SUV-Neuheiten: Audi Q6, BMW X6, Mercedes GLC & Co. Sechs Richtige

30.04.2014
Inhalt
  1. BMW X6: DER GROSSE DYNAMIKER WIRD STYLISCHER UND LEICHTER
  2. VW TIGUAN: DER BESTSELLER WIRD GRÖSSER UND GERÄUMIGER
  3. AUDI Q6: MIT VIEL SCHÄRFE IN DIE LÜCKE ÜBER DEM Q5
  4. RENAULT MÉGANE-SUV: GANZ NEUE PARISER HAUTE COUTURE
  5. FORD EDGE: DER GROSSE AMI KOMMT ERSTMALS ZU UNS

SUV verkaufen sich nach wie vor bestens - da kommen neue Modelle gerade richtig. Hier sind sie: BMW X6, VW Tiguan, Audi Q6, Mercedes GLC, Renault Megane-SUV und Ford Edge. Wir nennen erste Details einiger Neuheiten

Noch vor ein paar Jahren waren sie das erklärte Feindbild der Ökofreunde, heute ist der SUV-Boom ein weltweites Phänomen und offenbar nicht zu bremsen. Die Auftragsbücher für die Hochsitzer mit dem tollen Rundumblick quellen geradezu über – wenn man auf die Liste der Modellneuheiten schaut, scheint es außer SUV kaum noch andere Fahrzeuggattungen zu geben. Und man braucht sich ja nur mal in den Garagen der Nachbarschaft umzusehen. Eine Neuanschaffung? Klar, ein SUV. Natürlich haben auch die Hersteller selbst zum Imagewandel beigetragen: Die früher so montrösrustikale Offroader-Truppe ist richtig cool geworden: Sie sieht schicker und schnittiger aus, wird immer leichter, verbraucht immer weniger. Schön, ab zu sechs SUV-Neuheiten.

 

BMW X6: DER GROSSE DYNAMIKER WIRD STYLISCHER UND LEICHTER

Der X6 war 2008 der erste, der die Coupé-Bresche in die Welt der großen und feinen SUV-Modelle schlug. Uns kam sein Design ja anfangs etwas unelegant vor, aber das Auto ist eine unentwegte Erfolgsstory: Von 2008 bis August 2013 hat BMW weltweit 233.136 Exemplare verkauft. Nun ist schon der neue X6 in Sicht – im November nächsten Jahres wird er bei den deutschen Händlern stehen. Er wirkt deutlich gefälliger als sein Vorgänger, obwohl sich an den Maßen (gut 4,90 Meter Länge, knapp 1,68 Meter Höhe) nicht viel ändert. Sein Design ist immer noch wuchtig, aber smarter und eleganter als bisher. Das Platzangebot im Fond soll trotz der abfallenden Dachlinie noch besser für Großgewachsene passen, das Kofferraumvolumen wächst von 570 auf rund 600 Liter. Für Abrollkomfort und Kurvenkünste verspricht BMW unisono Fortschritte, das Auto soll zudem über 80 Kilo leichter sein als das aktuelle Modell. Motorisch greift der X6 wie gewohnt in die Vollen: Die erstarkten Sechs- und Achtzylinder-Benziner kommen mit 320 und 450 PS, die Sechszylinder-Diesel mit 258, 313 und 381 PS – einen Vierzylinder-Diesel (25d/218 PS), wie er für den X5 geplant ist, gibt es nicht, aber später einen Plug-in-Hybrid mit 245-PS-Benziner, 95-kW-Elektromotor und bis zu 30 Kilometer elektrischer Reichweite.

 

VW TIGUAN: DER BESTSELLER WIRD GRÖSSER UND GERÄUMIGER

Wir erinnern uns: Der Tiguan fuhr spät, aber mit Macht in die Klasse der kompakten SUV. Inzwischen ist er längst der Bestseller, man sieht ihn an fast jeder Straßenecke. Auch der Neue, der im September 2015 zu den Händlern rollt, ist trotz schärferer Linien kein überstylter Typ, sondern wieder etwas Bodenständiges. Aber: Dank seiner neuen modularen Querbaukasten-Architektur (MQB) und deutlich wachsender Außenmaße wird er viel geräumiger als bisher. In der Länge soll er nach neuen Informationen von 4,43 auf rund 4,70 Meter zulegen. Trotzdem wird er durch den Einsatz hochfester Leichtstähle um mindestens 100 Kilo leichter  werden als das aktuelle Modell, zumal auch die Motoren leichter sind. Zum Beispiel der neue 1,4-Liter-Einstiegsbenziner mit 125 PS – er wiegt nur noch 104 Kilo, der aktuelle 1,4-Liter (122 PS) kommt auf 126 Kilo. Auch der 150 PS starke 1,4-Liter mit Zylinderabschaltung dürfte an Bord kommen. Wichtiger sind die Diesel, drei von vier verkauften Tiguan haben derzeit Selbstzünder. Die Neuen: Zweiliter-Vierzylinder („288“) mit 150 und 184 PS, dazu gesellt sich ein Zweiliter-Biturbo mit 230 PS. Zudem gibt es die modernen Multimedia-Systeme aus dem Golf sowie neue Fahrerassistenz-systeme, zum Beispiel eine Automatik fürs Rückwärts-Einparken mit Anhänger. Die etwas kürzere Coupé-Version des Tiguan, die als Studie CrossCoupé gezeigt wurde, folgt dann übrigens im Frühjahr 2016.

 

AUDI Q6: MIT VIEL SCHÄRFE IN DIE LÜCKE ÜBER DEM Q5

Auch Audi will im SUV-Bereich zügig in die Breite wachsen. Oberhalb des soliden Q5 und der 40.000-Euro-Marke soll ab Frühjahr 2016 der dynamische Coupé-Sportsfreund Audi Q6 angreifen – zum Beispiel den geplanten BMW X4, der bereits im Juli 2014 startet (Vorstellung in Heft 9/2013). Der bis zu 4,90 Meter lange und 1,60 Meter hohe Q6 basiert dann auf der neuesten Längsbaukasten-Architektur (MLB Evo), was ihm kurze Karosserieüberhänge, viel Radstand und entsprechende Geräumigkeit bringt, wobei die zweite Sitzreihe nicht für sehr Großgewachsene gedacht ist. Motorisch darf es der Q6 mehr krachen lassen als der Q5, zumal auch S- und RS-Versionen oberhalb von 300 und 550 PS geplant sind. Die Benziner dürften bei gut 200, die Diesel bei etwa 184 PS beginnen – hier ist dann auch ein 240 PS starker  Zweiliter-Biturbo-Vierzylinder-TDI im Angebot. Ansonsten gibt es das volle Audi-Luxus-Programm – vom Bang & Olufsen-Soundsystem bis zu computergesteuerten Matrix-LED-Scheinwerfern, deren Fernlicht permanent arbeitet, weil bei Gegen- oder Vorausverkehr die Blendbereiche automatisch ausgespart werden können.


MERCEDES GLC: DAS COUPÉ ZUM GLK WIRD ZIEMLICH SCHNITTIG


Den Siegeszug der hochgesetzten Flachgedrückten will auch Mercedes nicht verpassen. Wir reden von den viertürigen SUV-Coupés, und hier wird Mercedes im Lauf des nächsten Jahres mit dem MLC gegen den BMW X6 antreten. Der MCL ist ein besonders schnittiger ML, auf den ein ansehnliches Vorabmodell zur Peking Automesse im April 2014 hinweisen soll. Das Hochhebeflachdrück-Prinzip funktioniert aber auch eine Klasse tiefer: Als Derivat des neuen GLK (ab 2015) reift nämlich ein SUV-Coupé heran, das als Stern-Alternative zum künftigen BMW X4 gedacht ist. Ganz wie beim Bayern-Mobil gibt es auch beim Mercedes GLC Anleihen aus der jeweiligen Pkw-Mittelklasse-Baureihe. Im Mercedes-Fall also von der neuen, ab April nächsten Jahres erhältlichen C-Klasse. Das bedeutet Leichtbau, ausgefeilte Aerodynamik, optimierte Raumausnutzung, teils neue Motoren und Sicherheits- sowie Komfortassistenzsysteme aus E- und S-Klasse. Der für 2016 geplante GLC wird von Beginn an mit der neuen, auf Drehmomente von bis zu 1000 Newtonmetern ausgelegten Neunstufen-Automatik zu haben sein, die bei Bedarf auch mehrere Gänge überspringen kann. Im Gegensatz zum heutigen GLK soll das Modell-Duo aus GLK II und GLC mit fließenden Linien und dynamischerem Design der harten Kante Adieu sagen. Die Benziner: 2,0-Liter-Turbo (184 und 211 PS), 3,0-Liter-V6-Biturbo (333 PS). Die sparsamen Diesel: 2,1-Liter (136,170 und 204 PS), 3,0-Liter-V6 (ca. 260 PS). Geplant sind zudem zwei Plug-in Hybrid-Versionen mit ordentlicher Elektro-Reichweite.

 

RENAULT MÉGANE-SUV: GANZ NEUE PARISER HAUTE COUTURE

Zwar sieht Renaults 4,52 Meter langes Kompakt-SUV Koleos, das Allradtechnik vom Allianzpartner Nissan nutzt und übrigens bei Samsung in Korea gebaut wird, nach dem Facelift des Jahres 2011 etwas gefälliger aus, aber ein reizender Schönling ist er nicht gerade. In Deutschland wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt im letzten Jahr nur 2133 Exemplare neu zugelassen. Doch die Franzosen können auch anders, wie die ersten Bilder vom Nachfolger zeigen, die schon auf realen Prototypen basieren. Der Neue wächst auf gut 4,60 Meter, er nutzt die neue Mégane-Scénic-Modular-Plattform und sieht um Welten schicker aus. Das Auto, das auch einen neuen Namen bekommt, soll Ende 2015 starten und Nissan-Allradtechnik vom X-Trail-Nachfolger nutzen. Zudem kommt hier die neue drehmomentstarke Turbodiesel-Generation zum Einsatz, etwa das 130-PS-Triebwerk (dCi) aus der kommenden Mégane-Generation, das es dank Registeraufladung mit zwei Turboladern auf üppige 400 Nm Drehmoment bringen soll. Außerdem ist für das neue Modell ein Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang geplant. Gegen Aufpreis wird hier sogar ein adaptives Dämpfungssystem mit verschiedenen Modi an Bord sein, das die Nissan-Luxustochter Infi niti zuliefert. Ebenso die neuesten Infotainment- und Navigationssysteme der Marke.

 

FORD EDGE: DER GROSSE AMI KOMMT ERSTMALS ZU UNS

Auch Ford rüstet seine SUV-Palette auf: Im dritten Quartal nächsten Jahres, voraussichtlich im Oktober, rollt der 4,68-Meter-Mittelklässer Ford Edge aus den USA zu uns – ein Crossover-Modell mit Allrad- und Frontantrieb sowie Quermotoren. Der bullige Ami ist 1,93 m breit und 1,70 m hoch, sein Platzangebot üppig. Wie auch die Motorisierung: Ford plant einen 240 PS starken Zweiliter-EcoBoost-Benziner für den Edge  Für die deutschen Käufer viel interessanter ist der diskutierte Einsatz der aktuellen Ford-Zweiliterdiesel (TDCi) mit 140 und 163 PS. 

Wolfgang Eschment / Stefan Miete

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