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So geht es Michael Schumacher aktuell (Update!)

Schumis Zustand weiter unklar

Zum aktuellen Gesunudheitszustand von Michael Schumacher gibt es weiterhin keine genauen Aussagen. Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo, Niki Lauda, Norbert Haug, Sebastian Vettel und Dirk Nowitzki hatten sich zuletzt zu Schumi geäußert. Update: jetzt mit Video!

Im Juni 2016 hat Michael Schumacher den Nürburgring-Award für sein Lebenswerk erhalten. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation konnte der Formel-1-Rekordweltmeister den Preis jedoch nicht selbst entgegenehmen. Seine Managerin Sabine Kehm nahm die Ehrung stellvertretend an und gab ein Update zu Schumis akteullem Gesundheitszustand:"Ich bin mir im Klaren darüber, und ich denke, da sind Sie alle einer Meinung mit mir: Wir würden uns alle besser fühlen, wenn Michael hier selbst stehen und sich bedanken könnte", sagte die Managerin des ehemaligen Ferrari-Piloten:"Aber leider ist das nicht möglich. Leider müssen wir alle das akzeptieren und lernen, damit umzugehen." "Jeder Satz ist doch der Auslöser für neue Nachfragen, jedes Wort ist Fanal für weitere Informationen", erklärte Kehm in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung:"Es wäre nie Ruhe."Auf die Frage "Wie geht es Michael Schumacher?" gäbe es zudem keine pauschale Antwort, da es sich um einen "ständigen" Prozess handele. Redebedarf über seinen Ex-Rennfahrer-Kollegen hat indes Sebastian Vettel. Bei einem gemeinsamen Interview mit Dirk Nowitzki sagte der Ferrari-Pilot der "Bild am Sonntag": "Es ist ein brutales Schicksal. Aber die Hoffnung besteht immer. Wer ihn aus seiner aktiven Zeit kennt, weiß, dass Michael ein Kämpfer ist. Wenn einer es schafft, das Ruder herumzureißen, dann er."

 

Stand Februar 2016: Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat Michael Schumacher die sportlich erfolgreichste Ära Ferraris in der Formel 1 mitzuverdanken. Nun wurde er zu Michael Schumachers Zustand befragt. Durchaus heikel, da alle, die tatsächlich wissen, wie es Michael Schumacher geht, schweigen. Montezemolo tut es nicht, er redet. Auch wenn er eigentlich wenig aussagt."Wir hatten großartige Jahre zusammen, auch auf persönlicher Ebene", sagt di Montezemolo bei einer Podiumsveranstaltung in Mailand."Leider hat ihn ein zufälliger Sturz auf Skiern kaputt gemacht", sagt di Montezemolo weiter. Die Neuigkeiten, die er von Schumacher habe, seien leider keine guten, betont der 68-jährige. Doch weitere Details nannte er nicht. Sabine Kehm, Michael Schumachers Managerin, indes will Montezemolos Ausführungen erst gar nicht kommentieren.

Mehr zum Thema: Di Montezemolo äußert sich zu Schumi

OLG München: Medien bei Schumi-Artikeln zu weit gegangen

In einem aktuellen Gerichtsurteil gab das Oberlandesgericht München den Anwälten Michael Schumachers bezüglich der Berichterstattung einiger Medien recht. Laut Gericht drangen manche Medien mit ihrer Berichterstattung zu weit in das Privatleben Michael Schumachers und seiner Familie vor. Der Einspruch der betreffenden Medienunternehmen wurde vom Oberlandesgericht abgewiesen. Dem Prozess zugrunde lag eine Klage von Schumis Anwälten auf Unterlassung, nachdem in vier Zeitschriften Berichte über die gesundheitliche Verfassung des F1-Weltmeisters erschienen waren, die eine Pressemitteilung seiner Sprecherin Sabine Kehm ausschmückten.

Stand 3. Januar 2016: Medienanwalt verteidigt Schweigen der Familie

Angeblich kann Schumi ein paar Schritte gehen

In einem Bericht vom 22. Dezember 2015 behauptet die Zeitschrift "Bunte", Michael Schumacher könne zwischenzeitlich mit Unterstützung wieder ein paar Schritte gehen. Der ehemalige Formel-1-Pilot soll allerdings deutlich an Gewicht verloren haben. Michael Schumachers langjährige Managerin Sabine Kehm dementierte den Bericht allerdings umgehend: "Leider werden wir durch einen aktuellen Pressebericht zu der Klarstellung gezwungen, dass die Behauptung, Michael könne wieder gehen, nicht den Tatsachen entspricht."

Stand 31. Oktober 2015: Jean Todt spricht über Schumis Zustand

Von Spekulationen ist abzusehen

Seit er zu Hause ist, gibt es bislang keine Mitteilungen des Managements über Schumachers Zustand. "Es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm", hatte Sabine Kehm am 9. September auch verlauten lassen, auf die Privatsphäre der Familie hingewiesen und darum gebeten, von Spekulationen über den Gesundheitszustand des erfolgreichsten Fahrers in der Formel-1-Geschichte abzusehen.

Stand 23. Mai 2015: Michael Schumacher macht Fortschritte

Jean-François Payen mahnt Geduld an

Die Genesung von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher erfordert weiterhin Geduld. Der französische Arzt Jean-François Payen wies darauf in Interviews in französischen Medien hin. "Man befindet sich auf einer Zeitskala, die von einem Jahr bis drei Jahre reicht", sagte der Chef der Anästhesie und Reanimation der Uniklinik von Grenoble, in die Schumacher nach seinem Skiunfall am 29. Dezember 2013 gebracht worden war. Der siebenmalige Champion sei damals mit einem besonders schweren Schädel-Hirn-Trauma eingeliefert worden, erinnerte Payen in "Le Parisien": "Er war bei seiner Ankunft in einer kritischen Situation." Payen gehörte zum Ärzteteam, das sich mehr als ein halbes Jahr lang in Grenoble um den zweifachen Familienvater kümmerte. Schumacher wurde nach einer Notoperation in ein künstliches Koma versetzt und schwebte tagelang in Lebensgefahr. Erst Mitte Juni teilte seine Managerin Sabine Kehm mit, dass sich der mittlerweile 45-Jährige nicht mehr im Koma befinde. Zudem gab sie am 16. Juni bekannt, dass Schumacher nicht mehr im CHU Grenoble sei; er setzte seine Rehabilitation in einer Klinik in Lausanne unweit seiner Wahlheimat Gland am Genfer See fort. Am 9. September erklärte Kehm, dass Schumacher nun zu Hause sei.

Mehr zum Thema: Radio-Interview von Payen

Corinna Schumacher in jeder Hinsicht außergewöhnlich

Dort finde er Bedingungen vor, die seine Genesung begünstigen würden, sagte Payen nach seinem Besuch bei Schumacher. "Die Tatsache, dass er in seiner gewohnten Umgebung ist, könnte ihm helfen", sagte Payen. Der Mediziner verwies bei Nachfragen zum genaueren Zustand des gebürtigen Kerpeners aber auf sein Arztgeheimnis. Der Mediziner lobte dabei in einem Interview des Radiosenders RTL France auch Schumachers Gattin Corinna, die alles auf die Beine gestellt habe, damit der siebenmalige Weltmeister Fortschritte mache. Sie sei in jeder Hinsicht außergewöhnlich, betonte Payen in "Le Parisien". "Sie war sich sofort der Tragweite der Situation bewusst und des langen Wegs, der vor ihnen liegen würde." Im Gegensatz zu Corinna Schumacher waren Payen und seine Ärztekollegen vor allem den riesigen Medienandrang nicht gewohnt, der lange Zeit vor dem Krankenhaus in Grenoble herrschte. "Niemand ist auf so einen Ansturm der Medien vorbereitet", betonte Payen rückblickend. Man habe aber schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen, um in Ruhe arbeiten zu können. Er wies daraufhin, dass Schumacher trotz aller Sicherheitsvorkehrungen medizinisch wie jeder andere Patient behandelt worden sei. Schumacher war beim Skifahren gestürzt, als er oberhalb von Méribel einen Stein nicht gesehen hatte. Er prallte daraufhin mit dem Kopf auf einen anderen Felsen. Schuld an dem Unfall hatte niemand, wie die Untersuchungen der zuständigen Staatsanwaltschaft von Albertville ergaben.

Von Jens Marx, dpa