Mercedes A 45 AMG: 360 PS starker Kompaktsportler für Genf 2013 Angriff mit Weltrekord

13.02.2013

Die meisten Sportler müssen bis zu ihrem ersten Weltrekord lange trainieren, wenn sie ihn überhaupt jemals aufstellen. Der Mercedes A 45 AMG ist anders: Er beginnt seine Karriere direkt mit einem Bestwert

Bis vor wenigen Monaten standen Fahrer einer Mercedes A-Klasse nicht im Verdacht, besonders großen Wert auf Sportlichkeit zu legen. Mit der neuen Generation der A-Klasse ist allerdings alles anders, denn mit den Vorgängern hat der Kompaktsportler aus Stuttgart nichts mehr zu tun – flach, breit und dynamisch wird nun ein ganz neues Publikum ins Visier genommen.

 

Mercedes A 45 AMG: 360 PS starker Kompaktsportler für Genf 2013

Vor diesem Hintergrund überrascht es auch nicht, dass sich Haustuner AMG erstmals mit einem besonders scharfen Ableger der A-Klasse beschäftigen sollte. Was dabei herausgekommen ist, wird auf dem Genfer Autosalon 2013 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und trägt den Namen Mercedes A 45 AMG. Selbstbewusst postulieren die Schwaben, mit ihrem Kompaktklasse-Erstlingswerk die etablierte Konkurrenz aus Bayern in die Schranken weisen zu können.

Die 45 stellt dabei nicht wie üblich einen Hinweis auf den Hubraum dar, sondern ist als Remineszenz an den 45. Geburtstag von AMG zu verstehen. Seine Leistung von satten 360 PS schöpft der neue A45 AMG schließlich aus nur 1991 Kubikzentimeter Hubraum, was dem Vierzylinder mit TwinScroll-Turbolader und bis zu 1,8 bar Ladedruck zu einer beeindruckenden Literleistung von 181 PS pro Liter Hubraum verhilft

Diese Daten machen den AMG-Vierzylinder zum stärksten Serien-Vierzylinder der Welt, was nur durch ein komplexes Technik-Paket möglich wird: Das Triebwerk mit Vollaluminium-Kurbelgehäuse und Schmiedekolben verfügt über strahlgeführte Benzindirekteinspritzung mit zentral in den Brennräumen platzierten Piezo-Injektoren. Mehrfacheinspritzung und Mehrfachfunkenzündung tragen nicht nur zur enormen Kraftausbeute bei, sondern ermöglichen auch außergewöhnliche Effizienz: Im EU-Zyklus fließen nur 6,9 bis 7,1 Liter auf 100 Kilometer durch die vier Brennräume.

Während die braven Variante der A-Klasse serienmäßig nur die Vorderräder antreiben, wären selbige mit den 360 PS des Mercedes A 45 AMG zumindest in manchen Situationen heillos überfordert. Die ebenso einleuchtende wie bewährte Antwort auf dieses Problem heißt Allradantrieb und gehört unter den Kompaktsportlern diverser Hersteller längst zum guten Ton.

Die Hinterräder werden mit Hilfe einer ins Getriebegehäuse integrierten Power Take-off Unit (PTU) mit Kraft versorgt, was eine eigene Ölversorgung überflüssig macht und Gewicht spart. Allerdings wird der Mercedes A45 AMG erst dann zum Allradler, wenn die elektrohydraulisch gesteuerte Lamellenkupplung Schlupf an der Vorderachse erkennt. Die dafür zuständige Pumpe ist stets aktiv und verspricht kurze Reaktionszeiten, wenn bis zu 50 Prozent der Kraftreserven an die Hinterachse geschickt werden sollen.

Kombiniert wird der Allradantrieb 4Matic mit einem AMG Speedshift DCT 7 genannten 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das den Fahrer mit spontanen Gangwechseln ohne Zugkraftunterbrechnung, drei Fahrprogrammen und Zwischengasfunktion unterstützt. Mit Hilfe der Schaltpaddle am Lenkrad können auch manuelle Gangwechsel eingeleitet werden, wenn der Fahrer besonders dynamisch unterwegs sein möchte.

Dank des Kraftpakets unter der Haube und der guten Traktion des Allradantriebs lässt sich die A-Klasse von AMG in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo beschleunigen. Vorder- und Hinterachse wurden für höhere Kurvengeschwindigkeiten und ein direkteres Lenkgefühl umfangreich überarbeitet, bei besonders dynamischer Fahrweise profitieren die Kunden auch von einer leistungsfähigeren Bremsanlage. Die Höchstgeschwindigkeit wird wie üblich auf 250 km/h limitiert.

Verkauft wird der neue Mercedes A 45 AMG ab 8. April, die ersten Kunden sollen den Kompaktsportler im Juni 2013 erhalten. Zum Preis macht AMG noch keine Angaben, ein Grundpreis von etwa 47.500 Euro erscheint aber realistisch.

Benny Hiltscher

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