Neue Ideen bei BMW – Weiß-blaue Revolution Neuheiten von BMW

20.10.2009

BMW rüstet auf: Öko-Stadtauto, Kompaktmodell und 3er GT sind nicht die einzigen Ideen der Bayern. Alle Neuheiten

Ende der Kurzarbeit, Hoffnung auf einen Jahresgewinn, bessere Absatzzahlen – BMW fährt viel schneller aus der Krise als erwartet. Und schon forciert die bayerische Premiummarke mit dem weiß-blauen Propreller-Logo ihre Produktoffensive. Konzernchef Norbert Reithofer hat gleich zwei Überraschungen parat, mit denen die Branche nicht gerechnet hat.

Nummer eins steht in direktem Zusammenhang mit dem geplanten Öko-Megacity-Mobil im Rahmen des geheimen „Project i“, mit dem BMW im Jahr 2013 als erstes Modell ein viersitziges Elektro-Kompaktauto startet. Damit sich die hohen Investitionen für die grüne Baureihe rechnen, wird es auf der technischen Baukasten-Plattform dieser neuen Frontantriebsreihe auch gleich ein völlig neues BMW-Kompaktmodell unterhalb der 1er Reihe geben – ebenfalls mit Frontantrieb.

Das brandneue Auto-Quartett der AUTO ZEITUNG:
» Die schnellsten Luxusautos dieser Saison. Jetzt kostenlos spielen!

Das passt schon deshalb, weil die Nachfolge-Generation der 1er Reihe (ab Oktober 2011), die jetzt bereits 4,24 Meter lang ist, noch um einige Zentimeter wächst. Somit ist zwischen dem kultigen Mini und der 1er Reihe dann Platz für den neuen Premium-Kompakt-BMW im Vier-Meter-Format.

Gleichzeitig haben die Münchner mit diesem Auto die Antwort auf den künftigen Audi A1 (Sommer 2010), der mit 3,99 Meter Länge in der gleichen Klasse spielt. Sehr wichtig, denn die Marktforscher sagen den kleinen Edelkompakten, die preislich über einem VW Polo rangieren, für die Zukunft ein großes Verkaufspotenzial voraus.

Deshalb sieht auch BMW-Chef Reithofer, der für die neue Reihe bereits sein Okay gegeben hat, in dieser doppelten Offensive bei den kleinen Kompakten langfristig gewaltige Synergien und ein lukratives Verkaufspotenzial. „Wir denken hier an Produktionsvolumina von weit über 350.000 Einheiten.“ Mitte 2014 dürfte der kleine Fronttriebler-BMW starten – zum Einstiegspreis von rund 18000 Euro. Für dieses Geld gibt es dann einen edlen Scharfmacher mit den bestellbaren Luxusextras der Großen.

Spielen Sie jetzt unser brandneues Erlkönige Foto-Quiz:
» Wo verstecken sich die aktuellen Prototypen? Finden Sie es heraus!

Kleine Benziner und ein  Dreizylinder-Diesel

Erste Designideen kursieren schon in den BMW-Computern. Das Auto wird ziemlich knackig – mit voluminöser Breite, flacher Front und hohem Heck, die Nieren flach und breit, Scheinwerfer wie konzentriert zusammengekniffene Augen.

Auch für die Motorisierung gibt es Vorschläge. Da offeriert sich zum Beispiel bei den Benzinern eine neue, aufgeladene 1,2-Liter-Direkteinspritzer-Baureihe mit Leistungen von bis zu 120 PS. Darüber rangieren die neuen 1,6-Liter (bis zu 200 PS). Bei den Dieseln käme der serienreife, 163 PS starke 1,5-Liter-Dreizylinderdiesel in Frage, den BMW gerade in der IAA-Studie Vision EfficientDynamics vorgestellt hat (siehe Heft 19/2009), hier sind auch Versionen mit 90 und 115 PS möglich – mit Start-Stopp-Automatik und dem kompletten EfficientDynamics-Programm der Marke. Sogar erste Hybrid-Ideen werden diskutiert.

Sensation auf 6er Basis: viertüriger Sportler
Die zweite Coup von Reithofer ist ein zukunftsfähiger Sportwagen. „Dieses Auto ist vom Vorstand positiv entschieden worden, das wird etwas sehr Spotrtliches.“ Details nennt der Chef noch ungern, doch so viel verrät er: „Vier Türen wären nicht ausgeschlossen.“

Hinter den Kulissen hört man mehr: Der sehr flache, elegante, viersitzige Sportwagen mit Heckklappe, zu dem es einen fertigen Designentwurf gibt, wird die Plattform der neuen 6er Reihe (Cabrio und Coupé, ab 2012) nutzen.

Okay für einen 3er GT, Chance für die IAA-Studie

Noch mehr Knüller aus München: Es gibt grünes Licht für den 3er GT, über den wir bereits im April informierten – den kleinen Kollegen des 5er GT. Mit den gleichen Vorzügen wie höhere Sitzposition, große Heckklappe und viel flexiblem Stauraum. Reithofer gegenüber der AUTO ZEITUNG: „Ein 3er GT ist ein sehr wahrscheinliches Konzept, weil wir der Meinung sind, dass solche Modelle zunehmend für Leute interessant sind, die keine Limousine, keinen Kombi und kein SUV fahren wollen.“

Und dann ist da noch die Elektro-Dieselhybrid-Sportwagenstudie, mit der BMW auf der Frankfurter IAA viel Aufsehen erregte: schneller als ein M3 (Tempo 100 in 4,8 Sekunden) und sparsamer als ein Mini (3,76 Liter Diesel/100 km). Bei der internen Vorstandsinformationsfahrt am Freitag vor der IAA, bei der das 4,60 Meter lange Superauto auch gefahren wurde, war Reithofer von diesem Zukunftskonzept so begeistert („Können wir das Auto nicht genau so bauen“?), dass er dafür sofort eine Vorstandsprüfung einleitete. Ziel: Marktreife bis 2013.

Jetzt wird in München, so hört man, schwer gerechnet, was eine Serie von einigen tausend Exemplaren im Ernstfall kosten würde. Falls dieses Projekt durchkommen sollte, haben die Bayern den ultimativen Öko-Kracher im Programm.
Wolfgang Eschment

AUTO ZEITUNG

Zmarta Autokredit
Autokredit

Jetzt den günstigsten Autokredit finden

Tags:
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.