Neue Kompakte bis 2012 Die Stars der Kompakten

11.04.2011

Die schicken Nachfolger von  Audi A3, Mercedes A-Klasse und BMW 1er rollen auf uns zu – mit der neuen Designmode und smarten Spartriebwerken

Klar, in der Krise werden kleinere Brötchen gebacken. Mietwohnung statt Häuschen, Insel Rügen statt Malediven, H&M statt Armani, Aldi statt Edeka, Kompaktauto statt Mittelklasse. Wobei die neue Sparsamkeit bei den Autos, die sich in den Verkaufsstatistiken mit einem Kleinwagenboom widerspiegelt, ja auch Vorteile hat. Denn die Kompakten von heute sind so groß wie die Mittelklässler von gestern. Sie sprengen fast die deutsche Normgarage, und ihre Premiumtypen bieten Komfort im Überfluss. Schon sind wir bei Audi, Mercedes und BMW, bei den Nachfolgern des A3, der nächsten A- und B-Klasse-Generation und der neuen 1er-Reihe.

Die Ingolstädter, die derzeit scheinbar alles richtig machen, wollen mit der neuen A3-Reihe einen weiteren Serienhit landen: dank mehr Auftritt, mehr Komfort und mehr Fahrspaß. Wir zeigen den ersten Entwurf des Sportback. Ursprünglich sollte der Fünftürer, der sich am besten verkauft, erst im Frühjahr 2012 starten – einige Monate nach dem Dreitürer. Doch nun gibt es wohl Ende 2011 schon den Doppelstart beider Modelle.

Und das Design des Sportback? Scharf und schick mit aufwendiger Lichttechnik (LED-Tagfahrlicht). Er nutzt als Technikbasis bereits den neuen Modularen Querbaukasten (MQB) des VW-Konzerns – das bringt mehr Beinfreiheit im Fond und etwas mehr Kofferraum (gut 380 Liter).

Neuer 1,2-Liter in Sicht
Natürlich gibt es dann gegen Aufpreis auch eine neue MMI-Bedienzentrale – und serienmäßig die spritsparende Start-Stopp-Automatik mit Bremsenergie-Rückgewinnung. Neues auch bei den Motoren: weniger Hubraum, mehr Hightech und mehr Turbo. Den alten 1,6-Liter-Benziner mit 102 PS ersetzt als Supersparer der neue vierzylindrige 1,2-Liter-TFSI mit 105 PS. Darüber rangieren der 1,4-Liter-TFSI mit rund 130 PS und 170 PS (ersetzt den bisheri-gen 1,8-Liter) und der Zweiliter-TFSI mit 210 und 250 PS.

Letzterer ist natürlich leichter und sparsamer als der bisherige Sechszylinder (3,2-Liter/250 PS), den er wohl ersetzt. Und für den S3 bietet sich ein mindestens 270 PS starker Vierzylinder-Turbo an. Der Knüller: Die neue A3-Reihe bekommt das ins ESP integrierte elektronische Vorderrad-Sperrdifferenzial XDS, das 2009 im VW Golf GTI Weltpremiere hat. Vorteile für die Fronttriebler: tolle Traktion und noch besseres Handling – übrigens eine Audi-Entwicklung. Bliebe nur noch zu erwähnen, dass es auch für den A3-Dreitürer ein ganz neues Design gibt. Er soll sich stärker vom Sportback differenzieren – ein klarer Trend zum Coupé-Stil.

Auch Mercedes hat große Kompakt-Pläne. Es geht um die Nachfolger von A- und B-Klasse, um gleich vier neue Autos. Alles wird anders: Auch die Stuttgarter setzen jetzt auf die bei Golf und Co. übliche Bauweise mit Front- und Allradantrieb und quer zur Fahrtrichtung installierten Motoren. Das erlaubt nun Varianten, die beim bisherigen teuren Doppelboden-Konzept (Sandwich-Bauweise) nicht realisierbar waren. Ein Van-ähnliches Modell mit Hochdach macht 2011 den Anfang. Hinzu kommen ein sportlicher Dreitürer, später dann ein viertüriges Coupé sowie ein rustikales Kompakt-SUV.

Mit Golf-Proportionen

Die Sensation ist das für 2012 geplante dreitürige Einstiegsmodell – der VW Golf von Mercedes! Er ist im neuen Baukasten die Ver-sion mit dem kurzen Radstand. Dank großer Heckklappe, asymmetrisch geteilter Rückbank und der Einstiegshilfe für die Fond-Passagiere soll der neue Baby-Benz trotz kompakter Maße viel Platz und Variabilität bieten. Mit einer Länge von gut 4,20 Metern liegt diese neue A-Klasse voll auf Golf-Niveau. Die Motorisierung, speziell bei den Dieseln, ist allerdings noch offen. Hier betritt Mercedes Neuland – und sucht nach Partnern. Bei den Benzinern sollen unter anderem aufgeladene Dreizylinder zum Einsatz kommen – 90 bis rund 150 PS stark. Zusätzlich sind drei Superspar-Antriebe im Test unter dem Motto „Reichweitenoptimierung“. So sind eine von Lithium-Ionen-Batterien gespeiste Elektro-Version mit 200 Kilometer Reichweite und langfristig ein Brennstoffzellen-Konzept (400 km) geplant. Auch eine Version mit zusätzlichem stationären Verbrennungsmotor (Range-Extender als Generator für den Elektroantrieb) ist in Arbeit – 600 km Aktionsradius. Zwei Studien hierzu zeigen die Schwaben im Januar auf der Detroiter Auto Show.

Auch BMW rüstet seine Kompakten auf. Die Grundlinie ist klar: Der 1er-Fünftürer behält seine klassischen Steilheck-Proportionen, aber der Dreitürer markiert künftig den optischen Sportler – mit abfallender Coupé-Dachlinie und einem ziemlich schrägen Heckfenster.

Die 1er-Show beginnt auf der Frankfurter IAA im September 2009. Da präsentiert BMW den Fünftürer, dessen Verkauf in Deutschland fast zeitgleich startet. Der neue sportliche Dreitürer, den wir hier zeigen, kommt erst Mitte 2012. Auch er kann in der zweiten Reihe klar mehr Platz bieten als die aktuellen 1er, denn er darf bereits die neue (verkürzte) Modulplattform der nächsten BMW-3er-Reihe nutzen.

Natürlich wird das Lied von neuen, hubraumkleineren, saubereren Sparmotoren gespielt. Der Benziner-Einstieg könnte mit einem 1,4-Liter-Turbo namens 114i beginnen, rund 125 PS (bisher 122 PS) stark. Darüber liegt die Version mit etwa 150 PS (bisher 143). Wobei auch neue 1,6-Liter-Versionen gestestet werden – eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Und den Part des Zweiliter-120i (170 PS) könnte ein aufgeladener 1,8-Liter mit 180 PS spielen. Topmodell (130i) bleibt mit Rücksicht auf den US-Markt ein Reihen-sechszylinder mit rund 270 PS. Auch bei den Dieseln kommt die Hubraumverkleinerung (Down-sizing) – die Zweiliter mit 143, 177 und 204 PS dürften durch etwas stärkere 1,8-Liter ersetzt werden. Fest in der Planung ist auch ein Benzin-Hybrid des neuen 1er. Wolfgang Eschment/Stefan Miete

AUTO ZEITUNG

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