Mercedes 190 E 2.3-16V von Niki Lauda Legendärer Lauda-190er (E 2.3-16V)

von Alexander Koch 28.06.2017

Evo I und II sind unbestreitbare Ikonen der W-201-Baureihe, doch dass sie ihren Ursprung schon 1983 im Mercedes 190 E 2.3-16V haben, wissen wohl die wenigsten. Sein ersten großen Auftritt hatte der schwäbische M3-Konkurrent auf dem Nürburgring, mit Formel-1-Legenden wie Niki Lauda am Steuer. Rückblick!

Als 1983 das Tuch vom neuen Mercedes 190 E 2.3-16V zieht, beginnt eine neue Zeitrechnung im ewigen Duell mit BMW. Schließlich ist es das erste Mal, dass die Schwaben dem M3-Konkurrenten aus München offen den Kampf ansagt. Man kann es wohl mit Fug und Recht als Glücksfall bezeichnen, dass quasi zeitgleich zur Markteinführung des potenten C-Klasse-Vorläufers auch die neugestaltete Formel-1-Strecke am Nürburgring eingeweiht werden und eine ganz besondere Veranstaltung darauf aufmerksam machen soll. Weshalb Mercedes kurzerhand ein Wettrennen über zwölf Runden mit 21 umgebauten 190 E 2.3-16V ins Leben ruft – mit prominenter Besetzung: Stars wie Alain Prost, Keke Rosberg und Niki Lauda, aber auch aufgehenden Sterne wie Ayrton Senna sollen sich einen Kampf auf Augenhöhe liefern, dem Sieger winkt ein nigelnagelneuer Mercedes 190 E 2.3-16V in Dunkelblau. Wie die 21 Teilnehmer des Rennens am Nürburgring, hat auch das Serienmodell einen Cosworth-Reihenvierzylinder mit 2,3 Litern Hubraum, das den Benz mit seinen strammen 185 PS in nur 7,9 Sekunden auf Tempo 100 und schließlich auf eine Spitze von 231 km/h katapultiert. Was sich aber Mercedes gut bezahlen lässt: Zwar gehören zur Serienausstattung zum Neupreis von sagenhaften 52.212 D-Mark deutlich aerodynamischere Front- und Heckspoiler, Alufelgen sowie eine Sportausstattung, bestehend aus Sportsitzen, Servoelenkung, Anzeigen für Öldruck und -temperatur sowie Stoppuhr. Weitere Annehmlichkeiten wie ABS, Airbags, Schiebedach, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber kosten hingegen extra. Bei den Farben stehen eh nur zwei Farben zur Wahl: Grau und Blau.

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Das Rennen am Nürburgring im Video:

 

Schaukampf mit dem Mercedes 190 E 2.3-16V

Jene Farben, die auch die 21 Rennwagen bekleiden, die 1984 an den Start zu Füßen der Nürburg rollen. Fast serienmäßig und doch stark verändert: Die angetriebene Hinterachse erhielt nämlich ein Differential, die Alufelgen Rennreifen von Pirelli und die Vorderachse eine Vierkolben-Festsattelbremse. Die Auspuffanlage musste abspecken und ist dank fehlender Vor- und Mittelschalldämpfer ohrenbetäubend laut. Eine breitere Spur, eine Tieferlegung um fünf Millimeter und härtere Federn wie Dämpfer runden die Maßnahmen an der Karosserie ab, während das Interieur mit knallharten Rennaccessoires ausgestattet wird. Anstelle der normalen Sportsessel machen sich Schalensitze mit Sechspunktgurten breit, die Rennprofis kurbeln an einem verkleinerten Sportlenkrad und werden durch einen Überrollkäfig geschützt. Feuerlöscher, Notaus und Haubenschnellverschlüsse sind obligatorisch! Schließlich ist hier ein Rennen zu fahren, das die Formel-1-Piloten tatsächlich auch absolut ernst nehmen. Erfuhr sich Prost im Qualifying noch die Pole, während Senna und Lauda auf den Plätzen folgten, kehrt sich die Reihenfolge im Rennen um. Senna gewinnt noch vor Lauda den Schaukampf am Nürburgring, der eigentlich keiner ist. Das unbeschriebene Blatt war plötzlich jemand, ähnlich wie der nun allseits bekannte Mercedes 190 E 2.3-16V!

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