Neue Kompakte: VW Golf VII, Audi A3, Skoda Octavia und Felicia Von Audi A3 bis VW Golf VII

14.04.2011

Der neue Audi A3 kommt 2013, das Stufenheck erst 2014. Erste Zeichnungen kursieren schon jetzt. Außerdem neu: VW Golf VII und zwei Skoda

Das weltweite Automobilgeschäft des VW-Konzerns brummt bestens, in der Kasse klingeln die im letzten Jahr verdienten Milliarden, und Konzernchef Martin Winterkorn strotzt vor Selbstbewusstsein: „Volkswagen ist 2010 auf die Überholspur gegangen – und genau dort wollen wir auch im laufenden Jahr bleiben.“ Danach sieht derzeit auch alles aus, schon nach zwei Monaten melden die Wolfsburger ein Absatzplus von 17,5 Prozent – über 1,2 Millionen verkaufte Autos.

Für die kommenden Monate verspricht uns Winterkorn über 30 Modell-Neuheiten. Sechs spannende davon enthüllen wir sofort, darunter zwei große Überraschungen.

VW: Golf VII und ein cooles Coupé

Klar, bei VW dreht sich erst einmal alles um den Countdown des Golf VII, der nun schon im Herbst nächsten Jahres bei den deutschen Händlern steht. Ganz wichtig ist sein Design – es wurde in den letzten zwölf Monaten dreimal überarbeitet. Nun wirkt er fast so sportlich wie ein aktueller GTI. Erstmals nutzt der Golf den neuen modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns, seine Länge bleibt bei rund 4,20 Metern, aber acht Zentimeter mehr Radstand erlauben eine größere Kniefreiheit im Fond. In der Breite wächst der Bestseller um zwei Zentimeter auf rund 1,80 Meter, und auch das Ladevolumen legt zu.

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Das ganze Auto wird rund 120 Kilogramm leichter, sein cW-Wert sinkt auf unter 0,3. Das soll Verbrauchsvorteile von bis zu 20 Prozent bringen. Die Motoren: wie bisher mit 80 bis gut 160 PS (Diesel: 105 bis 180 PS), die Leistung des GTI (Frühjahr 2013) wächst von 210 auf 220 PS. Auch ein geräumiger Hochdach-Golf Plus ist wieder geplant, Anfang 2014 folgt der Kombi Variant. Für die Verarbeitung verspricht VW das Premiumniveau der Edelhersteller, beim Geräuschkomfort soll der Golf VII gegenüber seinen Rivalen neue Flüster-Maßstäbe setzen. Und noch 2013 starten die Öko-Versionen: Golf Hybrid mit 120 PS starkem 1,4-Liter-Turbo und 85-kW-E-Motor sowie der reine E-Golf, der 150 km weit fahren soll.

Die zweite VW-Neuheit, die wir hier zeigen, ist eine kleine Sensation. Im Wortsinne, denn VW plant ein nur vier Meter langes, knuffiges Volks-Coupé zum Einstiegspreis von unter 20.000 Euro. Die Vorlage liefert die in Genf VW-Konzernabend in Genf 2011, die in Wirklichkeit eine VW-Auftragsarbeit war. Das sei der Ausblick „auf ein kleines, finanziell gut erreichbares Coupé“, verrät ein Manager. Schick gestylt, gerade vier Meter lang und mit erstaunlich viel Platz im Innenraum. Basis des 2+2-Sitzers ist die nächste Polo-Architektur (MQB) mit Motoren bis 160 PS. Starttermin? Frühjahr 2014.

Audi: A3 erstmals mit Stufenheck
Wir hatten es schon längst gemeldet, aber nun ist es amtlich: Audi A3 Concept auf dem genfer Autosalon 2011: Spätestens 2014 starten die Ingolstädter eine kompakte viertürige Stufenhecklimousine als dritte Variante – eine entsprechende Modellstudie zeigten sie auf dem Genfer Salon.

Das Genf-Mobil ist 4,44 Meter lang, 1,84 Meter breit und nur 1,39 Meter hoch. In der Höhe könnten ein, zwei Zentimeter hinzukommen, denn das Showcar basiert noch auf einer tiefergelegten RS 3-Plattform. Das Serienauto nutzt dann die neue modulare Querplattform (MQB) des VW-Konzerns, die kurze Karosserieüberhänge, große Innenräume, neue Leichtigkeit und eine ideale Achslastverteilung garantiert. Dazu gibt es ein luftigeres Innendesign: fahrerfixiertes Cockpit mit großen Runduhren, elektrisch ausfahrbarer MMI-Monitor, Ausströmer und Drehregler im düsigen Jet-Design.

Motorisch kommen die üblichen Verdächtigen ins Spiel, beginnend mit dem 105 PS starken 1,2-Liter-Turbo, ganz oben rangiert der Zweiliter-TSI mit rund 200 PS. Dazu kommen die Diesel mit Leistungen von 105 bis 170 PS. Die Topmodelle bieten Allradantrieb. Möglicherweise gibt es fürs Stufenheckmodell dann auch schon die Nachfolge-Generationen der aktuellen TFSI- und TDI-Modelle, die deutlich leichter und bis zu 20 Prozent sparsamer sein sollen.

Vor dem Stufenheckler starten aber erst mal die Stammmodelle der A3-Reihe. Das dreitürige Schrägheckmodell ist im Mai nächsten Jahres bei den Händlern, der fünftürige Verkaufsrenner Sportback folgt Anfang 2013, und noch im gleichen Jahr erscheint das neue Cabrio.

Skoda: Octavia und ein Preishit
Unter der Führung des Ex-VW-Managers Winfried Vahland gibt neuerdings auch Skoda viel Gas bei neuen Modellen: „Ab 2012 wird es im Schnitt alle sechs Monate ein neues Auto bei Skoda geben.“ Spannendstes Projekt ist die neue Günstig-Baureihe, das „City-Car“ für weniger als 13.000 Euro, über das wir schon exklusiv berichtet hatten. Ein Auto für China, Russland, Indien – und Europa, angesiedelt zwischen Fabia und Octavia. Zuerst kommt es als Stufenhecklimousine, später aber – das ist neu – auch als Schrägheckmodell mit großer Heckklappe.

Die Genf-Studie Skoda Vision D gab dazu den Ausblick. Technische Basis ist übrigens die aktuelle Plattform des Skoda Roomster. Möglicher Name: Felicia. Vahland umschreibt den neuen Preishit der Marke: „Das wird ein richtiges Familienauto mit großem Kofferraum, toller Funktionalität und cleveren Details – eben typisch Skoda.“ Start des Stufenheckmodells ist 2012, die Schrägheckversion könnte dann 2014 folgen.

Etwas später erwarten wir den Nachfolger von Skodas wichtigstem Modell – vom neuen Octavia, der nach aktuellen Informationen nun Anfang 2013 zu den Händlern rollt. „Dieses Auto ist das Rückgrat der Marke“, sagen sie bei Skoda. Auch seine künftige Designlinie lässt sich in der Genf-Studie erkennen: neuer, filigraner Grill, profilierte Motorhaube, sehr scharfe, klare Seitenlinien, markante Leuchtenprofile und dazu das neue, edlere Skoda-Logo.

Der Octavia erhält modernste Technik aus dem künftigen VW-(Quer-)Baukasten, und seine Verarbeitungsqualität ist bei den Tschechen Chefsache. Es wird ihn bei fast gleichen Abmessungen (rund 4,57 Meter Länge) wieder als Limousine und Kombi geben. Später auch als Hybrid- und sogar als Elektrofahrzeug – in Tschechien ist bereits eine Stromer-Flotte von 15 Fahrzeugen unterwegs. Die Basistechnik dazu kommt von den entsprechenden früher startenden VW-Golf-Projekten. In der großen Konzernfamilie hilft man sich da gern. „Die Baukastenstrategie ist unser großes Plus gegenüber den Wettbewerbern“, weiß Winterkorn. 
Wolfgang Eschment

AUTO ZEITUNG

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