Mercedes EQ (2019): Erste Fotos Heißt das Mercedes Elektro-SUV EQC?

von Lena Reuß 23.02.2017
Inhalt
  1. Elektro-SUV von Mercedes könnte EQC heißen
  2. Studie EQ zeigt wie Elektro-SUV aussieht
  3. Marktstart für den EQ ist frühestens 2019

Mercedes will mit einer neuen Plattform bis 2025 zehn Modelle elektrifizieren und als "EQ" in einer Modellfamilie zusammenfassen. Der erste könnte das Elektro-SUV mit dem Namen EQC sein. Den Prototyp haben wir jetzt auf einer Testfahrt in Schweden erwischt.

Unter dem Label “EQ” soll schon 2019 das erste Mercedes Elektro-SUV an den Start gehen, möglicherweise utner dem Namen EQC . Die ersten Fotos vom Prototypen zeigen auf den ersten Blick nur eine Mule in Form des aktuellen GLC. Doch das eigentlich spannende ist wohl, was unter dem Blech vor sich geht, denn dort testen die Schwaben ihre neue Elektro-Plattform EVA. Die soll eine neue Architektur bieten, die in jeder Dimension flexibel ist und vom Radstand über die Spurweite bis zur Batteriekapazität und der Motorleistung weitgehend frei skaliert werden kann, sodass bis 2025 zehn Modelle des Autobauers elektrifiziert werden sollen. Eines davon wird der GLC sein. Und so bestätigt auch der Erlkönig die Vermutungen, die bereits seit einiger Zeit kursieren: Der Mercedes EQC (2019) wird einige Gene des Mercedes GLC erben. Das ist auch nicht verwunderlich, schließlich kündigten die Schwaben vor einiger Zeit an den ersten EQ in Bremen zu bauen und wie ist der Zufall will, ist dies auch der Heimat-Standort des SUVs. Dass es sich beim Erlkönig auch wirklich um den Mercedes EQ (2019) handelt, erkennt man erst beim genauen Hinsehen. So fehlen dem Modell beispielsweise die Endrohre, gleichzeitig sind Schweller und Stoßfänger extra abgeklebt, was darauf hinweist, dass es hier etwas zu verbergen gibt. Natürlich wird der EQC eine eigene Form bekommen. Wie die aussehen könnte, zeigte bereits die Studie Mercedes Generation EQ auf dem Autosalon Paris 2016.

Mercedes Modellpalette bis 2016 im Video:

 
 

Elektro-SUV von Mercedes könnte EQC heißen

"Jetzt legen wir den Schalter um", versprach dort Daimler-Chef Dieter Zetsche und kündigte eine Elektro-Offensive an, mit der die Schwaben alle Fahrzeugsegmente von der Kompakt- bis zur Luxusklasse abdecken wollen. Als Vorboten dieser neuen Zeit rollte Mercedes die Studie "Generation EQ" auf mächtigen 21-Zöllern ins Rampenlicht des Pariser Autosalons. Auf den ersten Blick eine Art GLC Coupé von übermorgen, soll der aalglatte Viersitzer ohne Türgriffe oder Spiegel die Messegäste einstimmen auf ein "elektrifiziertes Design", das ganz neue Stilmerkmale zeigt. Außen ist das vor allem die schwarz verglaste Frontpartie, die den einstigen Kühlergrill nur noch als blaue Illumination kennt und auch den großen Stern mit weißen Leuchtdioden nachbildet. Und innen ist das eine coole Cockpitlandschaft fast ohne Schalter und Knöpfe. Stattdessen gibt es im Generation EQ ein virtuelles Cockpit, das breiter ist als in der neuen E-Klasse und Touchscreens, wo man auch hinschaut: Egal ob im Lenkrad, auf der schwebenden Mittelkonsole oder in den Türkonsolen – überall reicht ein Fingertipp auf einen Bildschirm und der EQ ist zu Diensten. Nur auf die traditionelle Sitzverstellung in den Türen wollten die Schwaben offenbar nicht verzichten. Unter der coolen Karosse steckt eine Plattform, die mit einem intelligenten Mix aus Stahl, Aluminium und Karbon die Schere zwischen Kosten und Gewicht eng geschlossen hält und Platz bietet für eine skalierbare Antriebs-Architektur. Der Preis für den Generation EQ soll in etwa auf dem Niveau eines gut ausgestatteten GLC liegen, was dann ungefähr 70.000 Euro wären.

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Studie EQ zeigt wie Elektro-SUV aussieht

Mit der maximalen Auslegung bestückt, kommt der EQ (2019) mit zwei Motoren auf 408 PS und 700 Newtonmeter, die einen Sprint von 0 auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden ermöglichen. Die Akkupacks im Wagenboden haben eine Kapazität von 70 kWh und sollen für bis zu 500 Kilometer reichen. Einmal leergefahren, lassen sie sich induktiv oder an der Steckdose mit den unterschiedlichsten Systemen laden. Dabei reichen dem Generation EQ im besten Fall fünf Minuten, um den Strom für 100 Kilometer nachzutanken. Zwar nennt Daimler-Chef Zetsche das autonome Fahren neben der Connectivity, dem Sharing-Gedanken und der Elektrifizierung des Antriebs als eine der vier Säulen, auf die sich Mobilität bei Mercedes künftig stützen wird. Doch vom vollständigen Autopiloten ist beim Generation EQ noch nicht die Rede. Stattdessen will Mercedes die Fahrerassistenz weiter ausbauen und die Freizeit für den Fahrer so zumindest schrittweise erhöhen. Dabei setzen die Schwaben neben der intelligenten Fusion der Sensordaten vor allem auch die dreidimensionalen Karten des Providers HERE, den sie zusammen mit Audi und BMW vor Jahresfrist gekauft haben und der für Generation EQ zum ersten Mal eine Landkarte in Echtzeit bereitstellt.

 

Marktstart für den EQ ist frühestens 2019

Auch wenn Mercedes mit der elektrischen Intelligenz unter dem Label "EQ" den Schalter umlegen will, wird es noch etwas dauern, bis in Stuttgart das Licht der Elektromobilität so richtig hell erstrahlt, denn die Serienversion des Mercedes Generation EQ kommt erst 2019 mit dem EQC. Bis dahin beschränkt sich das Elektro-Portfolio der Schwaben auf den smart electric drive. Doch langfristig will Zetsche EQ zu einem umfassenden elektrischen Ökosystem machen: "Unsere neue Marke geht deshalb weit über das E-Fahrzeug hinaus und steht für ein umfassendes Portfolio aus Services, Technologien und Innovationen."

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