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Formel-1-Welttournee länger denn je: 21 Rennen 2016

Der Formel-1-Rekordkalender mit 21 Rennen im kommenden Jahr hat die letzte Hürde passiert. Der Motorsport-Weltrat setzt allerdings noch ein Fragezeichen hinter den Grand Prix in den USA.

Paris (dpa) - Die Formel-1-Welttournee hat in der kommenden Saison mehr Stationen als je zuvor. Der Motorsport-Weltrat bestätigte am Mittwoch einen Rekordkalender mit 21 Rennen. Bislang waren laut Reglement maximal 20 Grand Prix pro Saison zulässig gewesen.

Auf der Suche nach neuen Märkten und zusätzlichen Einnahmen wird diese Grenze nun erstmals in der 65-jährigen Geschichte der Königsklasse durchbrochen.

Allerdings bleibt noch ein kleines Fragezeichen hinter dem Grand Prix in Austin/Texas, der für den 23. Oktober angesetzt ist. Wegen angeblicher finanzieller Probleme des Circuit of the Americas steht offenbar noch eine Einigung mit Chefvermarkter Bernie Ecclestone aus. Nach schweren Regenfällen hatte das US-Rennen in diesem Jahr große Einnahmeverluste erlitten.

Sicher ist, dass die neue Saison am 20. März in Melbourne beginnen und am 27. November in Abu Dhabi enden wird. Der Große Preis von Deutschland soll wie geplant am 31. Juli in Hockenheim als letztes Rennen vor einer vierwöchigen Sommerpause gefahren werden. In diesem Jahr hatte es erstmals seit 1960 kein deutsches Gastspiel gegeben.

Als einziger Neuling gibt Aserbaidschans Hauptstadt Baku am 19. Juni sein Debüt in der Rennserie. Geplant ist ein Stadtkurs. Die Organisatoren haben einen Zehnjahresvertrag geschlossen.

Neben dem Kalenderbeschluss entschied der Weltrat zudem mit großer Mehrheit, dass Ecclestone und Weltverbandschef Jean Todt in einer Reihe kritischer Fragen künftig auch selbst Entscheidungen treffen können, ohne Rücksicht auf Gremien nehmen zu müssen. Dies betreffe Themen wie die Verwaltung der Formel 1, den Streit um das Motorenformat und Kostensenkungen. Entsprechende Lösungen in diesen Punkten wollen Todt und Ecclestone bis zum 31. Januar vorlegen.

Der Terminplan im Überblick:

Datum Grand Prix Austragungsort
20. März Australien Melbourne
03. April Bahrain Sakhir
17. April China Shanghai
01. Mai Russland Sotschi
15. Mai Spanien Barcelona
29. Mai Monaco Monte Carlo
12. Juni Kanada Montreal
19. Juni Europa Baku
03. Juli Österreich Spielberg
10. Juli Großbritannien Silverstone
24. Juli Ungarn Budapest
31. Juli Deutschland Hockenheim
28. August Belgien Spa-Francorchamps
04. September Italien Monza
18. September Singapur Singapur
02. Oktober Malaysia Sepang
09. Oktober Japan Suzuka
23. Oktober USA Austin*
30. Oktober Mexiko Mexiko-City
13. November Brasilien Sao Paulo
27. November Abu Dhabi Abu Dhabi

* abhängig von Einigung zwischen Rechteinhaber und Streckenbetreiber

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dpa