Neuer BMW 3er und Mercedes C-Klasse im Vergleich Mittelstürmer

13.10.2011
Inhalt
  1. Neuheiten-Duell: 3er-Reihe gegen C-Klasse
  2. BMW 3er Touring: Es bleibt beim Sportkombi
  3. BMW 3er: Neue Vierzylinder-Turbos plus Assistenzsysteme
  4. Neue Mercedes C-Klasse: Fünf Varianten, Start 2014
  5. C-Klasse Van: Neue, schicke Hochdachvariante
  6. C-Klasse: Motoren von 136 PS bis zum AMG mit über 500 PS

Schönes Duell der Zukünftigen: Die neue BMW 3er-Reihe gegen die C- Klasse-Nachfolger von Mercedes. Alle Varianten der neuen Edel-Mittelklässler, alle wichtigen Details

BMW contra Mercedes. Das klassische Top- Duell der süddeutschen Edelmarken. Beide wollen die Nummer eins sein, speziell in der Mittelklasse hat sich der Wettbewerb verschärft.Jüngst liftete Mercedes die C-Klasse und positionierte ein neues Coupé gegen den Konkurrenten aus München. BMW bringt im Februar 2012 den neuen 3er in Stellung.

 

Neuheiten-Duell: 3er-Reihe gegen C-Klasse

Überraschende Varianten sind bereits in Sicht. Schon im nächsten Oktober 2011 wird die neue BMW 3er-Reihe offiziell vorgestellt, und noch vor Weihnachten können Sie lesen, wie sich der neue Münchner Mittelstürmer fährt. Verkaufsstart für die neue Limousine – jetzt rund 4,55 Meter lang – ist im Februar, und der Kombi Touring folgt dann schon im November. Damit hätten wir erst mal die beiden Klassiker, und die rüsten ziemlich auf. Schauen Sie sich die neue Front mit den konzentriert zusammengekniffenen Scheinwerferaugen an – sie reichen bis zu den nun deutlich plastischer modellierten Nieren. Hinzu kommen präzise, schön ansteigende Seitenlinien.

 

BMW 3er Touring: Es bleibt beim Sportkombi

Und der Touring wirkt sportlich wie noch nie – er soll durch den gewachsenen Radstand (plus fünf Zentimeter) und eine bessere Raumausnutzung rund 50 Liter mehr Laderaum bieten. Nur noch aufgeladene Triebwerke werden in der neuen 3er-Reihe eingesetzt. Allesamt werden sie ihre Vorgänger trotz zum Teil höherer Leistungen im Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent unterbieten. Als Einstiegsbenziner kommen hier nun die 1,6-Liter-Turbos, die es schon im neuen BMW 1er gibt, zum Zuge (136 und 170 PS) – jedoch mit zeitlicher Verzögerung.

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Denn zum 3er-Verkaufsstart gibt es zunächst den neuen vierzylindrigen Zweiliter-Turbo in mehreren Leistungsstufen, die stärkste Version hat satte 245 PS. Als Benziner-Topversion bleibt der 306 PS starke Sechszylinder-Turbo im Programm. Und 2015 könnten dann auch die neuen, nur 1,5 Liter großen Dreizylinder in der 3er-Reihe Einzug halten – der Benziner mit bis zu 200 PS, der Diesel mit bis zu 160 PS. Alle mit Start-Stopp- Automatik und nun auch mit dem Eco-Pro-Spritsparmodus, der unter anderem die Gaspedalkennung und das Getriebeautomatik-Schaltprogramm beeinfl usst – und bei bravem Gasfuß die so gewonnenen Bonus-Kilometer anzeigt.

 

BMW 3er: Neue Vierzylinder-Turbos plus Assistenzsysteme

Dazu gesellen sich zahlreiche neue Fahrerassistenzsysteme, zum Beispiel die Verkehrszeichenerkennung, der Abstandsregel-Tempomat und ein Echtzeit-Stauwarner. Auch ein Head-up-Display und die Internetvernetzung soll es geben. Dann folgen zügig weitere Versionen. Schon Anfang 2013 kommt die erste Überraschung: der BMW 3er GT („F35“) – mit höherer Karosse, großer Heckklappe, verschiebbaren Fondsitzen für ein größeres Ladevolumen (Einzelsitze gegen Aufpreis), aber im Gegensatz zum 5er GT gibt es nur eine einteilige Heckklappe. Das 3er-Cabrio (erneut mit Metall- Klappdach) und das zweitürige 3er-Coupé folgen in Frühjahr und Herbst 2014. Wobei sich das Coupé optisch deutlicher als bisher von der Limousine absetzt. Nur einige Monate später startet mit Ableger Nummer sechs die zweite Überraschung: eine schnittige, flachere, viertürige Coupé- Limousine – quasi ein verkürzter Mercedes CLS. Dieses Modell macht dann eine neue Nomenklatur auf – es heißt definitiv 4er, um sich von den anderen 3er-Modellen stärker zu differenzieren. Und im Übrigen wird es in der neuen 3er-Reihe auch Plug-in-Hybridversionen (aufl adbare Lithium- Ionen-Batterie) geben – mit einer elektrischen Reichweite von 30 bis 35 Kilometern.

 

Neue Mercedes C-Klasse: Fünf Varianten, Start 2014

Dem BMW 3er begegnet Mercedes vorerst mit der neuen C-Klasse, die bereits in diesem Frühjahr mit einem neuen Cockpit, höherwertigen Innenraummaterialien, sparsameren Motoren und einer Flut innovativer Assistenzsysteme in Vorlage ging. Noch taufrisch im Sortiment ist das knackige C-Klasse Coupé (156 bis 457 PS), das den CLC in Rente schickte. Doch längst haben die Schwaben die Entwicklung einer komplett neuen C-Klasse in die Wege geleitet. Ab 2014, so der Plan, soll ein Fächerschuss aus fünf Modellvarianten auf BMW und Audi abgefeuert werden. Allen C-Klasse-Derivaten gemein sind enorm strenge Qualitätsvorgaben. In Bezug auf Innenraum-Haptik und Verarbeitungsgüte etwa soll der Mittelklasse-Benz neue Maßstäbe setzen.

 

C-Klasse Van: Neue, schicke Hochdachvariante

Das auf die zweite Jahreshälfte 2014 terminierte neue C-Klasse T-Modell bleibt dem Prinzip des sportlicheleganten Praktikers treu. Eine Shooting-Brake-Variante wird es nicht geben, denn der Spielraum zwischen dem geplanten kleineren A-Klasse Shooting-Brake und dem entsprechenden Ableger des großen CLS (2012) erscheint den Produktstrategen als zu klein. Am Ladevolumen von bislang 485 bis 1500 Litern ändern sich nur wenig, und auch in Sachen Innenraumvariabilität mit der asymmetrisch geteilten Rücksitzbank bleibt das T-Modell ein normaler Kombi. Richtig geräumig wird dafür eine völlig neue, für 2015 geplante Hochdachvariante, mit der die Tugenden der B-Klasse eine Etage höher getragen werden: bequemer Einstieg, luftiger Innenraum und gute Rundumsicht.

Sollten sich die Designer durchsetzen, dürfte der C-Klasse-Van eines der dynamischsten Großraummodelle im Markt werden. Ein pfi ffi ges, aber noch nicht entschiedenes Detail sind hintere, speziell aufgehängte Schiebetüren, die ohne die übliche, aber unschöne seitliche Schiebekulisse auskommen. Schon im Auftaktjahr 2014 wird die C-Klasse auch in einer Vollhybridversion zu haben sein. Ebenso sind ein Plug-in-Hybrid und eine Erdgasvariante in Arbeit. Eine Brennstoffzellen-Variante – technisch schon heute machbar – ist in greifbare Serien-Nähe gerückt, sofern die nötige Infrastruktur steht. Mercedes-Partner Linde arbeitet daran. Das Rückgrat der Antriebspalette bildet auch weiterhin der klassische Verbrennungsmotor.

 

C-Klasse: Motoren von 136 PS bis zum AMG mit über 500 PS

Der aktuelle 2,1-Liter-Common-Rail- Turbodiesel (OM 651) mit Leistungsstufen von 136, 170 und 204 PS ist uneingeschränkt zukunftsfähig und erfüllt schon heute die künftige Abgasnorm Euro 6. Die ebenfalls noch jungen Benzin-Direkteinspritzer werden verbrauchsoptimiert. Freunde des Sportlabels AMG dürfen entspannen. Auch die nächste C-Klasse wird auf Wunsch mit einem bärenstarken Achtzylinder geliefert, der dann über 500 PS auf die Hinterräder bringen soll. Besonderen Reiz versprechen zwei sportlich-edle C-Klasse-Varianten, die nach jüngsten Planungen bereits 2015 starten sollen: das neue Coupé und ein darauf basierendes viersitziges Cabriolet, das von einem eleganten Stoffvereck bemützt wird. Allen C-Klasse-Ablegern gemein ist das große Angebot an Assistenzsystemen, die das Fahren komfortabler und sicherer machen. Das Duell mit BMW bleibt spannend. Von diesem gesunden Wettbewerb profi tieren alle. Wolfgang Eschment / Stefan Miete

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