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Glock mit Start-Ziel-Sieg - Wehrlein vor Ekström

Start-Ziel-Sieg für Glock, vier BMW auf den ersten vier Plätzen: Der Samstag war fest in Münchener Hand. Das Wechselspiel an der Spitze des Deutschen Tourenwagen Masters geht unterdessen weiter. Wehrlein führt wieder vor Ekström - und brachte ein kaputtes Auto ins Ziel.

Oschersleben (dpa) - Timo Glock hat mit einem Start-Ziel-Sieg in Oschersleben den zweiten DTM-Erfolg seiner Karriere eingefahren. Nach der ersten Pole Position seiner Laufbahn im Deutschen Tourenwagen Masters verwies der Ex-Formel-1-Pilot seinen BMW-Markenkollegen Bruno Spengler auf Platz zwei.

Antonio Felix da Costa und Augusto Farfus sorgten auf den Plätzen drei und vier für einen Vierfach-Erfolg der Bayern, die wegen der Zusatzgewichte für die besten Fahrer in Oschersleben die leichtesten Autos hatten. «Für BMW ein tolles Ergebnis», sagte Glock in der ARD.

Pascal Wehrlein kam im Mercedes auf Rang fünf und übernahm bei noch fünf ausstehenden DTM-Rennen wieder die Gesamtführung. Der bisherige Spitzenreiter, Audi-Pilot Mattias Ekström, blieb als 14. ohne Punkte.

DER RENNVERLAUF

Zwei Safteycar-Phasen in den ersten sechs Runden sorgten für ein Geduldsspiel zum Auftakt. Glock konnte deswegen erst nach fast einem Drittel der Renndauer voll aufs Gas. Hinter ihm kam der bestplatzierte BMW-Fahrer der Gesamtwertung, Ex-Champion Spengler, rasch auf Position zwei. Einen mit Blick auf die Meisterschaft naheliegenden Überholvorgang ohne Gegenwehr gab es aber nicht - und Glock brachte seinen Start-Ziel-Sieg souverän nach Hause. «Am Ende fahren wir alle für BMW, da müssen wir alle zusammenhalten. Aber ich hatte einen guten Speed und konnte Bruno wegfahren», sagte Glock.

DIE GESAMTWERTUNG

Die Gesamtführung von Ekström war schon nach der Qualifikation in akuter Gefahr. Vor dem 13. von 18 Rennen hatte der Schwede sechs Punkte Vorsprung auf Wehrlein, musste das Rennen nach technischen Problemen aber von Rang 24 aufnehmen. Verfolger Wehrlein bekam im Rennen Probleme mit der Servolenkung, verteidigte seinen fünften Platz aber mit großem Engagement und übernahm am Ende die Spitze. Wehrlein hat mit 130 Punkten nun vier Zähler mehr als Ekström (126). Dahinter folgen Edoardo Mortara (110), Jamie Green (103/beide Audi) und BMW-Mann Spengler (103).

SCHEIDERS COMEBACK

Platz 19 in der Qualifikation, im Rennen am Ende Zwölfter: Das erste Rennen nach seiner Sperre in Folge des Funk-Skandals endete für Timo Scheider wenigstens mit ein paar gewonnenen Plätzen. Richtig in Schwung kommt der zweimalige DTM-Champion aber noch nicht. Wie alle anderen Audis war er aber auch durch die Zusatzgewichte gebremst.

DIE AUSSICHTEN

Fünf Rennen vor der letzten Zielflagge ist noch alles offen in der Gesamtwertung - deren Führung Ekström am Sonntag zurückerobern will. «Morgen versuchen wir wieder, vorne mitzumischen», kündigte der Oldie an.

Von Maximilian Haupt, dpa