Neue SUV-Modelle: 50 Highlights bis 2016 Gewinner-Klasse

26.03.2013
Inhalt
  1. DIE STADTINDIANER: City-SUV
  2. SUV: Franzosen blasen zur Aufholjagd
  3. DIE NEUEN KOMPAKTEN
  4. Urvater der Kompakt-SUV: Vierte Generation kommt
  5. EINE NUMMER GRÖSSER
  6. 2014: Neues von der SUV-Marke Porsche
  7. GLANZ UND GLORIA
  8. Lamborghini und Maserati lassen neue SUV los

Neuheiten der Zukunft: Geländewagen, SUV und Crossover sind enorm angesagt. Unser Ausblick auf die Publikumslieblinge von morgen reicht vom City-Kraxler bis zum Luxus-Offroader

Exakt 39.826 vom Kraftfahrt-Bundesamt als Geländewagen eingestufte Autos wurden allein im November in Deutschland zugelassen. Mit einem Marktanteil von 15,3 Prozent liegen die Allesüberwinder hinter der Kompaktklasse (24,1 Prozent) und den Kleinwagen (16,9 Prozent) auf Platz drei. Krise? Welche Krise?

Eine sehr bemerkenswerte Entwicklung, sind Geländewagen und ihre moderne Spielart namens SUV (Sport Utility Vehicles) doch zumeist teurer, schwerer und langsamer als vergleichbare Pkw. Sie nuckeln durchweg einen Extra-Schluck aus dem Tank und bieten bei aller oft schieren Größe nicht mehr nutzbaren Innenraum als zum Beispiel ähnlich lange Kombis. Warum also laufen immer mehr Menschen zu den Offroadern über? Darum: Die relativ hoch gebauten Mobile versprechen leichten Einstieg, guten Überblick, Geborgenheit und Exklusivität sowie ein gewisses Maß an Sportlichkeit. Man könnte ja zum River-Rafting auf eigener Achse durch den Busch pflügen oder auf dem Weg zur Tiefschnee-Abfahrt den Skilift-Betreiber brotlos machen. Theoretisch. Fest steht: Wer sich ein SUV zulegt, der hält sich viele Optionen offen. Sei es ein Lada Niva für 9990 Euro oder der 26 Mal so teure Mehr zum Thema G-Klasse von AMG im Wert von 264.180 Euro. Ein Blick in die Zukunft verrät: Das Thema bleibt spannend, denn es kommen hochinteressante Modellneuheiten auf uns zu.

 

DIE STADTINDIANER: City-SUV

Nicht alles, was aussieht wie ein Geländewagen, ist auch einer. Und selbst wenn Allradantrieb an Bord sein sollte - die meisten der beliebten Kleinen biegen nie vom rechten Weg ab und bleiben mit allen vier Beinen hübsch auf der Straße. Das gilt auch für den geplanten Audi A1 Allroad, der auf dem Sportback basiert und sich mit Höherlegung und zünftigen Anbauteilen vom normalen Fünftürer unterscheidet. Der just gestartete Opel Mokka (ab 18.990 Euro, Allrad ab 23.790 Euro) bekommt im April Konkurrenz aus dem eigenen Haus: Der neue Chevrolet Trax läuft vom selben koreanischen Band. Der Kraxel-Chevy ist mit 4,25 Metern knapp drei Zentimeter kürzer als sein Rüsselsheimer Kollege, tritt aber eigenständig auf. Außen knuffig, innen flippig. Die Motorenpalette ist hingegen identisch. Benziner: 1,6-Liter (115 PS), 1,4-Liter-Turbo (140 PS); Turbodiesel: 1,7-Liter (130 PS). Chevrolet Deutschland-Chef Steffen Raschig betont die Wichtigkeit des neuen Modells: "Unsere Händler dürfen sich freuen. Das Segment wächst nach wie vor. Der Trax ergänzt unsere SUV-Palette unterhalb des Captiva perfekt.“

Auch die Discountmarke Dacia setzt auf den Offroad-Look. Die Zweitauflage des Sandero Stepway (75 bis 90 PS) startet im Januar ab 9990 Euro. Ein ESP ist künftig serienmäßig. Einziges Allradmodell bleibt der Duster, dessen günstigste 4x4-Variante für 15.690 Euro erhältlich ist. Im Laufe des nächsten Jahres erfolgt ein Facelift. Ford will ab Ende 2013 am Boom der Kleinen teilhaben - mit dem Fiesta-basierten EcoSport. Bereits am 16. März wird der Mini Paceman bei den Händlern auftauchen - die Coupéversion des Countryman. Auch sie soll reichlich Geld in die Kassen spülen. Schon das mit einem 122 PS starken 1,6-Liter-Benziner ausgerüstete Basismodell schlägt mit 23.800 Euro zu Buche, die billigste Allradvariante kostet 27.200 Euro.

 

SUV: Franzosen blasen zur Aufholjagd

Viel zu lange haben die französischen Hersteller den SUV-Markt außer Acht gelassen. Bei der Aufholjagd setzt Peugeot ab Frühsommer nächsten Jahres auf den 2008, der, wie sein Name schon durchblicken lässt, auf dem 208 basiert. Diese technische Festlegung führt allerdings zwei Beschränkungen mit sich: Allradantrieb oder eine Hybridversion wird es nicht geben. Dafür punktet der 4,14 Meter lange Fünftürer mit ansprechendem Design, dem wichtigsten Kaufkriterium in dieser Klasse. Die Motoren (82 bis 152 PS) stammen vom 208, einschließlich der beiden 1,6-Liter-Turbodiesel mit 92 und 115 PS.

Auch Renault ist ein eifriger Plattform-Nutzer. Auf Basis des neuen Clio fußt das neue Klein-SUV Captur, das im März auf dem Genfer Salon Weltpremiere feiern und ab Sommer käufl ich sein soll. Noch ist nicht sicher, ob es auch eine Allradvariante geben wird. Fest im Plan steht ein Doppelkupplungsgetriebe. Die Motoren stammen zumeist aus dem Repertoire des Clio, der 90 PS starke 0,9-Liter-Dreizylinder wird allerdings nicht darunter sein. Basis-Benziner wird ein 120 PS starker 1,2-Liter-Vierzylinder-Turbo.

Skoda plant 2015 ein Klein-SUV unterhalb des Yeti, das eng mit dem VW Polo SUV verwandt ist, ins selbe Zielgebiet steuert wie der 4,28 Meter lange Opel Mokka und Polar heißen könnte. Die Antriebstechnik stammt in beiden Fällen vom sogenannten Modularen Querbaukasten (MQB), auf dem bereits die Konzernmodelle Audi A3, Seat Leon und der VW Golf VII basieren. Es geht aber noch kleiner: Der VW Cross-Up ist an seiner um 15 Millimeter vergrößerten Bodenfreiheit und zünftigen Anbauteilen identifizierbar und steht ab September beim Händler. Ende 2014 soll dann ein richtiger Racker mit Up-Genen serienreif sein - der VW Taigun. Er ist 3,86 Meter lang, 1,73 Meter breit, 1,57 Meter hoch und schluckt bis zu 987 Liter Gepäck. Als Antrieb soll die turbogeladene Version des Einliter-Dreizylinder-Benziners fungieren (110 PS).

SUV der Zukunft - Teil 2: Kompakt-SUV

 

DIE NEUEN KOMPAKTEN

Ohne Kompakt-SUV im Programm fehlt etwas. Das gilt auch für Alfa Romeo. Die sportliche Italo-Marke hält sich zur Zeit mit nur zwei Modellreihen über Wasser. Auch deshalb ist ein Alfa-Kompakt-SUV ein Muss. Nach neuester Planung kommt das auf Basis der  sogenannten C-Plattform Giulietta bereits weit gediehene, knapp 4,47 Meter lange Crossover-Modell erst Ende 2014 auf den Markt. Wie in diesem Segment üblich, soll es neben der Allrad- auch eine Frontantriebsvariante geben. Als Konkurrent und Vorbild hat der Fiat-Konzern den BMW X1 im Visier. Etwa zeitgleich wird die in Paris gezeigte, 4,21 Meter lange Studie namens Crosslane-Coupé zum Audi Q2 gereift sein. Die technische Basis bildet auch hier der Modulare Querbaukasten (A3). Interessant: Das Studienmodell nimmt die Formensprache der neuen Q-Modelle vorweg, die sich mit einem besonders ausgeprägten Singleframe-Kühlergrill von den Limousinen und Avant unterscheiden wird.

Der neue, 4,52 Meter lange Ford Kuga tritt im März auf den Plan. Die Motoren: 2,0-Liter- Turbodiesel (140 und 163 PS), 1,6-Liter-EcoBoost-Direkteinspritzer (150 und 182 PS). Etwas später könnte eine Kuga Coupé-Version folgen. Die Bosse in Dearborn haben sich den Range Rover Evoque ganz genau angesehen. Es liegt auf der Hand, dass auch Geländewagen-Spezialist Mercedes im Reich der Kompakten aktiv wird. Ende 2013 soll der auf der A-Klasse basierende GLA das SUV-Portfolio nach unten abrunden. Allradantrieb gibt es auf Wunsch.

Neues auch bei Nissan: Der Nachfolger des bemerkenswert erfolgreichen Qashqai - von Januar bis November wurden allein in Deutschland über 27.000 Exemplare zugelassen - soll 2014 an den Start gehen. Abermals wird es zwei unterschiedlich lange Versionen mit fünf und sieben Sitzen geben. Erstmals ist ein Hybridantrieb in Sicht, auf den die in Genf gezeigte Studie Hi-Cross hinweist. Für die Kraftübertragung sorgt die jüngste Generation des stufenlosen "XTRONIC CVT"-Getriebes. Ebenfalls geplant sind kleinere, aufgeladene Motoren. So dürfte der Vierzylinder-Turbo 1.6 DIG-T aus dem Juke den bisherigen 2,0-Liter-Benziner (141 PS) ersetzen.

Opel baut nicht nur auf den Mokka. Eine Nummer größer fällt der neue Antara aus, der mit moderner Technik der Delta-Plattform (Astra, Zafira) gegen den VW Tiguan zu Felde ziehen wird. Die Kritik am wenig dynamischen Fahrverhalten des Vorgängers soll ab Anfang 2014 Vergangenheit sein. Geplant sind das praktische Heckträger-System Flex-Fix und sparsamere Motoren. So soll etwa der neue 1,6-Liter Turbobenziner mit 170 und 200 PS die durstigen 2,4-Liter-Sauger ersetzen.

Ein weiterer Plattform-Profiteur ist Seat. Bereits im Jahr 2014 könnte das erste SUV der spanischen VW-Tochter an den Start gehen - mit der Technik des nächsten Tiguan (MQB). "Das Auto passt ins boomende boomende SUV-Segment", sagt Entwicklungsvorstand Matthias Rabe und legt nach: "Sie dürfen mit einem herausragenden Design und hoher Emotionalität rechnen.“ Die Studie IBX zeigt, wohin die Design-Reise geht. Ende 2013 kleidet Skoda den Yeti neu ein. Die runden, hoch platzierten Nebellampen verschwinden - das Kindchenschema hat ausgedient. Der Grill wird stärker gepfeilt und die Motorhaube angepasst. Auch der hintere Stoßfänger wird modifiziert.

 

Urvater der Kompakt-SUV: Vierte Generation kommt

Nicht als Vitara- oder SX4-Nachfolger, sondern als zusätzliches Angebot versteht Suzuki den S-Cross, der als Designstudie auf dem Pariser Autosalon im Oktober den Stand der Klein- und Geländewagenmarke krönte. Das 4,30 Meter lange Serienmodell wird im März vorgestellt und ab Ende des Jahres in Deutschland verkauft. Allradantrieb kostet extra. Schon im April rollt die vierte Generation des Toyota RAV4 zu den Händlern, mit dem die Japaner das Segment der Kompakt-SUV im Jahr 1994 einst begründet haben. Der Neue ist mit seinen 4,57 Metern um über 20 Zentimeter länger als bislang und soll eine deutlich höhere Wertanmutung bieten. Das Gepäckraumvolumen steigt auf 547 Liter. Praktisch: das Zusatzfach im Kofferraumboden Diese Motoren sind geplant. Turbodiesel: 2,0-Liter (124 PS), 2,2-Liter (150 PS); Benziner: 2,0-Liter (151 PS).

VW ist Marktführer in Europa und will es auch bleiben. Dazu wird das SUV-Angebot dicht gestaffelt. Über mangelnden Zuspruch können sich die Wolfsburger nicht beklagen. Ihr Erstlingswerk im Kompaktsegment, der Tiguan, verkauft sich auch im sechsten Jahr bestens: Nicht weniger als 51.683 Exemplare wurden von Januar bis einschließlich November in Deutschland zugelassen. Und VW will kräftig nachlegen. Statt einem werden bald drei Tiguan zur Wahl stehen. Das aktuelle Modell hält noch bis Anfang 2015 durch. Danach dockt auch diese Baureihe an den neuen Querbaukasten an. Der Radstand wächst um gut vier Zentimeter auf rund 2650 Millimeter. Hinzu kommt der schwerpunktmäßig auf den US-Markt zugeschnittene "Maxi-Tiguan“, eine auf 4,80 Meter gestreckte XL-Ausgabe, die gegen Aufpreis mit einer dritten Sitzreihe ausgeliefert werden kann. Dritter im Bunde wird das Tiguan Cross Coupé sein: 4,36 Meter lang, nur 1,52 Meter hoch - die knackige Alternative.

Apropos cross: In Kürze werden die ersten Exemplare des neuen Video: Volvo V40 Cross Country im Straßenbild auftauchen. Die Diesel leisten 115, 150 und 177 PS, die beiden Benziner stehen mit 180 und 254 PS gut im Futter. Allradantrieb bleibt dem Top-Benziner vorbehalten. Die Preisliste beginnt bei 26.780 Euro.

SUV der Zukunft - Teil 3: Mittelklasse-SUV

 

EINE NUMMER GRÖSSER

Auf dem neuen Modularen Längsbaukasten (MLB) basiert der für Herbst 2015 geplante Audi Q4. Der MLB dient vom neuen A4 (Mitte 2014) aufwärts als technisches Gerüst der neuen Audi-Modelle mit längs zur Fahrtrichtung installierten Motoren. Interessant: Während gerade Modellbezeichnungen für coupéhafte und sportliche SUV stehen sollen, bezeichnen die ungeraden (Q3, Q5) die klassischen,
familientauglicheren Modelle.

Klar ist auch die Strategie von BMW. Im Frühjahr 2014 füllt der X4 die lukrative Lücke, die das Marketing zwischen dem X3 und X5 erspäht hat. Der knapp 4,60 Meter lange X4 erinnert stilistisch an den großen X6 und soll wie dieser im US-Werk in Spartanburg gebaut werden. Die Technik stammt vom X3. Bei Citroën wird weiter am Projekt DS-X gearbeitet. Das auf Basis des DS5 geplante Crossover-Modell soll relativ hoch positioniert werden & Co. Von dem gut 4,60 Meter langen, unter anderem als Diesel-sich die Franzosen einen Image-Schub besonders auf dem sich die Abhängigkeit von Mitsubishi, dessen SUV-Modelle bislang adaptiert wurden.

An der Nachfolgeregelung einer Ikone arbeitet man zur Zeit bei Land Rover. Wenn der Defender Ende 2015 die Bühne verlässt, wird er 67 Jahre auf dem Buckel haben. Den kantigen Helden zu ersetzen, ist eine heikle Aufgabe. Deshalb hat Land Rover mit der Designstudie DC 100 eine Diskussionsgrundlage geschaffen. Puristen wünschen sich eine weniger softe Front. Fest steht: Auch den neuen Landy wird es mit unterschiedlichen Radständen und Aufbauten geben. Zudem ist mit verschiedenen Fahrwerken zu rechnen - von der blattgefederten Robustversion für Entwicklungsländer bis hin zur Luftfederung hat Land Rover alles auf Lager.

 

2014: Neues von der SUV-Marke Porsche

Porsche, vor nicht allzu langer Zeit Hersteller sportlicher Zweisitzer, mausert sich zur SUV-Marke - mit Sport-Appeal, versteht sich. Im ersten Halbjahr 2014 wird der Macan startklar sein. Porsches Einstiegs-SUV ist ein Spross der VW-Konzern-Baukästen. In diesem Fall liegt der Modulare Längsbaukasten (MLB) zugrunde, also der Audi Q5. Motorisch klotzt er gleich mit dem 300 PS starken V6 aus dem Panamera.

Auch die Kollegen von Skoda planen ein Mittelklasse-SUV - eines im Kia Sorento-Format. Im Jahr 2015 soll dieser auf dem VW-Querbaukasten basierende, etwa 4,70 Meter lange Allradler marktreif sein. Der mit Front- und Allradantrieb geplante Tscheche wird bei alldem nicht einfach ein verlängerter Yeti sein, sondern ein formal eigenständiges Modell.

Im März kommt die inzwischen dritte Generation des Subaru Forester auf den deutschen Markt. Die Basistriebwerke - nach Art des Hauses Boxermotoren - werden vom aktuellen Modell übernommen: 2,0-Liter-Benziner (150 PS), 2,0-Liter-Diesel (147 PS). Letzterer soll nach EU-Norm mit durchschnittlich 5,7 Litern auf 100 Kilometern auskommen. Neu im Programm ist die Turbo-Variante im Forester 2.0 XT (240 PS), die es nur in Verbindung mit dem stufenlosen Lineartronic-Getriebe geben wird. Auch ein elektronisch gesteuertes Gespann-Stabilisierungssystem ist neu.

SUV der Zukunft - Teil 4: Luxus-SUV

 

GLANZ UND GLORIA

Darf’s noch etwas mehr sein? Hier kommen die großen Kaliber. Kaufkräftige Amerikaner lieben sie, und der unvermeidbare China- Business-Mann auch: Willkommen in der fabelhaften Welt der Sechs-, Acht- und Zwölfzylinder, der Luftfederungen, Holzvertäfelungen, Karbon-Applikationen und Lederausstattungen.

Hier hinein gehört auch die neue, für Anfang 2014 geplante zweite Generation des Audi Q7, die bei allem Luxus um bis zu 400 Kilogramm leichter ausfallen soll. Erstmals soll es auch einen Coupé-Ableger geben: Mit dem Q8 wollen die Ingolstädter dem BMW X6 kontern. Die Neuschöpfung soll aber kein flachgedrückter Q7 sein, sondern mit einem sportlichen Design individuell auftreten. Bentley, die besonders noble Konzernmarke aus Crewe, arbeitet mit Hochdruck an ihrem ersten SUV. Während das in Genf gezeigte Studienmodell EXP 9F mangels Eleganz und Sportlichkeit eher zu Diskussionen als zur Begeisterung anregte, soll das Serien-SUV mit deutlich geschärftem Profi l auftreten. Die Produktionsentscheidung gilt als sicher. Die Motoren - 4,0-Liter-V8-Biturbo, 6,0-Liter W12-Biturbo - werden aus der Continental-Baureihe übernommen.

Auf SUV-Terrain wagt sich auch Jaguar. Der Offroad-Jag erscheint als Crossover. Technische Basis wird wahrscheinlich der neue Land Rover Freelander. Es ist mit Front- und Allradantrieb zu rechnen. Der XV wird mit mindestens 4,60 Metern aber etwas länger. Die Motorenpalette soll neben aufgeladenen V6-Zylindern auch einen 2,0-Liter-Turbobenziner (240 PS) und vierzylindrige 2,2-Liter- Turbodiesel (150 bis 190 PS) enthalten. Der Verkauf beginnt 2016.

Bereits im September 2013 verkauft BMW den neuen X5. Der Radstand wächst um 15 auf 2950 Millimeter. Zur Markteinführung im  November dürften sich auch X5-Fans über eine im Verhältnis 40:20:40 teilbare Rückbank freuen, die es in ähnlicher Form beim X3 bereits gibt. Die Rolle des Topmodells nimmt der 450 PS starke, 4,4-Liter-V8-Biturbo ein. Die Coupévariante X6 folgt 2014 neu.

 

Lamborghini und Maserati lassen neue SUV los

Die SUV-Welle macht auch vor Lamborghini nicht Halt. "Die dritte Baureihe ist ein Muss. Und ein SUV hat mehr Marktpräsenz als eine Estoque-Limousine“, sagt Rupert Stadler, Chef der Marke Audi, in deren Verantwortung die italienische Sportwagenmarke liegt. Ende 2015 soll es soweit sein, dann lässt Lambo den Lamborghini Urus los. Die gleichnamige Designstudie zeigt, wie sich die aufs Extreme geeichte Firma einen rund 600 PS starken, über 300 km/h schnellen Allradler vorstellt. Quell der Kraft dürfte der von Audi entwickelte 4,0-Liter-Biturbo sein, der es im neuen Audi RS 6 Avant bereits auf 560 PS bringt. Die Allradtechnik stammt aus der neuen großen Baukasten-Architektur des VW-Konzerns ("PL 73“), auf der auch die Nachfolger von VW Touareg, Audi Q7 und Porsche Cayenne basieren werden. Der Preis? Wir tippen auf 160.000 bis 180.000 Euro.

Ein echter Novize im SUV-Revier ist Maserati. Die italienische Edelmarke will im zweiten Halbjahr 2014 mit dem Levante antreten, auf den das Studienmodell namens Kubang bereits deutliche Hinweise gibt. Das Allrad-Knowhow und wahrscheinlich sogar die Technik borgt sich der Dreizack beim Konzernpartner Jeep. Ein V6-Turbodiesel wird von Chrysler/Lancia beigesteuert. Das 2987 Kubikzentimeter große Aggregat leistet 239 PS. Der Levante soll einen wesentlichen Beitrag leistenzum Wachstumsziel von 50.000 verkauften Maserati im Jahr 2015. Im letzten Jahr waren es 6200.

Mercedes: Als Ersatz für die im Jahr 2014 auslaufende R-Klasse kommt in Gestalt des MLC eine coupéhaft geschnittene Version des ML. Der sportliche Fünftürer ist gegen den BMW X6 positioniert. Diesel: MLC 250 4Matic (204 PS), MLC 350 4Matic (258 PS). Benziner:  MLC 500 4Matic (408 PS), MLC 63 AMG 4Matic (525 PS). Mittelfristig soll auch der neue 3,0-Liter-V6-Biturbo (333 PS) angeboten werden. Der drehmomentstarke Direkteinspritzer (max. 480 Nm) wird ab 2013 zunächst in den neuen E- und SKlassen zum Einsatz kommen. Ener-G-Force nennen die Schwaben einen interessanten Entwurf, der jüngst auf der Los Angeles Auto Show als Vision eines "Highway Patrol Vehicles“ des Jahres 2025 gedacht war. Ein zarter Hinweis auf das nächste G-Modell? Vielleicht. Aber das hat noch mindestens zehn Jahre Zeit. Ein Mercedes-Manager: "Die Werkzeuge und Maschinen sind längst bezahlt. Mit jedem G verdienen wir bares Geld.“

Dem Porsche Cayenne wird ab 2015 eine knackige Coupé-Versionzur Seite stehen, die fahrdynamisch Maßstäbe setzen soll. Auch starke Turbodiesel, wie etwa der ursprünglich von Audi stammende, aber stark modifi zierte 4,2-Liter-V8 (382 PS), sind zu erwarten.
Wolfgang Eschment / Stefan Miete

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