Mobile Navigationsgeräte im Praxistest Gute Führung

16.05.2011

Mobile Navigationsgeräte bieten neben dem eigentlichen Lotsendienst zahlreiche Zusatzinformationen. Acht neue Top-Geräte im Praxistest

Sie gelten als beste Geräte mit bis zu fünf Zoll großem Display: Für unseren Navigationsgeräte-Test haben wir acht brandneue Modelle bis 449 Euro ausgewählt. Neben Navis bekannter Marken wie Becker, Falk, Garmin, Medion, Navigon und Tom Tom kamen ein Gerät vom Computerspeicher-Spezialisten takeMS und das Spitzenprodukt des China-Discount-Importeurs Baros GmbH zum Einsatz.

Alle Navigationsgeräte in unserem Test sind für die Scheibenbefestigung vorgesehen. Erfreulich: Ihre Saugfüße halten auch großen Erschütterungen auf Buckelpisten stand. Enttäuschend ist nur die Halterung des a-rival Professional. Sie lässt das schwere Gerät (213 g) am dünnen Arm so stark zittern, das ein Ablesen von Straßennamen unmöglich ist.

VIBRATIONSFREI UND FEST
Dass dies auch anders geht, zeigt der Testsieger: Das mit 230 Gramm noch etwas schwerere Navigon 8410 lässt sich leicht befestigen, gut via Kugelkopf am Designerarm ausrichten und bleibt unter allen Bedingungen vibrationsfrei.

Die Geräte TomTom Go Life 950 und takeMS traffix 43 sind nach dem Einschalten am schnellsten betriebsbereit. Bei der Eingabe punktet Navigon mit seinem sensiblen Echtglas-Touchscreen à la Apple iPhone und der einfachen Bedienung. Hier funktioniert auch die Spracheingabe am besten. Die Testgeräte von TomTom, Falk und Medion hören zwar auch aufs gesprochene Wort, verstehen aber oft erst nach mehrfacher Nachfrage. Vor allem beim Medion GoPal P4635 entpuppt sich das Zwiegespräch als nervtötend.

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Bei der eigentlichen Routenführung überzeugen TomTom, Navigon und das Becker Traffic Assist Z 116, dicht gefolgt vom Falk F12. Auch das mit 13 Millimetern besonders dünne Gerät von Medion findet stets schnell die optimale Route. Während beim Testsieger Navigon generell drei Routen zur Wahl stehen, lassen sich bei Becker, Garmin und TomTom auf Wunsch so genannte Eco-, also Spritspar-Routen wählen.

Die Fahrspurassistenten bei Falk, Medion, Navigon und TomTom werden durch eine fotorealistische Grafik vervollständigt, was die Orientierung in kniffligen Situationen vereinfacht. Vor allem die Realbild-Grafiken und dreidimensionalen Panorama-Ansichten bei Becker, Navigon und TomTom gefallen. Tempowarner haben alle Testgeräte an Bord.

Lediglich TomTom wählt nach wie vor statt der üblichen Verkehrsschild-Darstellung eine simple Zahlenkolonne – also Punktabzug. Navigon, Falk, takeMS und TomTom warnen zudem vor Radarkontrollen. Auf die aktuellsten Informationen können hier die Nutzer des TomTom Go life 950 zurückgreifen.

Per SIM-Karte (wie im Telefon) holt das Gerät auch frisch gemeldete „Gefahrenquellen“, Wetter-, Stau- und andere Infos vom TomTom-Portal. Nachteil: Ab dem dritten Monat entstehen Kosten von monatlich etwa neun Euro. Auch der Lotse von Medion nutzt den Mobilfunk für Zusatzinformationen. Die ersten zwei Jahre sind gratis, Folgepreise stehen noch nicht fest.

FAZIT
Unser Testsieger Navigon 8410 ist zwar das teuerste Gerät im Test, überzeugt aber mit einer zielsicheren Navigation, top Kartendarstellung via Mineralglas-Display und nützlichen Extras wie Telefon-Freisprecheinrichtung per Bluetooth, Radar- Info, gut funktionierender Sprachsteuerung und Hilfe bei der Parkplatzsuche.

Beim zweitplatzierten TomTom Go Life 950 gefällt neben guter Routenführung die Stauwarnung mit treffsicherer Umwegempfehlung. Dazu bedarf es allerdings eines Online-Zugangs über das integrierte GPRS-Modem (Mobilfunk).

Nachteil: Ab dem dritten Monat fallen zusätzliche Verbindungskosten an. Das drittplatzierte Falk F12 punktet mit guter Ausstattung, schneller Routenberechnung und korrekten Lotsendiensten. Holger Ippen

AUTO ZEITUNG

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