Neue SUV und Geländewagen: Der BMW X3 und seine Rivalen Wilde Sorte

29.06.2011

Am 20. November startet der neue BMW X3, doch die Konkurrenz schärft schon die Messer. Porsche kontert mit dem Cajun, und wir haben noch mehr SUV-News

Bescheidenheit ist anders. Mit dem Nachfolger des Mittelklasse-SUV Der neue BMW X3 auf dem Pariser Autosalon 2010, der am 20. November bei den deutschen Händlern steht, will BMW bei Fahrfreude und Effizienz gleich „neue Dimensionen“ setzen. Tatsächlich kann der Neue, jetzt 4,65 Meter lang, alles besser. Mit dem limousinenähnlichen Design und der breiteren Statur ist er viel schnittiger als sein etwas hochbeinig und steif wirkender Vorgänger. Auffällig ist speziell die um rund sieben Zentimeter breitere Spur (vorn 1,59 m, hinten 1,61 m). Und auch der Kofferraum hat klar zugelegt – 550 bis 1600 Liter Ladevolumen. Ebenso die Anhängelasten, die von 1,8 bis 2,4 Tonnen reichen.

Motorisch stehen zwei Versionen am Start, der vierzylindrige Zweiliter-Diesel mit 184 PS (xDrive20d) für 39.100 Euro und der 306 PS starke Sechszylinder-Turbobenziner (xDrive35i/51.850 Euro), serienmäßig mit Achtstufen-Wandlerautomatik. Dabei gibt der Diesel den Sparer, er soll im Schnitt (EU-Testzyklus) mit 5,6 Litern fahren. Im Mai nächsten Jahres folgt der Benziner xDrive28i (258 PS) für 45.950 Euro.

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Viel Neues auch beim Fahrwerk, hier gibt es nun eine adaptierte Version des 3er-Pkw-Fahrwerks mit aufwändiger Fünflenker-Hinterachse. Den 20d-Diesel haben wir schon als Prototypen bewegt, mit Lob für den gediegenen Fahrkomfort und die erfrischende Sportlichkeit. Der erste Fahrbericht mit dem X3-Serienauto folgt im nächsten Heft. 

 

PORSCHE CAJUN KOMMT

Doch im großen SUV-Lager wetzt die Konkurrenz schon die Messer – für die nächsten zwei Jahre sind viele Neuheiten geplant. Und dabei ist das im Detail noch ziemlich geheime Porsche-Projekt besonders interessant. Es geht um einen kleineren, sportlicheren Bruder des Cayenne auf der technischen Basis des Audi Q5 (Modularer Längsbaukasten), der dann auch als Auftragsfertigung in Ingolstadt gebaut werden könnte. Das Auto, mit 4,60 Meter Länge etwas kürzer als der Q5 (4,63), soll die mit Abstand „sportlichste Performance des Segments“ bieten. Es hat eine eigenständige Karosse, wobei eine zweitürige, coupéhafte Version für den Start favorisiert wird. Die ist mit rund 1,63 Metern etwas flacher als die des Q5, von dem auch die Allradtechnik (Torsen-Differenzial) übernommen wird.

Klar: Das Zündschloss sitzt links, hinten verwöhnen Einzelsitze, die Räder reichen bis zum 20-Zoll-Format. Bei den Basismotoren greift Porsche ins Audi-Regal, gibt aber jeweils einen standesgemäßen Power-Nachschlag. So hat der Zweiliter-TFSI hier als Einstiegsbenziner voraussichtlich 240 PS, der Dreiliter-V6 292 PS. Die beiden geplanten Diesel (TDI) sollen mit 190 PS (Zweiliter-Vierzylinder) und 265 PS (Dreiliter-V6) starten. Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ist optional erhältlich. Als Topmotorisierung ist ein Porsche-V6 in der Diskussion, geplant ist zudem eine Hybridversion à la Q5. Porsche-Fans dürfen optional mit dem Sport-Chrono-Paket rechnen, das eine noch sportlichere Abstimmung von Fahrwerk und Motor erlaubt. Wahlweise gibt es auch die Launch Control für die rennstartähnliche Anfahrbeschleunigung. Und das Wichtigste: Der Verkauf des Porsche Cajun soll schon 2013 starten.

ZWEIMAL MERCEDES …

Daimler greift den Der neue BMW X3 auf dem Pariser Autosalon 2010 von oben und unten an – mit dem neuen ML und dem kompakten, sportlichen Mercedes-Neuheiten bis 2014. Zum ML: Die dritte Generation des großen Offroaders startet im Herbst 2011. Neben höherem Fahrkomfort und zusätzlichen aus E- und S-Klasse bekannten Assistenzsystemen steht die deutliche Verbesserung der Fahrdynamik im Mittelpunkt. Erstmals bietet Mercedes den ML mit ABC-Fahrwerk an (Active Body Control), das Hub-, Wankund Nickbewegungen via Dämpferverstellung minimiert. Neben den neuen, jüngst in der S-Klasse eingeführten Sechs- und Achtzylindern wird der neue ML erstmals mit Vierzylinder angeboten. Der ML 250 CDI leistet 204 PS. Mittelfristig sollen drei Hybridvarianten nachgereicht werden. Im Jahr 2014 kommt der auf den Modulen der A- und B-Klasse-Nachfolger (Vierzylinder, Quermotoren) basierende GLC – ein knackiges Gelände- Coupé mit Allradantrieb.

… UND ZWEIMAL AUDI

Auch Audi nimmt potenzielle BMW X3-Käufer von allen Seiten in die Zange. Der Hauptrivale Q5 erhält 2012 ein Facelift, und seine Motoren sollen dann etwas stärker, vor allem aber noch sparsamer werden. Ende Mai nächsten Jahres startet schon die Vollhybridversion, die auch einige Kilometer rein elektrisch fahren kann.

Im Juni 2011 ist dann der neue, kompakte, rund 4,45 Meter lange Q3 im Handel. Er nutzt die Plattform des VW Tiguan – Allrad- und Frontantrieb, die Motoren kommen vom Audi Q3. Ende 2013 folgt das XL-SUV Q7 in neuer Form – schlanker, schnittiger und bis zu 200 Kilo leichter als bisher. Hier kommt ebenfalls eine Hybridversion – mit der Technik des VW Touareg.

NEUER OPEL ANTARA

Auch Opel will den boomenden SUV-Markt nicht der Konkurrenz überlassen. Nach einem für die zweite Jahreshälfte 2012 geplanten neuen Kompaktmodell auf Corsa-Basis steht Ende 2013 die Ablösung des Antara an, der Anfang nächsten Jahres noch mit einer Modellpflege aufgewertet wird. Der komplett neue Nachfolger basiert auch weiterhin auf der GM Theta-Plattform (Chevrolet Captiva), die technisch aber umfassend weiterentwickelt und stärker von Opel-Ingenieuren defi niert wird. Die Motoren (Astra, Insignia) und das Fahrwerks-Know-how stammen aus Deutschland.

Ein weiteres und nach seinem Messe-Debüt im Januar 2008 (Detroit) überfälliges Theta-Derivat ist der jetzt für Herbst 2011 avisierte, ausschließlich mit Turbomotoren bestückte Saab 9-4X. Der VW Tiguan hat es da einfacher, er ist schon der Bestseller bei den kompakten SUV. Ende Mai nächsten Jahres startet er in renovierter Form – natürlich gibt es nun auch für ihn das neue VW-Frontdesign und das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sowie etliche neue Ausstattungsfeatures.

Auch bei Skoda ist ein X3-Rivale in Sicht, denn nach allem, was man hört, soll der erfolgreiche Kompakt-Offroader Yeti nach 2013 einen größeren, gut 4,60 Meter langen, sehr geräumigen Kollegen erhalten, der zum Beispiel eine verlängerte Tiguan-Plattform nutzen und als Diesel bis zu 200 PS bieten könnte.
Wolfgang Eschment, Stefan Miete

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