Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D Allwetter-Kletterer

05.01.2007

Ab Februar 2007 bringt Mitsubishi nun die vierte Generation des Allradlers in den Handel – wie gehabt als Drei- oder Fünftürer. Test der Langversion mit Turbodiesel

Eckdaten
PS-kW160 PS (118 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 5 Gang manuell
0-100 km/h13.2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit177 km/h
Preis36.900,00€

Bei dem Neuen wurde die Offroad-Tauglichkeit sogar noch erweitert. Neben dem konventionellen Allradantrieb – der Vorderachsantrieb lässt sich zum Kraftstoff sparen abschalten – kann das Mittendifferenzial gesperrt und bei Bedarf eine Geländereduktion aktiviert werden. Ein auf Knopfdruck zu 100 Prozent sperrbares Hinterachsdifferenzial ist ab sofort serienmäßig. Neu ist eine elektronische Bergabfahrhilfe fürs Gelände, die Traktionsverlust an den Rädern erkennt und mit gezieltem, gefühlvollem Bremseneingriff die Fahrstabilität erhält. Mit dem vollen Allrad- Programm lassen sich Steigungen von 70 Prozent bewältigen. Und angesichts einer Wattiefe von 70 Zentimetern gerät der Pajero auch in Feuchtgebieten nicht so leicht ins Schwimmen. Dem bekannten 3,2 Liter großen Vierzylinder-Dieselmotor spendierten die Techniker eine zeitgenössische Common-Rail-Einspritzung. Damit hat das Triebwerk zwar ein weicheres Verbrennungsgeräusch, nach wie vor ist es aber akustisch stets präsent. Der Umwelt und dem Gesetzgeber zuliebe rollt der Pajero mit EU 4-Einstufung und serienmäßigem Partikelfilter zum Kunden. Den Sprint von null auf 100 km/h erledigt das SUV in 13,2 Sekunden. Maximal sind 177 km/h drin. Keine überragenden Werte, die angesichts eines Leergewichts von fast 2,4 Tonnen auch nicht erwartet werden dürfen, aber ausreichen, um zügig im Verkehr mitschwimmen zu können. Der Testverbrauch von 11,3 Litern ist Fahrzeuggröße und -gewicht angemessen, zumal bei verhaltener Landstraßenfahrt auch 9,5 Liter reichen. Die Leistungsentfaltung vollzieht sich frei von Temperamentsausbrüchen, aber mit konstantem und relativ druckvollem Schub, der schaltfaules Fahren ermöglicht. So kann man sich die langen Wege, die der Schalthebel beim Fahrstufenwechsel zurücklegt, sparen. Die 381 Newtonmeter maximales Drehmoment liegen bei 2000 /min an. Da kann der Fahrer auch einen 3,3 Tonnen schweren Anhänger an den Haken nehmen. Erfreulich ist die Bremsleistung des Mitsubishi: Bremswege unter 40 Metern verdienen in dieser Fahrzeugklasse Respekt. Ansonsten verhehlt der Pajero fahrdynamisch seine Gattung nicht: Kurven umrundet er mit deutlicher Seitenneigung, und die Lenkung operiert mit großen Lenkwinkeln. Wer bei hohem Tempo das Gas lupft, erlebt, wie das Heck kräftig zum Kurvenaußenrand schiebt und dankenswerterweise vom ESP abgefangen wird. Beim Fahrkomfort machen sich die verbesserte Feder-Dämpfer- Abstimmung und die um zehn Millimeter breitere Spur positiv bemerkbar. Bodenwellen und Schlaglöcher pariert der neue Pajero weniger poltrig als sein Vorgänger. Hinzu kommt, dass die Verwindungssteifigkeit der Karosserie spürbar gewonnen hat. Auch die Inneneinrichtung wirkt gediegener als bisher. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf, auch wenn die Schalter für die Traktionskontrolle und die Tankentriegelung etwas tief unterhalb der Lenksäule platziert sind. Kleiner Schönheitsfehler: Falten im Sitzbezug sollten bei einem Auto der 40 000- Euro-Liga nicht sein. Apropos Geld: Das Pajero-Offroad- Vergnügen beginnt für den Dreitürer bei 33 990 Euro. Für unseren fünftürigen Testwagen in der "Intense"-Version sind schon 41 790 Euro fällig. Dafür gibt es aber bereits zwei klappbare Zusatzsitze im Kofferraumboden, Klimaautomatik, Leichtmetallräder, CD-Radio und Kopfairbags. Was dagegen wirklich das Budget belastet, sind die hohen Versicherungseinstufungen, die sich auf dem Niveau von Sportwagen bewegen. Kleiner Trost: Denen fährt der Pajero dafür abseits der Straße auf und davon.

Fazit

Die Neuauflage des Pajero ist eine gekonnte Verfeinerung seines Vorgängers. Dabei blieb der rustikale Charakter erhalten, was den Mitsubishi wohltuend von manchem Schönwetter-SUV unterscheidet. Seine Geländequalitäten stellen anspruchsvolle Naturen ebenso zufrieden wie seine hohe Anhängelast von 3,3 Tonnen. Doch wer mit dem neuen Pajero ernsthaft liebäugelt, sollte über ein gut gefülltes Bankkonto verfügen. Vor allem die sehr hohen Versicherungsprämien reißen seinem Besitzer ein tiefes Loch in die Haushaltskasse.

Technische Daten
Motor 
ZylinderR4-Turbodiesel
Hubraum3200
Leistung
kW/PS
1/Min

118/160
3800 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
381
2000 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe5 Gang manuell
AntriebAllradantrieb, permanent
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbel. Scheiben
h: innenbel. Scheiben
Bereifungv: 265/60 R 18
h: 265/60 R 18
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)2265
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)13.2
Höchstgeschwindigkeit (km/h)177
Verbrauch 
Testverbrauch11.3l/100km (Diesel)
EU-Verbrauch9.3l/100km (Diesel)
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)k.A.

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