Mini Countryman (2017): Preis & Crashtest-Werte (Update) Countryman als Crashtest-Streber

von Thomas Geiger 31.05.2017
Inhalt
  1. Preis: Mini Countryman (2017) ab 26.500 Euro
  2. Mini Countryman im Crashtest
  3. Alle Preise des Mini Countryman
Eckdaten
Bauzeitraumseit 2017
AufbauartenLimousine
Türen4/5
Abmessungen4299/1822/1557
Leergewicht1440–1615 kg
Leistung136 bis 231 PS
AntriebsartenVorderrad/Allrad
Getriebeartenmanuell/Automatik
KraftstoffartenBenzin/Diesel/Hybrid
AbgasnormEuro 6
Grundpreis26.500 Euro

Wer so große Pläne wie der Mini Countryman (2017) hat, braucht auch Größe. Der bisher größte Serien-Mini aller Zeiten startet zum Preis ab 26.500 Euro. Im Crashtest des Euro NCAP schlägt er sich mit fünf Sternen in der Gesamtwertung vorbildlich.

Mit dem Mini Countryman (2017) zum Preis ab 26.500 Euro verabschiedet sich die Marke endgültig von ihrem Ideal möglichst kleiner Autos. Denn Mini will nicht länger nur mit Lifestyle punkten, sondern auch mit handfesten Fakten. Deshalb machen die Briten jetzt auch beim Mini Countryman Schluss mit lustig und blasen ihren kleinen Abenteurer zu einem vollwertigen City-SUV auf. Mit Mini hat der Maxi dann zwar nicht mehr viel zu tun, wenn er in der Länge um 20 und im Radstand um knapp acht Zentimeter zulegt, aber dafür bietet er jetzt fünf tatsächlich vollwertige Sitze und einen ordentlichen Kofferraum. Der ist bis zu 220 Liter größer als beim Vorgänger, fasst mindestens 450 Liter und lässt sich mit einer um 13 Zentimeter verschiebbaren und natürlich asymmetrisch geteilten Rückbank auf bis zu 1390 Liter erweitern. Mini hat jedoch nicht nur Platz geschaffen, sondern auch das Laden leichter gemacht: Die elektrische Heckklappe öffnet sich auf Wunsch auch berührungslos, zum Schutz der Ladekante gibt es eine Klappkonsole, die beim Picknick auch als Bank dient. Und damit Lademeister nicht den Überblick verlieren, bieten die Briten als neue Funktion von Mini Connected den so genannten 'Find Mate' an: Der zeigt an, ob mittels Bluetooth-Chips markierte Gegenstände alle an ihrem Platz sind und erinnert schusselige Fahrer, wenn sie Nebensächlichkeiten wie die Brieftasche oder den Kulturbeutel daheim vergessen haben. Die Anzeige erfolgt wie auf dem pfannkuchengroßen Zentral-Instrument des Mini Countryman (2017), das jetzt ebenfalls eine Neuerung erfährt: Zum ersten Mal kann man das Display auch wie einen Touchscreen bedienen und muss nicht mehr am Rändelrad zwischen den Sitzen fingern.

Fahrbericht Mini Countryman (2017)
Neuer Mini Countryman (2017): Erste Fahrt  

Countryman wächst über sich hinaus

Mini Countryman (2017) im Video:

 
 

Preis: Mini Countryman (2017) ab 26.500 Euro

Auch unter der Haube geben sich die Briten plötzlich ziemlich vernünftig. Zwar fällt in jedem zweiten Satz noch immer die Floskel vom Go-Kart-Feeling und mit je zwei Benzinern und zwei Dieseln von 136 bis 192 PS, von denen selbst der langsamste 197 km/h schafft, fährt der Mini Countryman (2017) den meisten anderen City-SUV locker davon. Doch weil selbst Verbrauchswerte von bestenfalls 4,3 Litern offenbar noch zu hoch sind und ihnen vor allem Amerikaner und Chinesen auf den Füßen stehen, gibt es bei Mini jetzt zum ersten Mal einen Plug-In-Hybrid. Der stammt, wie übrigens auch die anderen Motoren, die Achtgang-Automatik und der effizientere Allrad-Antrieb vom braven Münchner Plattformbruder 2er Active Tourer und kombiniert den 136 PS starken Dreizylinder-Benziner im Bug mit einem E-Motor an der Hinterachse. So steht der Mini Cooper S E Countryman All4 (2017) mit einer Systemleistung von 224 PS und einem gemeinsamen Drehmoment von 385 Nm zumindest bis zum Debüt des Countryman John Cooper Works an der Spitze der Leistungstabelle. Aber man kann mit dem Teilzeitstromer nicht nur flotter beschleunigen als mit den anderen Modellen, sondern auch bis zu 40 Kilometer weit rein elektrisch fahren und so den Verbrauch theoretisch auf 2,1 Liter drücken. So wird der größte Mini aller Zeiten zugleich auch zum sparsamsten. Apropos Größe: Maxi ist beim Mini Countryman (2017) nicht nur das Format, sondern auch der Preis. Denn für die 20 Zenteimeter mehr Länge verlangen die Briten knapp 2.500 Euro Aufschlag und starten deshalb mit dem Countryman Cooper jetzt erst bei 26.500 Euro.

Fahrbericht Mini Cooper S E Countryman (2017)
Neuer Mini Cooper S E Countryman (2017)  

Countryman setzt Mini unter Strom

 

Mini Countryman im Crashtest

Mit fünf Sternen bewertet das Euro NCAP den Mini Countryman (2017) im Crashtest. Das ist die Bestnote! Zu meckern gibt es wenig: Bei Frontalcrashs droht erwachsenen Insassen ein marginales Verletzungsrisiko im Bereich der Brust. In dieser Kategorie erlangt das SUV demnach 90 Prozent. Mit einem Wert von 80 Prozent sind auch Kinder im Mini Countryman im Falle eines Unfalls sehr sicher. Für ein etwas größeres Kind (10 Jahre) besteht lediglich die Gefahr einer Nackenverletzung im Falle eines Aufpralls. Der Fußgängerschutz liegt dank aktiver Motorhaube bei 64 Prozent. Kritische Stellen sind hier nur der obere Bereich der Front und die A-Säulen des Wagens. In Sachen Assistenzsysteme schneidet der Countryman beim Crashtest mit 51 Prozent ab. Hier fällt vor allem die fehlende Spurführung ins Gewicht.

 

Alle Preise des Mini Countryman

Mini Countryman (2017)Preis
1,5-Liter-Benziner, 136 PSab 26.500 Euro
2,0-Liter-Benziner, 192 PSab 29.900 Euro
Countryman S E Hybrid, 224 PSab 35.900 Euro
2,0-Liter-Diesel, 150 PSab 29.500 Euro
2,0-Liter-Diesel, 190 PSab 33.900 Euro

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