MG ZT 260 MG ZT 260

30.11.2006

Mehr Power fürs Geld hat sich MG auf die Fahnen geschrieben und pflanzt den Ford-Mustang-V8 in den Rover 75. Damit der Fahrspaß nicht zu kurz kommt, wurde das Auto auf Heckantrieb umgebaut

Kein Hersteller ist derzeit so gut für eine ÿberraschung wie MG Rover: Nach der Vorstellung eines in Indien entwickelten und gefertigten Kleinwagens, dem Geschwindigkeitsweltrekord für Kombifahrzeuge auf dem Salzsee in Utah und der Ankündigung des vierten Facelifts für den Rover 45 demonstriert der größte unabhängige Autohersteller Englands uns nun ein weiteres Kunststück: den Umbau einer auf Komfort ausgelegten Limousine mit Quermotor und Frontantrieb zu einem kernigen Kraftsportler mit längs eingebautem V8 und Hinterradantrieb. Der Rover 75 mutiert zum MG ZT 260.

Sein Motor stammt aus den USA, wo Rover schon einmal, Ende der 60er, einen V8 erwarb. Damals wurden die Briten bei Buick fündig, jetzt dient Ford als Organspender. Der 4,6-Liter-V8 stammt aus dem Mustang. Er ist ein hemdsärmeliger Typ, trinkfest und stimmgewaltig. Er hat wenig Lust auf hohe Drehzahlen und nicht gerade die feinsten Umgangsformen. Aber er produziert jede Menge Drehmoment und passt gut zum kernigen Charakter des MG ZT. Die Kraft flieÿt über ein mächtiges, schwer zu schaltendes Fünfgang-Getriebe an die Hinterräder. ESP gibt?s nicht, dafür ein Sperrdifferenzial. Das ist britischer Sportsgeist in Reinkultur.
Doch wer ein Powercar erster Güte erwartet, sieht sich getäuscht. Der stärkste Serien-MG legt beinahe den Charakter eines groÿen Diesels an den Tag und tut sich oberhalb von 210 km/h so schwer, dass die Höchstgeschwin-digkeit selbst auf freier Strecke eher ein theoretischer Wert ist.

Die zu lange Getriebeübersetzung zwingt dazu, die bärige Zugkraft bei niedrigen Drehzahlen zu nutzen. Der ZT 260 hat Talent zum Cruisen, nicht zum Heizen. Doch selbst bei ruhiger Fahrweise benötigt er 15 Liter auf 100 Kilometern. Auch Fahrwerk und Lenkung erfordern Nehmerqualitäten. Die Federung filtert nur gröbste Schläge heraus. Satte Straÿenlage stand bei der Abstimmung im Vordergrund. Der präzisen Lenkung wird niemand zu große Leichtgängigkeit vorwerfen. Doch auch sie harmoniert mit dem knorrigen Charakter. Ein ZT V8 mit 390 PS wird vorbereitet. MG Rover ist wirklich zu allem fähig.

AUTO ZEITUNG

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