Neue Auto-Modelle der Zukunft - Import-Marken - Teil 1: Europa Vereinte Nationen

11.06.2013
Inhalt
  1. Auto-Neuheiten: Italien
  2. Auto-Neuheiten: Frankreich
  3. Auto-Neuheiten: England
  4. Auto-Neuheiten: Spanien
  5. Auto-Neuheiten: Tschechien
  6. Auto-Neuheiten: Rumänien
  7. Auto-Neuheiten: Schweden

Neuheiten der Import-Marken: Mit einer Flut von Modellpremieren setzen die versammelten Importeure die erfolgsverwöhnten deutschen Automobilhersteller mächtig unter Druck. Im 1. Teil widmen wir uns den europäischen Rivalen

Klar, es läuft immer noch blendend bei VW, Audi, Mercedes, BMW oder Porsche. Doch man sollte die internationale Konkurrenz nie unterschätzen – auch viele Importeurs-Modelle spielen auf einem hohen Niveau. Und die ausländischen Autohersteller haben haufenweise neue Modelle im Köcher. Wir bieten Ihnen einen exklusiven Überblick mit über 70 spannenden Modell-Neuheiten aus insgesamt zehn Ländern.

 

Auto-Neuheiten: Italien

Alfa Romeo Mit der sportlichen Speerspitze 4C will sich Alfa im September wieder in die Herzen fahren. Der Mittelmotor-Flachmann, vier Meter lang, nur 118 Zentimeter hoch, hat 240 PS (Vierzylinder-Turbo). Dank Kohlefaser- Monocoque liegt das Gewicht des Zweisitzers bei lediglich 900 Kilo, in 4,5 Sekunden soll er auf Tempo 100 sein. Die Einführungs-Edition (61.000 Euro) ist verkauft, jährlich gibt es nur 3500 Exemplare. So geht’s bei Alfa weiter: Schon im Herbst 2014 startet der heckgetriebene 166-Nachfolger auf Basis des Maserati Ghibli, erst 2015 folgt nun die Giulia Limousine, 2016 dann die Kombiversion Sportwagon. Und noch 2015 startet das erste Alfa-SUV. Ebenfalls 2015 erscheint der neue heckgetriebene Alfa Spider, der in Kooperation mit Mazda auf Basis des MX-5-Nachfolgers entsteht und auch im Mazda-Werk Hiroshima gebaut werden soll. Außerdem wird intensiv über eine geschlossene GTV-Version diskutiert.

Fiat renoviert den bewährten Bravo in einigen Details, im Herbst 2014 präsentiert die Marke das rund 4,15 Meter lange, fesche City-SUV 500X. Basis ist der 500L, Allradantrieb optional. Die Motoren reichen von 95 bis 160 PS. Ferrari Das neue, jetzt hybridisierte Topmodell der Marke heißt schlicht LaFerrari, zu Deutsch der Ferrari. Seine Leistung (6.3 V12) beträgt heftige 800 PS, hinzu kommen 163 PS eines Elektromotors. Der rund 1.250.000 Euro teure Enzo- Nachfolger wird lediglich 499 Mal gebaut. Tempo 100 packt er in weniger als drei Sekunden, und bei der Spitze fällt locker die 350-km/h-Marke. Lamborghini zeigt auf der Automesse von Shanghai das Sondermodell Aventador LP 720-4 50° Anniversarie zum 50. Geburtstag der Marke. Wichtigste Kennzeichen: eine von 700 auf 720 PS gesteigerte Leistung des V12, ein rundum verschärftes Design mit speziellem gelben Glitzerlack und eine superfeine Innenausstattung mit Semi-Anilinleder. Der Renner soll nur 2,9 Sekunden bis Tempo 100 brauchen. Spitze: 350 km/h.

2014 starten die Italiener den Nachfolger des Gallardo, der dann wohl Cabrera heißt. Neben der Allradversion gibt es wieder eine Variante mit Heckantrieb. Sicher ist, dass erstmals ein Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz kommt. Zudem verdichtet sich das SUV-Thema: Aus der Fünfmeter- Studie Urus soll 2017 ein SUV mit rund 600 PS werden, über 180.000 Euro teuer. Die Entscheidung fällt in den nächsten Monaten. Maserati Die neue Sportlimousine Ghibli tritt ab August unterhalb des Quattroporte gegen Audi A6, 5er BMW und Mercedes E-Klasse an. Der rund 4,90 Meter lange Power- Hecktriebler – Allradantrieb gibt es optional – wird unter anderem von einem Dreiliter-V6-Turbo mit 410 PS (550 Nm) bewegt. Der Preis: über 70.000 Euro. Für 2014 ist dann das erste Luxus-SUV der Marke avisiert, der optisch der 4,83 Meter langen Studie Kuba (Frankfurter IAA 2011) ähnelt. Das Auto soll aber Levante heißen und einige Basistechnik vom neuen Jeep Grand Cherokee nutzen.

 

Auto-Neuheiten: Frankreich

Citroën zeigt wieder optische Power. Bestes Beispiel ist der neue Van C4 Picasso, der bei uns im Juli als Fünfsitzer und im September als längerer Siebensitzer (drei Sitzreihen) erscheint. Die schicke Front macht was her, der Innenraum bietet trotz reduzierter Länge (minus 4 cm/Fünfsitzer) mehr Platz. Das Auto ist 140 kg leichter geworden, die Motoren – von 90 bis 150 PS – sollen im Schnitt einen Liter Reizvoll ist auch das DS3 Cabrio mit elektrischem Stoff-Faltdach, das jetzt ab 17.790 Euro (82-PS-Benziner, 173 km/h) zu haben ist. Noch schärfer zeigt die Shanghai- Studie Wild Rubis, wohin die Design-Reise geht – ein 4,70 m langes, nur 1,59 m hohes Mittelklasse- SUV auf Basis des DS5 mit üppigen 21-Zoll-Rädern und dank 2,90 m Radstand viel Platz im Innenraum. Die Serienversion des Plug-in-Hybriden könnte 2016 starten.

Dichter an der Realität ist die Neufassung des kleinen C1, die Ende 2014 kommt – wieder in Kooperation mit Peugeot (107) und Toyota (Aygo). Neu: mehr Platz im Innenraum, weniger Gewicht und sparsame Einliter-Turbodreizylinder- Benziner mit 65 und gut 80 PS. Peugeot steckt wie Citroën in der europäischen Absatz- und Finanzklemme. Im Mittelpunkt steht derzeit der neue 308, der im Herbst nach der IAA starten soll. Das gefällig gestylte Auto wird 140 kg leichter als der Vorgänger, erhält moderne Assistenzsysteme (z.B. Notbremsassistent) und ebenfalls den neuen Turbo-Dreizylinder (82 PS) des Konzerns. Die 4,58-Meter-Kombiversion SW startet dann zum Jahresende, die Preise des Schräghecklers dürften bei etwa 17.900 Euro liegen. Überarbeitet wird Ende 2014 das Peugeot-Flaggschiff 508. Das Frontdesign wird geglättet, der Innenraum feiner. Zudem soll sich der Federungskomfort verbessern. Zwei neue Benziner: ein 1,2-Liter- Dreizylinder-Turbo (ab 120 PS) und ein 200 PS starker 1,6-Liter-Turbo aus dem 208 GTi, der jetzt für 22.900 Euro im Handel ist.

Zeitgleich mit dem schon erwähnten neuen Citroën-Mini C1 startet Ende 2014 der neue Peugeot 107 mit ähnlichen Verbesserungen. Dichter dran ist das smarte City-SUV 2008, das im Juni den Kombi 207 SW ersetzt. Die Basis für den Hochsitzer liefert die 208 Limousine, Allradantrieb ist nicht geplant. Motorisch setzt der 4,14 Meter lange, rund 1,63 Meter hohe, Frontriebler-Fünfsitzer auf den aus dem 208 bekannten 1,2-Liter mit 82 PS, zudem soll es eine Turboversion mit rund 120 PS geben. Renault fi ndet unter dem Designchef Laurens van den Acker wieder zu schicken Modellen zurück. Beispiel ist der Crossover Captur auf der Basis des Clio, der ab Juni zu haben ist. Den 4,12-Meter-Franzosen gibt es mit zwei Benzinern (90/120 PS) und einem 90-PS-Diesel. Basismodell ist der 90-PS-Benziner für 15.290 Euro.

Was gibt es sonst noch? Mit der 3,63 Meter langen Designstudie Twin’z zeigt man jetzt Elemente des Twingo-Nachfolgers, der im März auf dem Genfer Salon Premiere feiern dürfte und im zweiten Halbjahr 2014 starten soll. Da der Neue gemeinsam mit der Daimler- Tochter Smart gebaut wird, bietet er dann erstmals Heckantrieb. Zudem plant Renault die Wiederbelebung der heißen Marke Alpine: 2016 soll dazu ein 2+2-sitziger Sportler im Kompaktformat mit einem 300-PS-Vierzylinder-Turbo starten. Er entsteht in Kooperation mit der britischen Leichtbau-Sportwagenschmiede Caterham. 2015 soll im Übrigen der Nachfolger des Familienvans Espace anrollen – mit bis zu sieben Sitzplätzen und klassischen Klapptüren. Basis ist eine neue Mittelklasse-Architektur. Gutes Stichwort, denn Renault will 2014 Jahr die Entscheidung für eine feine, große Mittelklasse-Limousine treffen, die den Laguna beerbt und als Basis die E-Klasse-Plattform des Allianz-Partners Mercedes nutzt. Bugatti enthüllt in Shanghai die Weltrekord-Edition des Veyron 16.4-Roadsters Grand Sport Vitesse, die am 11. April auf dem VW-Prüfgelände rasante 408,84 km/h schnell fuhr. Nur acht Exemplare des 1200-PS-Renners mit der Optik in Schwarz und Orange werden gebaut. Der Kaufpreis: 1,99 Millionen Euro (zuzüglich Steuern).

 

Auto-Neuheiten: England

Bentley startet im Juni mit dem Flying Spur die 5,20 Meter lange, 322 km/h schnelle Nachfolger- Luxuslimousine der Continental- Reihe: gestrafftes Design, frisches Interieur. Den Antrieb übernimmt ein 625-PS-Sechsliter-W12-Biturbo, später im Jahr folgt ein gut 500 PS starker Vierliter-V8-Biturbo. Und das fest geplante SUV kommt näher. Das Design der 2012 gezeigten Studie EXP 9 F Concept wird überarbeitet – sportlicher, schnittiger. Ende 2014 soll das 5,20-Meter-Auto (wahlweise 4- oder 5-Sitzer, an dem hart gearbeitet wird) gezeigt werden, 2015 kann der Verkauf starten. Ein Zwölfzylinder mit Zylinderabschaltung ist vorgesehen, 2016 folgt der Plug-in-Hybrid. Eine Langversion ist nicht geplant, drei Sitzreihen sind möglich.

Jaguar, seit dem Jahr 2008 im Besitz des indischen Tata-Konzerns, will künftig in der SUV-Champions- League mitspielen. 2016 wollen die Briten ein elegantes Crossover bringen, das die Technik vom XF und vom Evoque-Nachfolger nutzt. Das Auto wird gut 4,60 m lang, soll neben aufgeladenen V6-Zylindern auch einen Zweiliter-Turbo (240 PS) und Vierzylinder-Diesel (150 bis 190 PS) offerieren. Nach dem Start des offenen F-Type wird 2014 die Coupé- Version (4,47 m) folgen und den Porsche 911 jagen. Dreiliter-V6- Kompressor mit 340 und 380 PS, V8-Kompressor mit 495 PS. Rolls-Royce Die Nobelmarke startet Mitte 2014 das 5,27-Meter-Coupé Wraith auf Ghost-Basis – mit 630 PS das stärkste Auto der Briten. Der 6,6 Liter große Biturbo- V12 beschleunigt es im Bunde mit der ZF-Achtstufen-Automatik in 4,6 s auf 100 km/h.

McLaren will im Herbst nächsten Jahres den wilden Ferrari-Killer P1 starten: 918 PS Leistung, 350 km/h Spitze. Der 3,8-Liter-V8-Biturbo bringt ihn in nicht mal drei Sekunden auf 100 km/h – vier Sekunden später soll die Tachonadel die 200er-Marke passieren. Preis: rund 1,18 Millionen Euro. Range Rover Die Briten kommen im Sommer mit dem neuen Range Rover Sport. Er wiegt dank viel Aluminium-Einsatz immerhin 420 kg weniger als der Alte und soll auch einen Dieselhybrid mit 315 PS Systemleistung erhalten.

 

Auto-Neuheiten: Spanien

Seat bietet immer spannendere Modelle: Der sportlich gestylte neue Leon der spanischen VW-Tochter lässt optisch selbst den Technikbruder Golf alt aussehen. Im Juni kommt die noch flottere Dreitürer-Version SC mit gleichen Motoren – von 86 Benziner- bis zu 184 Diesel- PS. Preise ab 14.890 Euro. Und zur Frankfurter IAA im September erscheint der Leon-Kombi ST – mit fast gleichen Triebwerken und viel Platz. Schon das Standard-Ladevolumen soll bei üppigen 580 Litern liegen – Verkaufsbeginn ist noch vor dem Jahresende. Spätestens 2015 soll auch Seats erste SUV-Modell erscheinen – ein Kompakter im Format des VW Tiguan auf Basis des neuen Konzern-Querbaukastens. Die Studie IBX gab die Designhinweise, motorisch gibt’s die stärkeren Motoren des Leon ab 105 PS. Vom Seat Exeo (Limousine/Kombi), der auf dem alten Audi A4 basiert, wird defi nitiv kein Nachfolger kommen, seinen Part sollen dann die neuen Leon-Modelle übernehmen.

 

Auto-Neuheiten: Tschechien

Skoda greift weiter mit neuen Autos an. So startet im Juni der neue Octavia Combi mit dem Rekord-Ladevolumen von 610 bis 1740 Litern. Preise? Weiterhin unter 17.000 Euro (85 PS), und im Sommer folgt die Allradversion. Ebenfalls im Juni kommt der geliftete Superb, der in etlichen Details verbessert wurde. Den Nachfolger, der mit einem Radstands-Plus von rund acht Zentimetern noch geräumiger wird, gibt es erst 2016. Sein Design wird mit einer Maserati-ähnlichen Front revolutioniert. Neue Multimediasysteme sind dabei, dito ein Benziner-Plug-in-Hybrid mit 50 km Elektro-Reichweite. Im Spätherbst rollt mit dem Spaceback die Schrägheckversion der Limousine Rapid an – nicht mal 13.500 Euro teuer und ebenfalls überdurchschnittlich geräumig. Ende 2015/Anfang 2016 kommt dann der große SUV-Bruder des Yeti. Mittelfristig wollen die Tschechen auch noch ein kleines, smartes Stadt-SUV unterhalb des Yeti ins Programm nehmen, allerdings nicht vor 2016.

 

Auto-Neuheiten: Rumänien

Dacia bringt am 8. Juni die Neuauflage des Bestsellers Logan MCV. Der Einstiegspreis liegt unverändert bei 7990 Euro: das Standard- Ladevolumen beträgt 573 Liter, die Ladelänge bis zu 2,7 Meter.

 

Auto-Neuheiten: Schweden

Volvo arbeitet mit Hochdruck an neuen Modellen. Zum Verkaufsstart im Mai haben die Göteborger ihr Erfolgs-SUV XC 60, die Mittelklassemodelle S/V 60 und den nicht mehr ganz taufrischen Oberklasse-Kombi V 70 geliftet. Bereits im Sommer werden auch die überarbeiteten R-Design- Sportvarianten der 60er-Familie angeboten. Ab 2014 ersetzt Volvo sukzessive seine großen Modelle. Auf einer neuen Plattform, die später auch für die künftigen 60er- Modelle verwendet werden soll, basiert dann das Top-SUV XC 90. 2016 folgt mit dem C 90 ein auf der neuen S 90-Limousine basierendes, 2+2-sitziges, luxuriöses Oberklasse-Coupé im Format des BMW 6er. In allen Volvo-Modellen werden künftig ausschließlich Vierzylindermotoren eingesetzt, teils als Plug-in-Hybrid. Auch Schwungrad-Hybride debütieren. Kraftstoff weniger verbrauchen.

Neuheiten - Import-Marken: 2. Teil

Computerdesign: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign

Stefan Miete / Wolfgang Eschment

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