Neuer BMW i3 94 Ah: Erste Fahrt Entspannung im neuen BMW i3

10.01.2017

Der neue BMW i3 94 Ah bietet deutlich mehr Reichweite und fährt sich so viel entspannter. Verantwortlich für das nachrüstbare Reichweiten-Plus ist ein verbesserter Akku.

Mit dem neuen BMW i3 94 Ah gehen die Münchner das Hauptproblem von Elektroautos offensiv an und versprechen deutlich mehr Reichweite. Vom lange versprochenen Durchbruch sind die Batterieforscher zwar noch immer weit entfernt, aber sie machen kontinuierlich Fortschritte. Die gibt es nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Denn statt auf das nächste Elektromodell zu warten, wird der jüngste Stand der Technik jetzt im neuen BMW i3 94 Ah  nachgerüstet: Mit einem ganz dezenten Facelift und einem neuen, elektrisierend blauen Lack gibt es für den Premium-Stromer zu Preisen ab 36.150 Euro ab sofort einen neuen Akku mit erhöhter Leistungsdichte für die Lithium-Ionen-Zellen, der ein deutliches Plus an Reichweite ermöglicht. Statt 190 schafft der i3 dann im Normzyklus 300 Kilometer, verspricht BMW und stellt dafür einen Aufpreis von 1.200 Euro in Rechnung. Selbst wenn die reale Reichweite wahrscheinlich irgendwo bei 200 Kilometern liegt, ist der neue Akku ein deutlicher Gewinn. Denn gerade an Tagen wie diesen, wo zum Beispiel die Klimaanlage ordentlich zu arbeiten hat, fährt man gleich viel ruhiger und entspannter, wenn man um den größeren Aktionsradius weiß.


BMW vernetzt das Auto (Video):

 

Der neue BMW i3 94 Ah fährt sich deutlich entspannter

Man lässt sich gleich ein bisschen kühlere Luft um die Nase pusten, denkt beim Überholen einmal weniger an den schwindenden Balken im Display und nimmt nicht immer automatisch die kürzeste, sondern auch mal die schnellste oder schönste Route, wenn die Reserve plötzlich so viel größer ist. So wiegt einen der neue BMW i3 94 Ah etwas besser in Sicherheit und kommt damit konventionellen Fahrzeugen im Alltagsnutzen wieder ein Stückchen näher. Wer trotzdem unsicher ist, kann auch den XXL-Akku mit dem Range Extender kombinieren und für den Notfall auf einen 0,7 Liter großen Zweizylinder vertrauen. Mit dem Sprit aus einem neun Liter großen Reservetank produziert er den Strom für bestenfalls weitere 150 Kilometer, so dass man mit dem neuen BMW i3 94 Ah in der Theorie jetzt erstmals ohne Stopp von München nach Frankfurt fahren könnte. Außer der Reichweite ändert sich mit dem neuen Akku übrigens nichts. Weil der Fortschritt in den Zellen selbst greift und dort die Kapazität von 60 auf 94 Amperestunden steigt, wächst zwar der Energiegehalt im Batteriepack von 22 auf 33 kWh. Aber das Gewicht bleibt genauso unverändert wie der Platzbedarf des Powerpacks im Wagenboden.

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Der neue Akku des BMW i3 94 Ah lässt sich sogar nachrüsten

Selbst die Fahrleistungen sind nahezu identisch: Mit seinen 170 PS beschleunigt der Stromer in vielversprechenden 7,3 Sekunden auf Tempo 100, enttäuscht dann aber auf der jetzt doch angeblich möglichen Langstrecke mit einem Tempolimit von 150 km/h. Mit dem neuen Akku zeigt sich übrigens noch ein weiterer Vorteil der technisch eher simpel gestrickten Elektroautos. Denn während bei einem Facelift für 3er & Co. die Bestandskunden in die Röhre schauen, ist das Update für den neuen BMW i3 94 Ah nach schönster Software-Manier abwärts kompatibel. Wer schon einen der Stromer sein eigen nennt, kann den neuen Akku deshalb in der Werkstatt seiner Wahl nachrüsten lassen. Allerdings ist das bei einem Preis von rund 7.000 Euro wohl eher ein theoretisches Angebot, zumal sich dann auch die 4.000 Euro Elektroauto-Kaufprämie vom Staat nicht abschöpfen lassen.

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