Mercedes AMG GT und GT S: Bilder und technische Daten zum Supersportler Star Wars: Episode II

10.09.2014

Er ist das Sportwagen-Highlight auf dem diesjährigen Autosalon Paris 2014: Der SLS-Nachfolger Mercedes AMG GT. Bei diesem durchtrainierten Sportler mit 4,0-Liter-V8-Herz kann sich der Porsche 911 warm anziehen

Die Manufaktur AMG gilt seit ihrer Gründung 1967 als Schmiede der schärftsten Modell mit einem Stern auf der Haube. Es dauerte allerdings über 40 Jahre bis Mercedes die Affalterbacher mit einer Komplettentwicklung eines Fahrzeugs beauftragte. Den damit verbundenen hohen Erwartungen konnten die Motorsport-Experten vollends gerecht werden und sie sogar übertreffen: Mit dem SLS AMG stieg Mercedes in den Olymp der kompromisslosen Supersportwagen auf. Jetzt steht der Nachfolger Mercedes AMG GT 2015 in den Startlöchern und will den Porsche 911 nach seiner über 50-jährigen Herrschaft endgültig vom Sportwagen-Thron stoßen.

 

Mercedes AMG GT 2014: Bilder und technische Daten

Noch stärker als sein Vorgänger SLS soll dem AMG GT die Symbiose aus maximaler Fahrdynamik und gediegenem Komfort gelingen. Charaktereigenschaften, die bis dato keiner so gut in Einklang zu bringen wusste wie der Porsche 911. Eine Elfer-Kopie ist der Mercedes AMG GT mitnichten: Seine lang gezogene, schnörkellose Motorhaube sowie die stark nach hinten gerückte Pilotenkanzel erinnern in keinster Weise an die ureigene Form des Elfers, denn vielmehr an einen Silberpfeil. So wie es sich für einen echten Mercedes-Motorsportler gehört.

Für lästige Flügelschläge hat der neue Durchstarter keine Zeit. So verzichet der SLS-Nachfolger auf Flügeltüren und auch bei der Karosserie setzten die Affalterbacher den Rotstift an. Mit 4,55 Metern misst der AMG GT fünf Zentimeter kürzer als der SLS, identisch sind die Breitenmaße. Unter der kompakteren Bauweise haben die Insassen allerdings nicht zu leiden. Ganz im Gegenteil: Ausstaffiert mit feinsten und perfekt verarbeiteten Materialien beweist das Interieur, das im GT mehr Luxus á la Mercedes steckt, als das sportliche Äußere vermuten lässt.

Dennoch trägt er den genetischen Code eines kompromisslosen Sportwagens. An erster Stelle ist der intern M178 genannte 4,0-Liter-V8-Biturbo zu nennen, den die AMG-Manufaktur komplett neue entwickelte und der uns bereits im Vorfeld begeisterte. Im GT leistet das Kraftpaket 462 PS. Brachiale 510 PS setzt der Biturbo im GT S frei und soll ihn in 3,8 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Der Top-Speed liegt bei 310 km/h. Über alledem wird der kommende Black Series stehen, der aktuell noch fleißig getestet wird. Ebenso in der Planung: Ein Sechszylinder-GT, der die Modellreihe nach unten abrundet.

Doch ein Motor allein macht noch keinen Supersportler aus. Gut, dass der Mercedes GT auch die Kriterien für hohe Agilität und dynamische Fahreigenschaften erfüllt: Neben einem Sportfahrwerk kann der Sportler auch mit einer Transaxle-Bauweise aufwarten, bei der ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe die Kraft an die Hinterräder weiterleitet und eine fast ausgewogenen Gewichtsverteilung mit etwas mehr Hecklast begünstigt (47 zu 53 Prozent). Wo wir gerade beim Gewicht sind: Der GT bringt rund 150 Kilo weniger auf die Waage als sein Vorgänger. Dass das Fliegengewicht in rasante Kurvenfahrten nicht den Halt verliert garantiert ein Sperrdifferential an der Hinterachse. Arbeitet es im GT rein mechanisch schraubt die elektronische Sperre im GTS den Grenzbereich noch höher.

Der Öffentlichkeit präsentieren sich die beiden Modelle Mercedes GT und GTS Anfang Oktober auf dem Pariser Salon 2014. Ungefähr zeitgleich nimmt Mercedes ab dem 6. Oktober Bestellungen entgegen. Aktuell hüllen sich die Schwaben zum Thema Preis noch in Schweigen. 120.000 Euro für den GT und 10.000 Euro Aufpreis für den GT S sind realistisch. Die Auslieferung der Racer erfolgt im März 2015.

Das erste offizielle Video sorgt schon jetzt für kribbelnde Gänsehaut.
 

Michael Gorissen

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