Mercedes B-Klasse Facelift im Fahrbericht: B 200 CDI 4Matic mit Allrad Perfektionist mit Charme

10.11.2014

Erste Ausfahrt im Mercedes B 200 CDI 4Matic: Der Kompakt-Van hat eine Modellpflege erhalten und ist nun erstmals in einer Allradvariante mit Diesel verfügbar. Facelift im Fahrbericht

Der Start war holprig, aber inzwischen läuft es für die Mercedes B-Klasse mehr als rund: Während das frühere A-Klasse-Derivat mit Sandwich-Boden (2005-2011) wegen seines kantigen Designs und der nutzwertorientierten Ausstrahlung häufig geschmäht, von seinen Fahrern aber für die hohe Funktionalität und den bequemen Einstieg heiß geliebt wurde, hat sich die zweite Generation (ab 2012) zum heimlichen Star im Mercedes-Modellprogramm gemausert: Große Variabilität, Alltags-Unkompliziertheit und Komfort verbinden sich hier mit knackigem Design und sportiver Verbindlichkeit.

 

Mercedes B-Klasse Facelift: Ausfahrt im B 200 CDI 4Matic

Die B-Klasse ist die Allzweck-Waffe für wertkonservative Kunden, denen ein durchdachtes Fahrzeug-Konzept genauso wichtig ist wie Prestige. Doch sie zieht zunehmend auch Kunden an, die ein gut gemachtes Familienauto ohne Pampers-Aura suchen. Exakt in dieser Schnittmenge geht die B-Klasse nach einer sanften überarbeitung wieder in den Konkurrenzkampf mit neuen Segment-Herausforderern wie dem VW Golf Sportsvan oder dem BMW 2er Active Tourer.

Wer die neue B-Klasse kommen sieht, erlebt freilich keine großen Überraschungen, schließlich wurde das bisherige Design durchaus als recht gefällig empfunden. Lediglich die Chromspangen an Front- und Heckschürze geben einen dezenten Hinweis auf die Modellgeneration 2014. Das optionale AMG-Paket beeindruckt mit sportivem Biss sowie großen Rädern, und die Ausstattungsvarianten Style (595 Euro) oder Urban (839 Euro) sortieren das Angebot schon einmal vor.

Die Tagfahrleuchten sind nun in die Hauptscheinwerfer integriert, und bei der Wahl der empfehlenswerten und fast zum Schnäppchenpreis angebotenen LED-Performance-Scheinwerfer (1041 Euro) dürfen auch die Heckleuchten in moderner LED-Optik glänzen. Zarte Modulierungen also, die sinnvoll und schön sind, das bisherige Modell aber nicht allzu alt aussehen lassen.

Auch im Innenraum setzt sich diese Philosophie fort, die ganze Variabilität – umklappbare Beifahrersitzlehne, längs- und neigungseinstellbare Fondsitze, praktisch höheneinstellbarer Kofferraumboden – wird beibehalten. Hinzu kommen nur kleine Metall-Applikationen, die die Wertigkeit steigern, ein spürbar dynamischeres Instrumenten-Ensemble mit Farb-Display, schickes Ambiente-Licht (143 Euro) und ein neues Comand-System mit großem Acht-Zoll-Monitor. Also auch hier nur eine geschmackvolle Überarbeitung, die ohne große Operationen auskommt, der B-Klasse aber neue Frische verleiht.

Die Rolle des bezahlbaren Allroundtalents im Modellprogramm wird von Mercedes dagegen an einer anderen Stelle ganz besonders unterstrichen: Während die Dienstwagen-verdächtigen Limousinen der C- und E-Klasse ja gern den Einsatz auf großen Autobahn-Routen abdecken, sind Privathand-Stars wie die B-Klasse deutlich vielseitiger unterwegs.

Da für Fahrer der Mittelgebirgslagen jedes Jahr ein zupackender Allradantrieb schlagartig an Attraktivität gewinnt, haben die Stuttgarter an genau dieser Ecke nachgelegt: Während es den hauseigenen 4Matic-Antrieb bisher nur mit Benzinmotor gab, wird die segensreiche Allrad-Option (Aufpreis zwischen 2200 und 440 Euro inklusive des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes) nun mit insgesamt vier Motorvarianten gepaart.

Bei der ersten Fahrt im 136 PS starken B 200 CDI glänzt der Allradantrieb durch Unauffälligkeit – allerdings gewinnt der kleine Van auf regennasser Fahrbahn im kurvenreichen Stuttgarter Hinterland spürbar an Sicherheit und Traktion. Mit geringem Verbrauch, freundlichem Handling und kompetentem Antrieb angenehm unterwegs sein – die B-Klasse wird so noch mehr ganz sie selbst.

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Unser Fazit

Der neue 4Matic-Allradantrieb macht die detailverliebt überarbeitete B-Klasse noch vielseitiger – unser Urteil: empfehlenswert!

Johannes Riegsinger

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