Maserati Quattroporte 2013: Fahrbericht zum V8 mit Allradantrieb Der neue Quattroporte

18.12.2012

Downsizing-V8, Biturbo, Allrad, mehr Platz – der neue Edel-Italiener kann vieles besser als der alte. Wie schlägt er sich im ersten Fahrbericht?

Der Fiat-Konzern stellt sich neu auf. Während die Hauptmarke fast nur noch im Kleinwagensegment mitmischt, soll die schöne Tochter Maserati in der Ober- und Luxusklasse für Furore sorgen. Dort spielte der alte Quattroporte nur eine Außenseiterrolle: Bei schickem Design fehlte es an Platz und motorischer Vielfalt.

 

Maserati Quattroporte 2013: V8 mit Allradantrieb in Fahrt

Jetzt haben es die Italiener eilig: Der gerade erst vorgestellte Maserati Quattroporte 2013 kommt schon im Januar zu den Händlern – mit deutlich mehr Platz, optionalem Allradantrieb sowie neuen Motoren mit 410 und 530 PS. Später sollen sogar Diesel und Hybrid-Varianten folgen (siehe Interview). Das Ziel von Maserati-Chef Harald Wester: 2015 will er 15.000 Quattroporte verkaufen.

Die neue Motorengeneration wurde gemeinsam mit Ferrari entwickelt und wird in Maranello gebaut: Den V6 mit 3,0 und den V8 mit 3,8 Liter Hubraum befeuern in alter Maserati-Tradition zwei Turbolader. Die Kraft wird stets über eine Achtstufen-Wandlerautomatik von ZF übertragen – optional auf alle vier Räder. Obwohl damit keine Transaxle-Bauweise möglich ist, soll trotzdem eine optimale Gewichtsverteilung von 50 zu 50 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse erreicht werden.

Das 530-PS-Triebwerk überzeugt durch gewaltigen Vortrieb und kernigen Sound. Im anwählbaren Sportmodus reagieren Motor, Getriebe, Fahrwerk und Lenkung noch schärfer, und auch die Geräuschkulisse sorgt für mehr Gänsehaut. Trotz seiner Größe stürzt sich der Maserati erstaunlich leichtfüßig in Kurven – ebenfalls eine Folge des um rund 100 Kilogramm reduzierten Gewichts. Der heckbetont ausgelegte Allradantrieb gibt zusätzliche Sicherheit, ebenso wie die präzise arbeitende Lenkung.

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Der Längenzuwachs von 16 Zentimetern kommt besonders der Beinfreiheit im Fond und dem Kofferraum zugute. In der zweiten Reihe fühlen sich jetzt auch erwachsene Chefs wohl, das Gepäckabteil fasst standesgemäße 530 Liter.
Klaus Uckrow

Fazit: Beim neuen Quattroporte mit V8 stimmen Platz, Leistung und Verarbeitung. Manko sind die fehlenden modischen Assistenzsysteme.

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2011 hat Maserati weltweit rund 6200 Autos verkauft, 2015 sollen es schon 50.000 Auslieferungen sein. Ist das Ziel realistisch?
Harald Wester: Aber selbstverständlich, absolut! Ich bin natürlich kein Prophet, wenn es um die Konjunktur für Luxusautos in den nächsten Jahren geht. Unser Wachstum ergibt sich aber allein durch die neuen Märkte wie China, die wir erschließen, und vor allem durch unsere neuen Modelle: den neuen Quattroporte, der im Januar startet, den kleineren Ghibli, der im zweiten Quartal 2013 kommt und das SUV Levante, das wir zu Beginn der zweiten Hälfte des Jahres 2014 einführen.

Der Ghibli tritt gegen Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse an. Rechnen Sie sich Chancen aus?
Exklusive Alternativen sind überall gefragt. Mit dem neuen V6-Biturbo steht uns ein sportliches und effizientes Triebwerk zur Verfügung, mit dem wir gegen die dynamischen Limousinen im Segment antreten. In Europa läuft in dieser Klasse aber nichts ohne Dieselmotor. Deshalb wird der Ghibli der erste Maserati mit Selbstzünder sein. Im Konzern stehen uns ja entsprechende Triebwerke mit sechs Zylindern zur Verfügung.

Was soll der neue Quattroporte zu den Verkäufen beisteuern?
2015 rechne ich mit rund 15.000 Auslieferungen. Er gehört zu den modernsten, aber auch effizientesten Fahrzeugen seiner Klasse. Und durch den gewachsenen Innenraum ist der Quattroporte auch als Chauffeursfahrzeug voll einsetzbar. Das ist für manche Märkte – etwa Japan und China – ein ganz wesentliches Kriterium. Ein Diesel und ein Hybrid sind ebenfalls geplant.

Schnell wachsende Marken haben oft Qualitätsprobleme ...
Wir werden ganz sicher keine solchen Probleme haben. Unser neues Werk in Turin hat mit der alten Bertone-Fabrik nichts mehr zu tun, sondern gehört sicherlich zum Modernsten, was es auf diesem Sektor heute weltweit gibt. Und mit 50.000 produzierten Autos pro Jahr sind wir immer noch kein Massenhersteller.

TECHNIK
 

Maserati Quattroporte (2013)
Motor V8-Zylinder, 4-Ventiler, Bi-Turbo, Direkteinspritzung
Hubraum 3798 cm³
Leistung 390 kW / 530 PS bei 6800 / min
Max. Drehmoment 710 Nm bei 2250 - 3500 / min
Getriebe 8-Gang-Automatik
Antrieb Allrad, permanent
Fahrwerk v.: Doppelquerlenker, Federn, Stabilisator;
h.: Mehrfachlenkerachse, Federn, Stabilisator;
rundum: adaptive Dämpfer, MSP(ESP)
Bereifung v.: 245/45 R20;
h.: 285/30 R20
L/B/H 5262 / 1948 / 1481 mm
Radstand 3171 mm
Leergewicht 1900 kg
Kofferraumvolumen 530 l
FAHRLEISTUNGEN
 
0-100 km/h 4,7 s (Werksangabe)
Höchstgeschwindigkeit 307 km/h (Werksangabe)
EU-Verbrauch 11,9 l SP/100 km (Werksangabe)
CO2-Ausstoß 278 g/km (Werksangabe)
KOSTEN  
Grundpreis ca. 145.000 Euro

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