Galerie der Luxusklasse - Audi A8, BMW 7er, Mercedes S-Klasse Große Pläne

01.07.2010

Audi, BMW und Mercedes haben in den nächsten zwei Jahren Großes vor. Erneuert werden A8, 7er und S-Klasse

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Schon in diesem Herbst steht der neue 7er von BMW auf dem Pariser Salon. Die neue Generation mit dem Entwicklungskürzel F01 wird optisch ruhiger als der Vorgänger (E65). Die Nieren an der steileren Front werden größer und reichen bis in den Stoßfänger hinunter.

Aus der kräftig gewölbten Motorhaube laufen zwei Sicken bis in die A-Säulen aus. Wie eine scharfe Bügelfalte zieht sich ein Falz von den vorderen in die hinteren Kotflügel. Schmale Fensterflächen und eine flache Heckscheibe lassen den großen BMW kräftig auf der Straße stehen.

Ab 2009 kommt dann die Kraft des neuen Turbo-V8 unter die Haube: Der Twinturbo-Direkteinspritzer leistet 407 PS. Zum ersten Mal darf die Münchner Oberklasse auch mit Allradantrieb geordert werden. Die Kraft der teilweise doppelt aufgeladenen Motoren überträgt die neue Achtstufen-Automatik aus einer Kooperation von ZF und BMW.

Da gerade der Verbrauch großer Autos kritisch betrachtet wird, haben Audi, BMW und Mercedes Spritspar-Konzepte auf der Agenda.

BMW plant zwei Hybrid-Versionen: Auf den milden Hybrid folgt ein Vollhybrid. Der Unterschied: Beim milden Hybrid gibt ein am Getriebe angeflanschter Elektromotor beim Beschleunigen Kraft ab, die ein Generator zuvor beim Bremsen eingesammelt hat. Rein elektrisches Fahren - wenn auch für kurze Strecken - bleibt dagegen dem Vollhybriden vorbehalten.

Mercedes: 5,3 Liter Verbrauch in der Luxusklasse
Mercedes hat für 2010 schon den S 300 Bluetec Hybrid angekündigt, der in 8,4 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und sich mit 5,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer begnügen soll. Der Bluetec Hybrid kombiniert einen AdBlue-(Harnstoff-)-gereinigten Diesel mit einem Elektromotor. Die Leistung des Systems beziffert Mercedes mit 224 PS und 560 Newtonmetern.

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Ein völliger neuer Motor soll den Willen von Mercedes untermauern, sich bei Zukunfts-Technologie und Verbrauchsreduzierung wieder ganz vorn zu positionieren. Dieser Motor, DiesOtto genannt, soll mit Benzin-Direkteinspritzung, Turboaufladung und variabler Verdichtung (durch softwaregesteuerten, variablen Kolbenhub) sowie der Raumfeldzündung im Teillastbereich wie ein Selbstzünder arbeiten.

Ein großer technischer Aufwand, der sich lohnen soll. Schließlich möchte Mercedes Marktführer bei den Luxuslimousinen bleiben. Doch Audi hat mit dem nächsten A8 ehrgeizige Ziele und möchte an die Spitze der Luxusklasse. Zum Vergleich: Zur Zeit bringt Audi weltweit etwa 21.000 A8 an Mann und Frau. Mercedes verkauft über 107.000 S-Klassen und vom BMW 7er rollen jährich etwa 44.000 Stück vom Hof eines Händlers.

Audi: "Der neue A8 wird ein Leuchtturm"
"Der neue A8 wird darum ein Leuchtturm, da kommt alles rein, was an modernster Technik verfügbar ist", sagt Audi-Entwicklungschef Michael Dick. Also ein Monitoring-System, das die Müdigkeit des Fahrers misst, Dynamiklenkung mit variabler Übersetzung, einstellbares Fahrwerk und wie gehabt eine Aluminiumkarosserie. Für den Antrieb gibt es wieder den Allradantrieb quattro, allerdings rückt der Motor ähnlich wie beim A4 ein Stück nach hinten, um die Frontlastigkeit abzubauen. Noch dynamischer wird es mit dem neuen Sperrdifferenzial, das die Antriebskraft aktiv zwischen den Hinterrädern verteilt.

Bei Motoren und Getrieben ist deutlich mehr Leistung in Sicht, aber auch ein großer Schritt bei der Verbrauchsreduzierung, verspricht Motorenchef Wolfgang Hatz. Basis-Benziner ist der 2.8 FSI V6 mit 210 PS, der nur 8,3 Liter pro 100 km nimmt. Darüber rangiert der ebenfalls direkteinspritzende 3,2-Liter-V6, aufgerüstet mit Turboaufladung (TFSI) und Audis Valvelift-System (AVS/variabler Einlassventilhub): 300 statt 260 PS. Auch der 4.2 FSI wird ein AVSler, seine Leistung dürfte von 350 auf rund 380 PS steigen. Das etwas betagte W12-Triebwerk, bisher 450 PS stark, wird auf Direkteinspritzung und AVS umgestellt: gut 470 PS, mehr Drehmoment.

Die Dieselpower, gegen Aufpreis mit dem cleanen ultra low emission system (Stickstoff-Kat), wächst beim sechszylindrigen 3.0 TDI von 233 auf rund 250 PS, beim Achtzylinder 4.2 TDI von 326 auf etwa 340 PS. Ob der neue 500 PS starke Sechsliter-V12-TDI des Q7 im A8 zum Einsatz kommt, ist noch offen. Gesetzt ist aber das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe S Tronic (bis 550 Nm), für die Topversionen steht die neue Achtgangautomatik von ZF parat, die eine zusätzliche Verbrauchsreduzierung von sechs Prozent bringen soll. Und natürlich wird es im neuen A8 auch ein spritsparendes Start-Stopp-System geben.

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