Mercedes F400 Carving Schnittig ums Eck

29.11.2006

Juli 2002: Der Beiname “Carving” deutet an, was sich hinter der Fahrwerkstechnik dieses Forschungswagens verbirgt: Zwei seiner Räder verhalten sich in Kurven stets so wie die “Carver” auf den Skipisten, um ein Höchstmaß an Tempo und Dynamik zu erzielen

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Sie neigen sich zur Seite und fahren auf einem speziell für Kurven optimierten Laufstreifen des Reifens, der sich durch besonders hohen Reibwert auszeichnet und somit für optimale Fahrstabilität sorgt. Maximal 20 Grad beträgt der variable Sturzwinkel, den das computergesteuerte System des F 400 Carving jeweils nur bei den kurvenäußeren Rädern einstellt. Die Reifen an der Kurveninnenseite bleiben -- ebenso wie die Karosserie - in Normalposition.

Die aktive Sturzverstellung ist das Ergebnis eines langjährigen Forschungsprojekts, das mit Computersimulationen und Prüfstandsversuchen begann. Jetzt ist es reif für die Praxisforschung. Der F 400 Carving dient den Stuttgarter Automobilingenieuren als rollendes Forschungslabor. Mit dem offenen Zweisitzer wollen sie die Potenziale der neuartigen Fahrwerkstechnologie weiter erforschen und neue Wege für die Fahrwerkstechnik künftiger Personenwagen aufzeigen.

Bereits die Ergebnisse der ersten Testfahrten und Messungen sind vielversprechend: Im Vergleich zu heutigen Pkw-Fahrwerken lassen sich durch die aktive Sturzverstellung des F 400 Carving bei Kurvenfahrt bis zu 30 Prozent höhere Seitenführungskräfte und bis zu 15 Prozent höhere Längskräfte erzielen. In Zahlen: Beträgt die maximale Seitenkraft am Rad bei einem Sturz von Null Grad normalerweise rund 6200 Newton, so steigt dieser Wert bei -10 Grad Sturz auf etwa 6900 Newton und bei -20 Grad sogar auf rund 7800 Newton.

Mit der aktiven, computergesteuerten Sturzverstellung und dem asymmetrischen Reifenkonzept sind die Ingenieure von DaimlerChrysler ihrem Ziel ein großes Stück nähergekommen, die vorbildliche Fahrsicherheit und Fahrdynamik künftiger Modelle noch weiter zu verbessern. Doch dabei stehen sie erst am Anfang eines vielversprechenden Forschungsprojekts, denn die innovative Technologie bietet neben größerer Querbeschleunigung und vorbildlicher Kurvenstabilität auch in anderen Fahrsituationen beachtliche Vorteile:

Bei Schleudergefahr durch Unter- oder Übersteuern bringt das System kurzzeitig eines oder mehrere Räder in eine genau berechnete Schrägneigung, erhöht dadurch die Seitenführungskräfte und stabilisiert das Auto. Damit bietet die aktive Sturzverstellung das Potenzial einer noch wirksameren ESP

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