Neue Cabrios, Coupés, Vans und SUV Ab in die Nische

07.10.2010

Kleinwagen, Kompakter, Mittelklasse – diese Aufteilung existiert weiterhin. Doch die Auswahl wird ständig bunter. Statt Steilheck, Stufenheck, Kombi gibt es bald in jeder Klasse auch SUV, Vans oder Cabrios. Coupés – eigentlich ein alter Hut des Karosseriebaus – bekommen mit vier Türen oder Kombiheck eine neue Form

Ein Beispiel für die neue, praktische Coupé-Couture kommt im Spätherbst. Es ist der Audi A7. Der Name ist kurz, die Beschreibung lang: vier Türen, große Heckklappe, flaches dach. Irgendwo zwischen Coupé und Fließheck eben. Und die große, flache Klappe erinnert an die ersten Audi 100 Avant, während der Schwung des hinteren Seitenfensters das Audi 100 S Coupé zitiert. Unter der Haube werden zunächst ausschließlich Sechszylinder zu finden sein. Ein 3.0 TDI mit 204 und 250 PS sowie der Dreiliter-V6-Kompressor (272/333 PS). Premiere hat der A7 auf dem Pariser Autosalon.

Dort steht auch der neue Mercedes CLS. Dessen Form wird sich an den Showcars F 800 Style und Studie Mercedes Shooting Break in Peking orientieren. Das heißt: großer Grill, schmale Scheinwerfer und fließende Formen mit scharfen Kanten. Zum Einsatz kommen hier die Neue Motoren bei Mercedes der Move-Generation.

Von Volkswagen könnte 2014 ein Beitrag zum Thema Shoooting Break kommen. Die ehemals von Jagdwagen entliehene Bezeichnung meint Coupé mit langem Kombiheck. Schöne Kombis könnten also künftig Shooting Break heißen und im konkreten Fall auch von VW kommen.

Die Vertreter der Kategorie „Offene Neuheiten“ kommen von Audi, Renault und VW. Ob R4 Roadster und ein offener A1 kommen, wird bei Audi allerdings zur Zeit noch diskutiert. Starttermin für den offenen Mittelmotor-R4 wäre 2013. Konkreter ist das Golf Cabrio, dessen Debüt für den Genfer Salon 2011 geplant ist.

Im Sommer kommenden Jahres soll der offene Golf dann auf den Markt kommen. Retro-Freunde bedient VW ab April 2012 mit dem neuen Beetle Cabrio. Im selben Jahr kommt auch der Mittelmotor-Roadster von VW, dessen Technik auch Audi und Porsche für eigene Varianten dienen könnte. Und das hätte Tradition, waren sich doch Käfer und Porsche 356 in den Fünfzigerjahren konzeptionell so ähnlich, dass der VW den Beinamen „Kugelporsche“ bekam.

Außergewöhnliches kommt auch aus dem Ausland. Chevrolet besetzt die Nische des Musclecars für echte Kerle mit dem Camaro, der im modernen Retro-Style sicher seine Freunde finden dürfte. Der Orlando kreuzt SUV-Optik und Van-Praktikabilität.

Ein Crossover über die Jahrzehnte liefert Citroën mit dem DS5. Die C5-Variante bietet mehr Platz, mehr Variabilität und eine noblere Ausstattung. Dazu kommt der Name der Markenlegende DS.

Toyota geht mit dem FT86 den umgekehrten Weg. Es steht nirgends dran, doch Form und Konzept des Coupés sagen Celica. Und zwar die aus den Siebzigern, denn der FT86 hat Heckantrieb. Ein Boxermotor sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und tolles Handling.

Auf keinerlei Tradition muss Hyundai Rücksicht nehmen. Die Koreaner machen Ernst mit ihrer Aufstiegsstrategie und bauen ihre Modellpalette in gefragte Segmente aus. Zur zeit sind ein Van auf Basis des i20 und ein kompaktes Coupé unterwegs.

Das plant auch Opel. Der Zweitürer des Opel Astra wir ein Hingucker mit flacher Dachlinie und sportlichem Profil. Und auch die nächste B-Klasse macht als BLS auf Sport.

Mit Wind lockt hingegen Renault Cabriofreunde in das preisgünstige Kleinwagensegment. Der Zweisitzer Wind basiert auf dem Twingo. Eine hohe Sitzposition gibt es in Preise, Daten, Fotos, Video: Alles über den neuen Crossover Nissan Juke und Mitsubishi ASX. Das Highlight im Kompaktsegment dürfte hingegen Porsche setzen. Die Zuffenhausener denken über ein kompaktes SUV nach. Das dürfte dann der sportlichste Hochbeiner im Kompaktsegment werden. Doch bis der vermutlich Roxster genannte 4x4 kommt, dürfte es 2015 werden. Genug Zeit, sich in der wachsenden Vielfalt zu orientieren.
Andreas Of

AUTO ZEITUNG

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