Mercedes-Rückruf (April 2017): R1234yf Mercedes soll 134.000 Autos zurückrufen

von AUTO ZEITUNG 27.04.2017
Inhalt
  1. R1234yf: KBA fordert Mercedes zum Rückruf auf (April 2017)
  2. Mercedes-Rückruf Februar 2017
  3. Störung der Servolenkung
  4. Möglicher Bruch von Achsschrauben

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat Mercedes im April 2017 aufgefordert, 134.000 Autos in die Werkstätten zu rufen. Grund für den Rückruf: Das Kältemittel der Klimaanlagen soll gegen R1234yf getauscht werden. Betroffen sind A-, B-, C- und S-Klasse sowie SL und CLA. Mercedes hat gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt.

Wegen des Kältemittels in der Klimaanlage muss Mercedes deutschlandweit knapp 134.000 Autos zurückrufen. Das fordert zumindest das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Der Grund: Die betroffenen Fahrzeuge sind noch mit dem mittlerweile für Neuwagen verbotenem Kältemittel R134a ausgerüstet. Das KBA fordert von Mercedes die alte Chemikalie zu entfernen und stattdessen die Nachfolger-Substanz R1234yf einzufüllen. Mercedes selbst hat laut einem Sprecher aber bereits Widerspruch gegen die Forderung eingelegt. Von der Rückruf-Aktion betroffen sind die Modelle der A-, B-, C-, S-Klasse sowie SL und CLA, die im ersten Halbjahr 2013 produziert wurden. Bisher hatte sich der Konzern gegen das neue Kältemittel gesperrt. In eigenen Tests soll das Kältemittel zu Bränden im Motorraum unter Freisetzung giftiger Stoffe geführt haben.

 

R1234yf: KBA fordert Mercedes zum Rückruf auf (April 2017)

Erst im März 2017 betraf eine weltweite Rückrufaktion von Mercedes rund eine Million Fahrzeuge, darunter Autos der A-, B-, C- und E-Klasse, sowie die Modelle CLA, GLA und GLC. Grund für den Rückruf ist eine mögliche Motor-Blockade, die bei erneutem Startversuch zu einer Überhitzung des Startstrom-Begrenzer führen könne. Im schlimmsten Fall würde dies zu einem Brand im Motorraum führen. Dieser Defekt kann bei Autos der Modelljahrgänge 2015 bis 2017 auftreten, wobei in Deutschland etwa 150.000 Autos betroffen sind. Mercedes-Modelle aus den USA werden in einer Stückzahl von etwa 300.000 Fahrzeugen zurück in die Werkstatt gerufen.

 

Mercedes-Rückruf Februar 2017

Bei A-, B-, C- und E-Klasse, sowie CLA, GLA und CLC ist es in rund 50 Fällen zum Schmelzen von Plastikverkleidungen im Motorraum der betroffenen Modelle gekommen, hin und wieder auch zu Rauchentwicklung und Feuer. Im Juni 2016 erfuhr Mercedes erstmals von den Vorkommnissen, entschied sich aber erst im Februar 2017 aufgrund möglicher Sicherheitsmängel für eine Rückrufaktion. Das Umrüsten der betroffenen Fahrzeuge ist indessen nur Makulatur. Laut einem Daimler-Sprecher kann der Defekt durch den Einbau einer neuen Sicherung binnen einer Stunde behoben werden.

 

Störung der Servolenkung

Schon Anfang Februar mussten neun Baureihen zurück in die Werkstatt: Bei der C-Klasse, der E-Klasse (Coupé), der S-Klasse und dem SL kann laut Mercedes-Pressesprecher eine fehlerhafte Verschweißung im Steuergerät zum Ausfall der Servolenkung kommen. Hier sind die Modelle aus dem Zeitraum August 2012 bis Oktober 2015 betroffen. Der Austausch dauert laut Mercedes rund 3,5 Stunden. Der zweite Rückruf betrifft die Modellreihen Mercedes ML, GL, GLE (Coupé) und GLS aus dem Produktionszeitraum Juli 2014 bis September 2016. Leichte und stillsitzende Beifahrer können vom Sensor unter Umständen als Kindersitz interpretiert werden, sodass in der Folge der Beifahrer-Airbag deaktiviert wird. Hier kann ein halbstündiger Software-Update das Problem lösen.

 

Möglicher Bruch von Achsschrauben

Ebenfalls bei Mercedes ML, GL, GLE (Coupé) und GLS – produziert in der Zeit vom Juli 2014 bis September 2016 – sowie bei der Mercedes R-Klasse (September 2014 bis März 2015) müssen die Achsschrauben sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse ausgetauscht werden. Hier kann es zu einem Bruch der Schrauben kommen. Für den Austausch sind drei Stunden vorgesehen.

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