Mercedes C-Klasse Coupé (2016): Fahrbericht C-Klasse für Junggebliebene

10.11.2015

Mit dem neuen Coupé wird die Mercedes C-Klasse endlich richtig emotional. Im ersten Fahrbericht treffen die bewährten Stärken der Mittelklasse aus Stuttgart auf jugendliche Dynamik.

Es klingt zwar ein bisschen holprig und spätestens bei der dritten Wiederholung gefährlich einstudiert: Doch wenn Mercedes-Entwicklungschef Thomas Weber über das neue Coupé der C-Klasse spricht, kann er gar nicht oft genug „cool“ sagen. Schließlich will der Zweitürer, der zu Preisen ab 35.581 Euro kurz vor dem Jahresende die „Traumwagen-Kollektion von Mercedes“ (Weber) erweitert, nicht nur die eleganteste und sportlichste C-Klasse aller Zeiten sein. Sondern auch die jüngste und jugendlichste. Und um diesen Eindruck zu stützen, wird sich selbst ein Vorstand doch mal der Jugendsprache bedienen dürfen. Dabei sind solche Wortklaubereien gar nicht nötig. Denn das Coupé spricht eigentlich für sich selbst: Die Linien straff, die Proportionen knackig und die Kehrseite eine Kunst – wenn man sich von einem Mercedes diesseits des GT bereitwillig überholen lässt, nur um ihm verträumt hinterher zu schauen, dann ist es dieser. Und dabei geht es Baureihenchef Christian Früh gar nicht nur um das Design. Sondern so, wie eine schöne Frau nicht nur angeschaut werden will, so will auch das Coupé an die Hand genommen und zu einem heißen Tanz gebeten werden.

Im Mercedes C-Klasse Coupé trifft Coolness auf Dynamik

Und es lässt sich dabei nicht lange bitten: Wenn der Sportauspuff zum Beispiel im C 300 lustvoll gurgelt und der 245 PS starke Benziner mit seinen maximal 370 Newtonmeter kräftig ausschreitet, dann wird das Coupé tatsächlich zum Jungbrunnen und selbst der älteste Sack am Steuer fühlt sich beim Asphalt-Ballett noch einmal voller Kraft und Saft. Das liegt nicht allein an der Verve, mit der das Coupé antritt und an den kurzen 6,0 Sekunden, nach denen es Tempo 100 erreicht hat. Und erst recht nicht an den 250 km/h Spitze, die es mühelos schafft. All das kann die jeweils rund 2.000 Euro günstigere Limousine schließlich auch. Sondern für diesen Effekt haben Frühs Entwickler auch sonst einiges getan: Man kauert in Sportsitzen, die nicht nur kräftiger ausgeschnitten sind und mehr Seitenhalt bieten, sondern die auch 20 Millimeter näher am Bodenblech montiert sind. Sie haben das in dieser Klasse konkurrenzlose Luftfeder-Fahrwerk noch einmal 15 Millimeter abgesenkt und die unterschiedlichen Charaktere stärker differenziert.

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