KAUFBERATUNG MERCEDES GL (X 166): Alle Motoren, Ausstattungen, Preise Kaufberatung: Mercedes GL 2013 (X 166)

25.02.2013

Mercedes GL: Sieben Sitze, üppiges Raumangebot, Luxus pur – mehr SUV geht bei Mercedes nicht. Welche Sonderausstattung außerdem mit rein muss, erfahren Sie in unserer Kaufberatung

Für deutsche Parkhäuser und Spritpreise ist der Der Neue GL bei seiner Premiere in New York 2012 definitiv nicht gedacht, mit dem Fullsize-SUV im Big Mac-Format möchte Mercedes-Benz vor allem US-amerikanische Autokäufer ansprechen. Deutsche Kunden reizt der große GL – rational betrachtet – eigentlich nur dann, wenn sie auf der Suche nach hervorragender Geländetauglichkeit sind, gepaart mit überirdischem Raumangebot, serienmäßiger Siebensitzer-Konfiguration und Mercedes-typischem Komfort-, Sicherheits- und Luxus-Anspruch. Eine enge Zielgruppe also, die sich überdies auch nicht daran stören sollte, dass man mit dem GL tatsächlich des Öfteren zu breit für ganz normale deutsche Parklücken ist.

 

DIESEL? ODER GLEICH DER AMG?

Unsere erste Empfehlung gilt deshalb also eindeutig dem Park-Assistenten mit 360-Grad-Kamera, der einem redlich dabei hilft, den gewaltigen Mercedes GL in kniffligen Situationen zu verorten. Selbstverständlich sollten auch alle aktuellen Fahrassistenz- und Sicherheits-Systeme an Bord sein: Wer Auge in Auge mit dem mindestens rund 73.000 Euro teuren GL tatsächlich noch wegen ein paar 1000 Euro hadert, hat sich vielleicht doch in der Gewichtsklasse verhoben.

Verständlich eigentlich, denn der große Mercedes-Geländewagen hat verführerische Reize: So komfortabel gleitet sonst nur eine S-Klasse über die Autobahn, das majestätische Einherschreiten auf Landstraßen sorgt für sofortige Tiefenentspannung, und beim Blick in den sagenhaft großen Kofferraum bekommen Lademeister und Großfamilien-Väter feuchte Augen. Und wenn sich dann die dritte Sitzreihe auf Knopfdruck surrend aufrichtet, weil ein ganzer Kindergeburtstag mitfahren möchte, kennt die Begeisterung keine Grenzen.

Doch auch wenn Mercedes für den 258 PS starken Einstiegs-V6-Diesel verkraftbare acht Liter pro 100 km als Verbrauchsschnitt angibt, wird aus dem GL in diesem Leben keine moderate Familienkutsche mehr. Wer es sich leisten kann, sollte unserer Meinung nach deshalb sowieso gleich zum Mercedes GL 500 greifen: Der V8-Biturbo-Benziner wirkt einfach souveräner, spritziger und luxuriöser, während der Diesel die zweieinhalb Tonnen des Mercedes GL spürbar als Aufgabe empfindet. Nur Viel- und Langstreckenfahrer könnten die deutlich größere Reichweite des GL 350 BlueTEC als wohltuend empfinden.

Der Wuchtbrumme: Alle Fakten zum GL 63 AMG ist wiederum für all jene, die ihren Big Mac immer mit Bacon und Extra-Käse nehmen: Emotionaler Boller-Sound, beinahe absurder Dampf in jeder Lage – das macht einfach Spaß. Womit das Wesentliche auch schon besprochen wäre.

 

FAZIT

Der GL ist teuer, überbordend groß und opulent ausgestattet, eine S-Klasse fürs Gelände. Sinnvoll mit dem Diesel, harmonisch mit dem Benzin-V8, lustvoll als AMG. Und rational eigentlich nie.
Johannes Riegsinger

AUTO ZEITUNG

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