Mercedes E-Klasse und Konkurrenten + Weltexkusiv: neue Mercedes E-Klasse +

07.07.2010

Ab Frühjahr 2009 soll die neue Mercedes E-Klasse beweisen, wer in diesem Markt-Segment den Ton angibt. Technik, Komfort, Sicherheit – der neue Oberklasse-Daimler wird so gut wie nie. Exklusive Vorstellung und die schärfsten Konkurrenten im Überblick

Den 4. Juli 2001 wird man in Stuttgart so bald nicht vergessen. AUTO ZEITUNG veröffentlichte die ersten Bilder der neuen Mercedes E-Klasse. Aufgenommen am Rande von Dreharbeiten zum Hollywood-Streifen Men in Black II im Central Park in New York. Und schon wieder hat es klick gemacht. Hier sind die ersten Bilder der nächsten Generation – ungetarnt und ohne Computer-Nachhilfe.

Eigentlich müsste sie ja B-Klasse heißen, die erfolgreiche Mercedes-Baureihe mit dem großen E im Typenschild. Die Nomenklatur im Reich der Sternenträger sieht zwar anders aus. Trotzdem: Daimlers Oberklasse ist das Synonym des Business-Mobils schlechthin – B wie Business eben.

Neues Vier-Augen-Gesicht

Egal ob als elfenbeinfarbenes Taxi, ob als kraftvoll dieselnder Marathonläufer im harten Außendienstler-Einsatz oder als pfeilschnelles, 514 PS starkes Statussymbol mit dem Kürzel 63 AMG auf dem Heckdeckel. Traditionell deckt die weit gespreizte E-Klasse-Palette die Wünsche von Geschäftskunden perfekt ab.

Damit das so bleibt, wird die Anfang 2002 vorgestellte und im Jahr 2006 überarbeitete Generation der aktuellen Baureihe W211 im Frühjahr 2009 ein Nachfolger ablösen, der die bislang gepflegten Stärken der E-Klasse perfektionieren soll: Sicherheit, Komfort und ein breit gefächertes Motorenangebot. Das Kreativ-Team um den scheidenden Mercedes-Designchef Peter Pfeiffer hat das bekannte Vier-Augen-Gesicht neu interpretiert.

Die nochmals stärker gepfeilte Frontpartie wird künftig von eckigen statt ovalen Scheinwerfern dominiert. Ein in Wagenfarbe lackierter Steg zwischen den Lampenabdeckungen sowie große Kühllufteinlässe geben dem E-Klasse-Bug mehr Dynamik. Komplett neu gestaltet ist auch die viel schärfer konturierte Seitenlinie.

Eine schwungvolle Kante oberhalb der hinteren Radläufe soll den Hinterradantrieb betonen. Dabei hält sich das Größenwachstum in Grenzen. Die Länge legt nur um rund fünf Zentimeter auf insgesamt gut 4,91 Meter zu, um den Respektabstand zur 5,08 Meter langen S-Klasse zu wahren. Eine ganze Reihe aufwendiger Sicherheitssysteme wird für die neue E-Klasse erhältlich sein.

Dazu gehören der aus der S-Klasse bekannte, in Zusammenarbeit mit Bosch entwickelte Nachtsichtassistent Night Vision, der dank Infrarottechnik selbst bei schlechtester Sicht ein klares Bild liefert, sowie ein neuer Spurhalteassistent, der bei ungewollten Abweichungen von der Strecke den Fahrer warnt und darüber hinaus via ESP-Steuerung sogar aktiv eingreifen kann.

Das Sicherheitssystem PRE-SAFE wird um weiterentwickelte Gurtstraffer ergänzt, die zu hohe Rückhaltkräfte verhindern und die Insassen so vor Verletzungen schützen sollen. Zudem überwachen neue Radarsensoren den sogenannten toten Winkel, also den für den Piloten uneinsehbaren Bereich schräg hinter dem Fahrzeug. Ebenfalls neu an Bord sind serienmäßige Knieairbags für die Vornsitzenden.

Adaptives Dämpfungssystem

Technisch rücken die neue E-Klasse und die aktuelle C-Klasse enger zusammen als bisher. Die prinzipiell ähnliche Architektur wird dem längeren und schwereren Oberklassemodell allerdings angepasst. Aus der C-Klasse stammt beispielsweise das elektronisch geregelte, adaptive Dämpfungssystem, dessen Kennlinien sich permanent der jeweiligen Fahrsituation anpassen. Auch bei der Motorenpalette wird die Verwandtschaft deutlich.

Sowohl die neue E-Klasse als auch die C-Klasse wird mit einer neuen Generation von Vierzylinder-Common-Rail-Dieseln bestückt. Der exakt 2143 Kubikzentimeter große Selbstzünder (OM651) geht unter der Verkaufsbezeichnung E 200 CDI (136 PS), E 220 CDI (170 PS) und E 250 CDI (204 PS) an den Start. Speziell die stärkste Variante dürfte für Aufsehen sorgen. Das maximale Drehmoment von satten 500 Newtonmetern fällt um 25 Prozent höher aus als bislang.

Hinzu kommen der 211 PS kräftige 3,0-Liter-Sechszylinder E 300 CDI Bluetec und der hubraumgleiche E 320 CDI mit 252 PS. Auf der Benziner-Seite stehen zunächst fünf Triebwerke zur Verfügung, die ein Leistungsspektrum von 184 bis 388 PS abdecken. Die Nachfolge des bislang 514 PS kräftigen AMG-Modells ist derzeit noch offen. Die Leistungsexperten in Affalterbach wollen eine deutliche Verbrauchsreduzierung erreichen.

Ihre Publikumspremiere feiert die neue, intern W212 genannte Baureihe auf dem Genfer Automobilsalon (5. bis 15. März 2009). Die Markteinführung erfolgt kurz darauf. Das beliebte T-Modell wird Ende 2009 ersetzt. Die technisch nicht mehr an der C-, sondern an der neuen E-Klasse angebundenen Nachfolger des CLK laufen künftig folgerichtig als E-Klasse Coupé (Mai 2009) und als E-Klasse Cabriolet (Oktober 2009) vom Band. Erst 2011 wird ein weiteres Derivat abgelöst: das viertürige Coupé CLS. Wir dürfen gespannt sein, welcher neue Name den Stuttgartern dazu einfällt.
Stefan Miete

AUTO ZEITUNG

Zmarta Autokredit
Autokredit

Jetzt den günstigsten Autokredit finden

Tags:
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.