Neuer BMW 3er ab 2013 mit GT, M3, Touring und Cabrio Neue Dreier-Reihe

30.09.2011

Im Frühjahr 2012 startet BMW die neue Dreier-Reihe. Die Nachfolger zeigen ein eleganteres, sportlicheres Design und einige technische Überraschungen

BMW ist wieder obenauf. Die Krise ist abgehakt, seit Monaten vermelden die Münchner weltweit steigende Absatzzahlen. Die Prognosen fürs laufende Jahr werden immer optimistischer, entsprechend aufwärts marschiert die BMW-Aktie an den Börsen.

Konzernchef Norbert Reithofer will in diesem Jahr über 1,4 Millionen Autos ausliefern – zehn Prozent mehr als 2009. Die BMW-Werke produzieren an ihren Kapazitätsgrenzen, vor allem die neue 5er Reihe, der 7er und die X-Modelle verkaufen sich bestens. „Auch für die kommenden Monate gehen wir von einer robusten Absatzentwicklung aus“, erklärt Vertriebsvorstand Ian Robertson. Überhaupt sei BMW „mit einem starken Produktportfolio für die Zukunft gut aufgestellt“. Denn wichtige neue Bestseller kommen ja erst noch: Im Herbst nächsten Jahres erscheint der neue Fünftürer der 1er Reihe (auch als Dreitürer ab Frühjahr 2012), die sich erstmals einen gemeinsamen Technik-Baukasten mit der neuen 3er Reihe teilt. Das betrifft nicht nur die Fahrwerkskomponenten, sondern auch Nebenaggregate, Ausstattungen und die Elektronik.

Premiere in Detroit

Die neue 3er Reihe – das ist unser Stichwort. Im Januar 2012 wird BMW die neue Limousine auf der amerikanischen Auto-Show in Detroit der Öffentlichkeit vorstellen. Deutscher Verkaufsstart ist schon im März. Und  die stylische Kombiversion Touring, die im Design besonders deutliche Parallelen  zum 5er Touring aufweist und im Ladevolumen leicht zulegt, folgt im September 2012. Etwa zeitgleich sollen auch die Allradversionen für beide Modelle startet, wie aus München zu hören ist.

Mehr Neuheiten: Der kostenlose Newsletter der AUTO ZEITUNG

Das klassische 3er Coupé, etwas flacher und auch sportlicher als die Limousine, rollt dann Ende 2013 zu den Händlern. Und zum Frühlingsbeginn 2014 fährt das neue 3er Cabrio in die Sonne – erneut mit automatisch faltbarem Metallklappdach und ein paar speziellen optischen Rafinessen.

Aber bleiben wir beim Bestseller Limousine. Mittlerweile hat das Design dieses fürs europäische BMW-Image überaus wichtigen Modells schon sehr konkrete Formen angenommen. Chefdesigner Adrian van Hooydonk hat die Außenhaut des 3er gründlich entrümpelt. Von den polarisierenden Linien seines umstrittenen Vorgängers Chris Bangle bleibt nicht viel übrig. Die neue Richtung ist klar: sportliche Eleganz mit scharf gezeichneten Linien. Die Flächensprache des  Nachfolgemodells soll schon im Stand ein Stück „visuelle Energie“ ausstrahlen.
Prinzipiell geht es mehr in die Richtung des 5ers: eine relativ lange Motorhaube, dazu sportlich kurze Karosserieüberhänge vorn und hinten. Und eine Front, die an die Mit einem BMW M 535i unterwegs bei den 2000 Kilometern durch Deutschland der Marke erinnert – mit oben deutlicher vorgereckten Nieren, die durch einen breiteren Chromrahmen betont werden.

Wobei der neue 3er in Relation zum 5er einen Tick sportlicher und offensiver auftritt. An seiner Länge, aktuell 4,53 Meter, ändert sich wenig – maximal zwei Zentimeter zusätzlich. Breite und Höhe bleiben bis auf wenige Millimeter identisch. Aber der Radstand wächst um rund fünf Zentimeter, die der oft bemängelten Beinfreiheit im Fond zugute kommen.

Auch das Motorenprogramm steht. Die Einstiegsbenziner 318i und 320i – aktuell 143 und 170 PS stark – kommen, wie bei BMW üblich, erst ein paar Monate nach Verkaufsbeginn auf den Markt – mit leichten, einstelligen PS-Zuwächsen und nochmals reduzierten Verbräuchen.

Neue Turbo-Power
Als Überraschung gibt’s aber gleich zum Start das neue Highlight der Baureihe: einen vierzylindrigen aufgeladenen Zweiliter-Benziner mit rund 220 PS, der im 325i den bisherigen Dreiliter-Reihensechszylinder (218 PS) ersetzt. Der hoch effiziente Turbo soll bessere Speedwerte bringen und im EU-Verbrauch unter die Sieben-Liter-Marke kommen.

Noch nicht entschieden ist die Zukunft des 330i: Entweder es bleibt beim bisherigen Sechszylinder (272 PS), oder es kommt eine aufgerüstete Version des neuen Vierzylinder-Turbos. Dagegen bleibt der sechszylindrige, 306 PS starke Turbo 335i (Twin Scroll-Lader) unverändert im Programm. Auch bei den Diesel-Modellen stehen die bisherigen Einsteiger in leicht optimierter Form bereit, also die vierzylindrigen Zweiliter 316d und 318d mit 115 und 143 PS. Analog zu den Basis-Benzinern sind sie nicht gleich zum Verkaufsstart verfügbar. Darüber rangieren die sofort erhältlichen Powerdiesel 320d (184 PS, Vierzylinder), 325d (204 PS, Sechszylinder) und 330d (245 PS, Sechszylinder) in den aktuellsten Versionen, wie sie auch in der 5er Reihe zu haben sind.

Ganz neu ist der 335d: Das derzeitige 286-PS-Triebwerk wird hier durch den 300 PS starken Twin-Power-Turbo aus dem 5er ersetzt.  Ab 2014 kommt dann ein ganz cleverer Selbstzünder ins Programm: der nur 1,5 Liter große Dreizylinder-Diesel mit variabler Turbo-Einlassgeometrie und etwa 165 PS, der extrem spritzig und sparsam sein soll. Übrigens haben alle 3er Diesel das spritsparende Start-Stopp-System an Bord – auch die Automatik-Modelle. Apropos: Die aus dem 5er bekannte  Achtgang-Wandlerautomatik wird es im neuen 3er ebenfalls geben. 

Mehr Luxus, erster GT
Zu den leckeren Triebwerken gesellt sich eine exklusive Ausstattung; gegen Aufpreis gibt es den Luxus der Oberklasse. Zum Beispiel ein Head up-Display, das Navi-Daten, Geschwindigkeit und Tempolimits auf die Frontscheibe projiziert. Auch die Einparkautomatik mit Rundumsichtbild, ein Tempomat mit Abstandsregelung und der Spurwechselwarner sollen angeboten werden. Dazu kommt eine verfeinerte Generation des zentralen iDrive-Bediensystems, inklusive Webradio und einer weitreichenden iPhone-Vernetzung.

Erfreulich: Definitiv in Planung ist mittlerweile das GT-Modell. Der Marktstart des Newcomers ist für Mai 2013 vorgesehen. Der GT basiert technisch auf der Plattform des neuen 3er Touring, Er wird also entsprechend geräumig, zumal seine Karosserie noch einige Zentimeter höher baut. Die längeren BMW-Nieren reichen hier weiter nach unten. Zudem offeriert dieser 3er neben der höheren Sitzposition des 5er GT eine verstellbare Fondsitzbank sowie etliche Luxus-Extras für bequemes Reisen. Die Heckklappe wird beim 3er jedoch nicht zweigeteilt.

M3 mit Sechszylinder
Im Herbst 2013 – am Zeitplan hat sich nichts geändert – rollt schließlich der Sportler BMW M3 GTS – Fahrbericht zu den Händlern. Nicht mehr mit einem hochdrehenden Achtzylinder, sondern mit einen Dreiliter-Reihensechszylinder mit doppelter Turboaufladung, der auf dem aktuellen Dreiliter-Turbo (306 PS/einfache Aufladung) basiert.

Der Neue hat ein anderes Kurbelgehäuse und einen speziellen Zylinderkopf. Entwickelt wird er von der M GmbH.Bei der Leistung kommt sogar noch eine Schippe drauf: Aktuell wird mit 440 PS gerechnet. Dabei soll der Durchschnittsverbrauch, der bisher bei 12,4 Liter liegt (Handschaltgetriebe), um mindestens einen Liter sinken. Als Extra gibt’s wie bisher das Doppelkupplungsgetriebe (DKG Drivelogic). Wir freuen uns auf die erste Ausfahrt.
Wolfgang Eschment

AUTO ZEITUNG

Tags:
Thermoelektrische Kühlbox 12V
UVP: EUR 67,95
Preis: EUR 26,39 Prime-Versand
Sie sparen: 41,56 EUR (61%)
PowerDrive Ladegerät
 
Preis: EUR 8,99 Prime-Versand
Bluetooth Receiver
 
Preis: EUR 14,99 Prime-Versand
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.