zentner leichter als ein normaler M4. Doch auf eine Klimaanlage muss man bei dem heißen Ritt trotzdem genauso wenig verzichten wie auf den Abstandstempomaten oder natürlich das aufwändige Infotainmentsystem, für das die Bayern auch einen Rundstreckentrainer programmiert haben.

 

Neuer BMW M4 GTS (2016) am Limit beherrschbar

Ganz im Gegensatz zu seinem gemeinen Auftritt erweist sich der neue BMW M4 GTS (2016) im ersten Check als überraschend gutmütiges Auto: Ja, er ist brutal schnell, bretthart und brüllend laut. Und wenn die Bremsen wie Zangen in die Carbonscheiben beißen, werden die Augen des Fahrers gefährlich groß. Doch wo andere Sportwagen dieses Kalibers kantig und eckig werden und sich nur noch von kundiger Hand auf Linie halten lassen, fährt der GTS bis weit in den Grenzbereich rund und harmonisch. Dann wird nur ein kleines bisschen leicht im Heck und tänzelt ein wenig mit seiner knackigen Kehrseite, bevor er sich wie von selbst wieder gerade stellt und mit irrwitzigem Tempo aus der Kurve zieht. Natürlich ist man in diesem Auto atemlos. Erst recht, wenn man es weit jenseits der Verkehrsregeln auf einer Rennstrecke bewegt. Doch bleibt einem am Steuer nie die Luft weg vor Schreck, selbst wenn man mitten der Kurve mal den Fuß lupft und korrigierend ins Lenkrad greift. Was den neuen BMW M4 GTS (2016) neben der Fastenkur, der ausgefeilten Aerodynamik und natürlich dem Gewindefahrwerk so scharf und schnell macht, ist sein mächtig getunter Motor. Statt 431 leistet der Dreiliter-Biturbo jetzt 500 PS und das maximale Drehmoment klettert von 550 auf 600 Newtonmeter. Das erreichen die Bodybuilder aus Bayern nicht mit einem neuen Chip und mehr Turbo-Druck, sondern mit einer handfesten Technologie-Premiere: Als erstes Serienmodell nutzt der neue BMW M4 GTS (2016) die wiederentdeckte Wassereinspritzung. Mit ihr wird im Sammler ein feiner Wassernebel in den Ansaugkanal gespritzt, der die Ladeluft herunterkühlt. Das mindert die Klopfneigung, erlaubt eine höhere Verdichtung, mehr Ladedruck und einen früheren Zündzeitpunkt.

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Dezent gehaltenes M4 Facelift

 

Neuer M4 GTS (2016) hat 500 PS

Und die Wassereinspritzung wirkt: Der Motor atmet entsprechend freier durch, und der neue BMW M4 GTS (2016) schreitet noch schneller aus: Von 0 auf 100 km/h beschleunigt das Power-Coupé jetzt in 3,8 Sekunden und eingebremst wird es erst bei 305 km/h – und das ganz ohne das M Driver's Package, das man bei den anderen M-Modellen für den erweiterten Auslauf mitbestellen muss. Obwohl die Leistung deutlich steigt, geht durch den feinen Wassernebel sogar die thermische Belastung des Motors zurück. Wer immer brav den Fünf-Liter-Tank im Kofferraum nachfüllt, hat deshalb nicht nur mehr, sondern auch noch länger Spaß. Die Wassereinspritzung ist aber nicht die einzige Neuerung, mit der die M GmbH die Kleinserie zum rasenden Technologieträger macht. Zum ersten Mal in einem Serienauto kommen beim neuen BMW M4 GTS (2016) auch Rückleuchten mit der neuen OLED-Technik zum Einsatz. Diese so genannten organischen Leuchtdioden sind dünner und strahlen flächiger als konventionelle LED und ergeben damit ein noch technokratischeres Bild. Am Heck ist diese Technik besonders gut aufgehoben. Schließlich werden die allermeisten anderen Autofahrer den neuen M4 GTS (2016) – wenn überhaupt – von hinten sehen.

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