Vergleich Mini-SUV: Peugeot 2008 vs. Opel Mokka - Bilder / technische Daten Kleine Größen

27.05.2013

Auch das Segment der Mini-SUV- und Crossover-Modelle wächst beständig: Wo Opel mit dem Mokka vorpreschte, zieht Peugeot jetzt mit dem neuen 2008 nach. Erster Vergleich

Erst waren es nur die Motoren, jetzt sind die Karosserien dran. Downsizing lässt inzwischen auch die SUV-Modelle schrumpfen. Gründe dafür gibt es genug: Die weniger ausladenden Abmessungen erleichtern die Parkplatzsuche, die günstigeren Anschaffungspreise schonen die Haushaltskasse. Das Gleiche gilt für die niedrigeren Verbräuche. Doch was bleibt übrig? Eine Frage, der sich Opel Mokka und der neue Peugeot 2008 bei ihrem ersten Aufeinandertreffen stellen müssen.

Zweifellos reichen 4,28 (Opel) und 4,16 Meter (Peugeot) lange Karosserien aus, um vier oder fünf Personen bequem unterzubringen. Doch dabei gibt es Unterschiede: Der Opel, mit hoher Gürtellinie in klassischer SUV-Optik, wirkt innen luftiger und bietet eine etwas höhere Sitzposition als der Peugeot, den die Franzosen als „Urban Crossover“ verstanden wissen wollen. Vor allem auf der Mokka-Rückbank finden die Passagiere deutlich großzügigere Platzverhältnisse vor als im 2008. Der Franzose verfügt zwar im Gegensatz zu seinem Technik-Spender 208 über ein höhergelegtes Fahrwerk, tendiert im Design aber eher in Richtung Kombi als SUV.

 

Die Bessere Bedienung bietet der Peugeot

Kein Wunder, soll er doch in der Modellpalette die Nachfolge des Kleinkombis Peugeot 207 SW antreten. Beim maximalen Gepäckvolumen trifft der Blitz den Löwen: 356 bis 1372 Liter fasst der Deutsche, während die Spanne beim Franzose mit 360 bis 1194 Litern etwas kleiner ausfällt. Dafür schwenkt im 2008 beim Umlegen der Rücksitzlehne die Sitzfläche automatisch vor – im Nu entsteht eine ebene Ladefläche. Der Opel-Eigner muss hierfür die Sitzfläche separat von Hand umlegen.

Wie im Peugeot 208 befinden sich im 2008 die Armaturen oberhalb des Lenkrads. Das ist je nach Statur und der daraus resultierenden Sitzsowie Lenkradeinstellung gewöhnungsbedürftig, weil unter Umständen Teile der Armaturen verdeckt werden können. Ansonsten aber liegen Schalter und Bedientasten gut zur Hand. Im Opel verlangt die Tastenflut auf der Mittelkonsole nach einer Eingewöhnungsphase. Der Dreh-Drücksteller für die Navigationsbedienung ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, da zur Bestätigung der Außenring gedrückt werden muss. Pfiffig: Im Gallier kann der Fahrer die Kindersicherung für die Fondtüren per Drucktaste im Armaturenbrett aktivieren.

Unter der Haube des Peugeot 2008 arbeitet ein 1,6 Liter großes Aggregat mit 120 PS, der Opel bringt es bei gleichem Hubraum auf 115 PS. Das reicht für den Verkehrsalltag allemal aus, doch der Peugeot fühlt sich etwas spritziger an. Er soll laut Werk in 9,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen, der Mokka lässt sich für diese Übung drei Sekunden mehr Zeit. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit ist der Löwe dem Blitz mit maximal 196 km/h um 26 km/h voraus. Die schlechtere Aerodynamik – der Opel ist zehn Zentimeter höher als der Peugeot – fordert hier ebenso ihren Tribut wie beim Verbrauch. So soll sich der 2008 mit 5,9 Liter Super pro 100 Kilometer zufrieden geben, während der Opel Mokka nach 6,5 Litern verlangt.

Beide Mini-SUV sind mit Fünfgang-Getrieben bestückt. Die Opel-Schaltbox gefällt allerdings mit deutlich präziseren Schaltvorgängen. Während der Rüsselsheimer in anderen Motorisierungen mit Allradantrieb erhältlich ist, setzt Peugeot bei seinem Crossover 2008 ausschließlich auf Frontantrieb. Ausflügen ins leichte Gelände sei der Franzose aber nicht abgeneigt, betonen die Verantwortlichen und verweisen auf 16 Zentimeter Bodenfreiheit und die serienmäßige „mud & snow“-Bereifung sowie das „Grip Control-Paket“ (ab 250 Euro und Ausstattung Allure). Damit lässt sich per Wahlschalter auf dem Mitteltunnel die Charakteristik der Antriebsschlupfregelung je nach Untergrund beeinflussen. So baggert sich der kleine Löwe auch eine verschlammte Steigung hinauf.

Auf der Straße geht er spürbar zackiger um die Ecken als der Mokka, fällt aber beim Komfort infolge seiner Niederquerschnitts-Reifen (205/50 R 17 V) gegenüber dem Opel ab – der Mokka verarbeitet grobe Asphaltverwerfungen deutlich geschmeidiger. In Sachen Assistenzsystemen punktet der Rüsselsheimer ebenfalls: Eine Frontkamera zur Verkehrsschilderkennung in Kombination mit einem Spurwechselwarner bietet nur er.

19.600 Euro rufen die Franzosen für den 120 PS starken und lediglich in der höchsten Ausstattungslinie Allure erhältlichen 2008 auf. CDRadio, Klimaautomatik, Licht- und Regensensor sowie Leichtmetallräder sind in dieser Ausstattung bereits Serie.

Der Opel startet in der Basisversion Selection ab 18.990 Euro, ebenfalls einschließlich Klimaanlage und CD-Radio. Alu-Felgen gibt es ab Werk erst in der höherwertigen Edition-Version (ab 20.985 Euro). Mit diesen Preisen bewegen sich beide auf Kompaktwagen-Niveau, lassen aber einen Hauch von Freiheit und Abenteuer durch die neue Fahrzeuggattung der Mini-SUV wehen – Downsizing hin oder her.

TECHNIK
   

OPEL MOKKA
PEUGEOT 2008 120 VTi
Motor 4-Zylinder, 4-Ventiler 4-Zylinder, 4-Ventiler
Hubraum 1598 cm³ 1598 cm³
Leistung 85 kW / 115 PS
bei 6000 /min
88 kW / 120 PS
bei 6000 /min
Max. Drehmoment 155 Nm
bei 4000 /min
160 Nm
bei 4250 /min
Getriebe 5-Gang, manuell 5-Gang, manuell
Antrieb Vorderrad Vorderrad
Fahrwerk v.: McPherson-Federbeine,
Querlenker, Stabilisator;
h.: Verbundlenkerachse, Federn, Dämpfer, Stabilisator; ESP plus
v.: McPherson-Federbeine, Querlenker, Stabilisator;
h.: Verbundlenkerachse, Federn, Dämpfer; ESP
Reifen 205/70 R 16 H 205/50 R 17 V
L/B/H 4278 / 2038 / 1658 mm 4159 / 1739 / 1556 mm
Radstand 2555 mm 2538 mm
Leergewicht 1254 kg 1351 kg
Kofferraumvolumen 356 – 1372 l 360 – 1194 l
MESSWERTE
   
0 - 100 km/h¹ 12,5 s 9,5 s
Höchstgeschwindigkeit¹ 170 km/h 196 km/h
EU-Verbrauch¹ 6,5 l S/100 km 5,9 l S/100 km
CO2-Ausstoß¹ 153 g/km 135 g/km
KOSTEN    
Grundpreis 18.990 Euro 19.600 Euro
¹ Werksangaben

Elmar Siepen

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