Mazda in Deutschland: Rückblick auf 40 Jahre Highlights der Modell-Historie

03.01.2013

Historie: Mazda steht in Deutschland seit jeher für innovative und zuverlässige Autos zum fairen Preis. Klingt nach wenig Emotionen? Von wegen... Die Highlights aus 40 Jahren

Wer kennt ihn nicht, den Mazda MX-5? Den gerade vier Meter langen Roadster sieht man an der Küste wie in den Bergen, in der Stadt und auf dem Land. Und sein Fahrer hat stets ein Lächeln auf dem Gesicht, in der einen Hand das griffi ge Lenkrad, in der anderen den ultrakurzen, knackig geführten Schalthebel. Diesen kleinen Spaßmacher muss man einfach lieben.

Nicht umsonst wurde er fast eine Million Mal gebaut - er ist der meistverkaufte offene Flitzer weltweit. Auch wenn die dritte Generation gerade ein Facelift bekommt - konzeptionell blieb sich der MX-5 seit 1989 immer treu. Doch er ist bei Weitem nicht das einzige Highlight, das uns Mazda in den vergangenen 40 Jahren beschert hat.

 

Mazda: ZUVERLÄSSIGKEIT UND GUTES PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS

Von einem solchen Verkaufsschlager wie dem MX-5 hätten die ersten sieben deutschen Mazda-Mitarbeiter 1972 nur träumen können. In ihrem Showroom in Hilden bei Düsseldorf standen zu dieser Zeit kompakte Brot-und-Butter-Autos wie die Modelle 1000 und 1300. Die japanische Marke Mazda – immerhin schon 1920 gegründet - war hierzulande noch unbekannt. Ein guter Ruf musste sich erst erarbeitet werden. Der verbreitete sich spätestens mit der ersten Generation des 323 von 1977.

Der Japaner im Golf-Format kostete damals gerade 8500 Mark und überzeugte die Kunden durch seine hohe Zuverlässigkeit und begründete den guten Preis-Leistungs-Nimbus. Es folgten fünf weitere Erfolgsgenerationen des 323, bis 2003 der Mazda 3 die Verantwortung als Golf-Gegner übernahm. Aus der  323-Familie schon jetzt legendär: die Fließheckversion 323F der vierten Generation mit Klappscheinwerfern und dynamischerem Design. Den Nachfolger gab es ab 1994 sogar mit Zweiliter-Vierventil-Sechszylinder und 144 PS unter der Haube - wohlgemerkt in der Golf-Klasse.

Mehr Auto-Themen: Der kostenlose Newsletter der AUTO ZEITUNG

Dieser Flüster-V6 war schon aus der Oberklasse bekannt. Denn Anfang der Neunziger bot Mazda mit den Xedos-Modellen (Xedos 6 und Xedos 9) spannende Alternativen zu 626 und 929 an. Der AUTO-ZEITUNG-Redaktion ist besonders der superleise und üppig ausgestattete Xedos-6-Dauertester in bester Erinnerung. Der Einstieg in die Mazda-Welt begann zu dieser Zeit aber mit dem 121, dessen zweite Generation bei vielen wohl noch als "Ei“ oder "Knutschkugel“ im Gedächtnis ist. Auch wenn der Winzling mit seinem guten Platzangebot und dem Stoff-Faltdach viele Fans in Deutschland fand - so viel Aufmerksamkeit wie der große Sechser einige Jahre später bekam selbst der 121 nicht.

Als Zoom-Zoom-Pionier legte der erste Mazda 6 2002 einen Glanzstart hin und verkaufte sich in den ersten vier Jahren über eine Million Mal weltweit. Mit völlig neuer Designsprache, mehr Sportlichkeit und immer noch fairem Preis-Leistungs-Verhältnis gelang Mazda so ein glänzender Sprung ins 21. Jahrhundert.

 

KONSEQUENTE WEITERENTWICKLUNG DES WANKELPRINZIPS

Mit über die Jahrtausendwende nahm Mazda auch ein absolutes Ausnahmekonzept: einen Sportwagen mit Wankelmotor. Als Spielwiese für neue Technologien, Imageträger und Emotionsbotschafter rangierten die RX-Sportwagen seit 1979 stets am oberen Ende der  Preisliste. Mit dem 2003 vorgestellten und bis zum Sommer 2012 gebauten RX-8 erreichte die Evolution des Kreiskolbenmotors ihren vorläufi gen Höhepunkt. Begonnen hat die Geschichte 1961 mit einem Vertrag, den Mazda und NSU zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Wankel-Prinzips unterzeichneten. 1967 präsentierten die Japaner ihr erstes Wankelauto, den Cosmo Sport. Seitdem hat Mazda weltweit knapp zwei Millionen Fahrzeuge mit Rotationskolbenmotor verkauft. Die Nachteile des höheren Verbrauchs konnten in dieser Zeit gemildert werden. Und dass trotz hoher Leistungsausbeute kein Zweifel an der Haltbarkeit bestehen muss, demonstrierte der 700 PS starke 787B beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Nach knapp 5000 Kilometern im Renneinsatz kam er 1991 als bisher einziger Japaner als erster ins Ziel.

Ist mit der Einstellung des RX-8 der Wankel jetzt Geschichte? Keineswegs. Schon 2013 soll es in Japan einen Elektro-Mazda in  Kleinserie geben mit einem Wankelmotor als Range Extender. Mit der Umstellung auf Direkteinspritzung feilt man in Hiroshima zudem weiter an der Zukunft des Wankels, der dann hoffentlich auch das passende Umfeld findet: Für einen rassig gestylten Sportwagen der Moderne gibt es bei Mazda bereits erste Entwürfe.
Markus Schönfeld

AUTO ZEITUNG

Tags:
Diagnosegerät
 
Preis: EUR 9,99 Prime-Versand
Alkoholtester
 
Preis: EUR 16,99 Prime-Versand
SONAX AntiFrost KlarSicht
UVP: EUR 18,48
Preis: EUR 13,50 Prime-Versand
Sie sparen: 4,98 EUR (27%)
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.