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DTM-Vierfacherfolg für Audi auf dem Lausitzring

Audi dominiert das Deutsche Tourenwagen Masters weiter. Nach den beiden Siegen der Ingolstädter zum Auftakt in Hockenheim triumphierte mit dem Engländer Jamie Green auch beim dritten Rennen auf dem Lausitzring ein Audi-Pilot. Er führt nun auch in der Gesamtwertung.

Klettwitz (dpa) - Die Audi-Festspiele im Deutschen Tourenwagen Masters gehen weiter. Der Engländer Jamie Green feierte am Samstag auf dem Lausitzring seinen zweiten Saisonsieg, dahinter lagen in Edoardo Mortara aus Italien und dem schwedischen Ex-Champion Mattias Ekström weitere Audi-Piloten.

Der von der Pole Position gestartete Miguel Molina (Spanien) machte den Vierfacherfolg der Ingolstädter auf dem 3,478 Kilometer langen Kurs südwestlich von Cottbus perfekt.

«Mein Auto war ganz stark», erklärte Green mit krächzender Stimme, nachdem er sich kürzlich eine Erkältung zugezogen hatte. Er gewann, obwohl er auf sein DRS-System verzichten musste, das Überholvorgänge erleichtert. «Es hat nicht funktioniert», sagte Green.

Der 32-Jährige, der zum Saisonauftakt schon auf dem Hockenheimring gewonnen hatte, übernahm mit 50 Punkten auch die Führung in der Fahrerwertung von Mortara (48). Dritter ist auch hier Ekström (40), der das zweite Hockenheim-Rennen gewonnen hatte, so dass alle bisherigen Saisonsiege an Audi gingen. Auf die Frage nach seinen Meisterschaftambitionen antwortete Green, der in seiner langen Karriere noch immer auf den ersten DTM-Gesamtsieg wartet: «Natürlich will ich das.»

Der beste Mercedes-Vertreter in der Lausitz war der Worndorfer Pascal Wehrlein, Gesamtvierter, auf Rang fünf. Weiterhin nicht in die Gänge kommt BMW um den Titelverteidiger Marco Wittmann (Markt Erlbach), der nur 13. wurde. Damit warten die Bayern saisonübergreifend schon seit sechs Rennen auf einen Sieg. Schnellster BMW-Fahrer war in der Lausitz der Belgier Maxime Martin auf dem siebten Platz.

Molina war souverän gestartet und hatte seine Führungsposition lange gehalten. Green, Mortara und Ekström folgten dicht dahinter. Das Quartett setzte sich schon früh etwas von der Konkurrenz ab. Wittmann, der nach einer Rückversetzung in der Qualifikation von Rang elf starten musste, hing während der ersten Rennhälfte in der Mitte des Feldes fest. Danach fiel er offenbar wegen technischer Probleme an seinem Fahrzeug weiter zurück.

In der Folge entwickelte sich ein ruhiges Rennen mit nur wenigen Positionswechseln. Erst rund acht Minuten vor dem insgesamt 40 Minuten dauernden Rennen attackierte Green seinen Markengefährten Molina und zog vorbei. Wenig später gelang es auch Mortara und Ekström, Molina zu überholen, als der Probleme mit den Reifen bekam. 

Die Konkurrenz von Mercedes und BMW konnte nicht mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen. Vielleicht kann sie am Sonntag zurückschlagen, wenn auf dem Lausitzring der vierte Saisonlauf stattfindet.

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Von Matthias Jung, dpa