Neue Mercedes-Technik: Automatisches Ausweichen Gefahr umfahren

17.08.2009

Künftig soll eine neue Technik von Mercedes den Fußgängerschutz durch automatisches Ausweichen verbessern

Nach dem Sehen bringen wir dem Auto auch das Verstehen und das richtige Handeln bei“, witzelt Prof. Bharat Balasubramanian, Leiter der Mercedes-Konzernforschung. Mit einer Kombination aus Radar-Technik, Stereokameras und einem Bildauswertungsprogramm entwickelte sein Team einen aktiven Fußgängerschutz: Tritt ein Mensch auf die Fahrbahn, dann ermittelt das System den Grad der Gefahr und leitet Maßnahmen wie Warnung, Vollbremsung oder Ausweichen ein. Eine Stereo-Kamera erfasst den Abstand zu stehenden und bewegten Objekten, und mit einer speziellen Software werden Fußgänger erkannt.

Der Rechner kann deren Bewegungsrichtung und damit die Kollisionsgefahr ermitteln. „Steht ausreichend Zeit zur Verfügung, dann wählen wir die automatische Vollbremsung“, sagt der Forscher. Tritt der Fußgänger so plötzlich vors Auto, dass eine Bremsung Schlimmstes nicht verhindern kann, dann leitet das System ein automatisches Lenkmanöver zum Ausweichen ein. Das geschieht per Stellmotor am Lenkgetriebe.

UNSER PRAXISTEST
Mit 50 km/h fahren wir in die präparierte Gasse. Eine Testpuppe kommt plötzlich hinter geparkten Autos hervor. Schneller als der Mensch weiß die Technik, was zu tun ist: Der Außenspiegel klappt ein, mit einem Ruck des Lenkrads kurbelt das Auto selbstständig um das Hindernis – und kommt sicher wieder auf Spur. Der maximale Schlenker beim Ausweichen beträgt 80 cm. „Das Ausweichen funktioniert aber nur, wenn Seiten- und Gegenverkehr es zulassen“, so der Mercedes-Mann. Das System lässt sich vom Fahrer übersteuern, der Serienstart steht noch nicht fest.
Holger Ippen

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