Mercedes-Maybach S 600: Tuning von Brabus Brabus-Sänfte mit 900 PS

von Michael Strathmann 12.04.2017

Eine 350 km/h schnelle Luxussänfte: Außen weiß wie die Unschuld, erlebt der Passagier im 900 PS starken Mercedes-Maybach S 600 alias Brabus Rocket 900 sein blaues Wunder!

Bitte alle als unübertrefflich geglaubten Luxuskarren vergessen, Brabus toppt es eh: Mit dem Brabus Rocket 900. Es ist der Name für einen wahrlich abgespacesten Umbau auf Basis des Mercedes-Maybach S 600 – 33 Zentimeter länger als eine gewöhnliche Mercedes S-Klasse. Alles – und damit meinen wir wirklich alles – haben die Spezialisten von Brabus mit hellblauem Leder überzogen. An der einen Stelle glatt, an einer anderen abgesteppt oder von einem dem vielen Carbon-Dekors im Brabus Rocket 900 unterbrochen. Wer in die blaue Wohlfühl-Oase des Mercedes-Maybach S 600 gelangen möchte, steigt über rot beleuchtete Brabus-Einstiegsleisten und findet den roten Farbton in den zig kleinen LED im Dachhimmel der Luxuslimousine wieder. Wer das Glück hat, im Brabus-gepimpten Mercedes-Maybach S 600 hinten Platz nehmen zu dürfen und sich tatsächlich mal am blauen Leder satt gesehen hat, kann den Blick auf die Apple-Tablets des Brabus-iBuiness-Pakets richten. Allzu viel Zeit für Arbeit oder Spiele auf den Tablets wird es im Brabus Rocket 900 aber nicht geben. Dafür ist der Mercedes-Maybach S 600 von Brabus einfach viel zu schnell: Der 6,3 Liter V12 Biturbo im Bug ist Ergebnis aller Ingenieurskunst, die Brabus aufzubieten weiß. Mehr zum Thema: Brabus Rocket 900 im Fahrbericht

Top-7 Brabus (Video):

 
 

Mercedes-Maybach S 600 als Brabus Rocket 900

Das Serienaggregat des Mercedes-Maybach S 600 hat die Tuningschmiede aus Bottrop um 0,3 Liter auf insgesamt 6,3 Liter Hubraum aufgebohrt, die Kurbelwelle aus dem Vollen gefräst und mit längerem Hub versehen und anschließend feingewuchtete Pleuel und größere Schmiedekolben hinterhergejagt. Mercedes-Maybach S 600 alias Brabus Rocket 900 machen aber erst zwei neue Turbolader mit größerer Verdichtereinheit und Turbine so richtig Beine. Die derart angeschaufelte Luft kann durch größere Downpipes mit 80 Millimeter Durchmesser wieder entweichen. Im Abgastrakt des Mercedes-Maybach hat Brabus auch aufgeräumt, staudrucksenkende Katalysatoren und eine Klappen-Sportauspuffanlage verbaut. Neue Kennfelder für Einspritzung, Ladedruck und Zündung runden die Komplettbearbeitung des V12-Kraftpakets im Brabus Rocket 900 ab: 900 PS (Serie: 530 PS) und 1500 Newtonmeter maximales Drehmoment stehen abschließlich zu Buche. Damit zieht die Brabus-frisierte Luxussänfte namens Mercedes-Maybach S 600 mit einer nahezu unerträglichen Lockerheit am Serien-Benz vorbei, klettert über die 300er Marke und schafft in der Spitze 350 km/h – trotz 2,8 Tonnen Leergewicht! Hamburg – Berlin in einer Stunde, bitte schön! Mehr zum Thema: Der C 63 S als Brabus C650

Mehr zum Thema: Das Brabus Rocket 900 Coupé

Brabus Rocket 900: 900 PS und 350 km/h Spitze

Da darf der Brabus Rocket 900 – von der weißen Lackierung mal abgesehen – auch optisch den Muskelprotz raushängen lassen, provoziert durch hauteng anliegenden Front- und Heckschürzen und den matt-schwarz lackierten 21-Zoll-Schmiederädern. Die stehen übrigens dank Brabus'scher "Manipulation" des originalen Luftfahrwerks satt in den Radhäusern, 25 Millimeter ging es tiefer. Trotz Tieferlegung bügelt das Magic Body Control auch weiterhin die Straßen glatt, was dem Passagier hinten im Mercedes-Maybach S 600 die nötige Ruhe gibt, den abgespacesten Innenraum des Brabus Rocket 900 in vollen Zügen zu genießen!

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