Luxus-Tuning: Der Graf Weckerle Imperialwagen Der schwarze Graf und die schönen Felgen

27.11.2012

Der Tuner Graf Weckerle aus Karlsruhe zeigt den Imperialwagen, ein einzigartiges Programm zur luxuriösen Veredelung teurer Autos. Besonderes Highlight: Eine Felge aus 184 Einzelteilen und französischem Lilien-Muster

Die traurige Nachricht zu Beginn: Den Graf Weckerle gibt es gar nicht. Vorbei die Vorstellung vom autovernarrten Grafen, der auf seiner Burg Weckerle an teuren Sportwagen schraubt. Denn die Bezeichnung der Luxus-Manufaktur aus Karlsruhe setzt sich vielmehr aus den Namen der Gründer, den Designern Alexander C. Graf und Tim Weckerle zusammen. Doch die lassen mit ihrem Projekt Imperialwagen die Herzen des solventen Geld-Adels höher schlagen.

 

Graf Weckerle Imperialwagen: 184-Teilige Luxus Felge 

Das spektakuläre Programm orientiert sich an zwei Versionen, Blanc de Blanc und Comte de Noir. Erstere zitiert die Tradition französischen Champagners und ist ganz in weiß gehalten, abgesetzt durch eine grüne Linie auf der Karosserie. Im Innenraum dominieren schneeweißes Leder und Samt. Dazu gibt es besondere Akzente wie etwa die Plakette aus emailliertem Echt-Gold oder einen weiteren, grünen Zierstreifen mit geprägtem Namen des Veredlers.

Der Imperialwagen Comte de Noir dagegen verfolgt das Thema Schwarz: Mit der tiefschwarzen Karosserie und dunklen Felgen wirkt das Fahrzeug finster und mysteriös. Das edle Innenleben besteht auch hier aus Leder und Samt in anthrazit. Der "Schwarze Graf", wie die Bezeichnung übersetzt heißt, verzichtet dabei auf unnötige Spielereien wie etwa kontrastierende Farbakzente, denn der Fokus beider Versionen richtet sich auf das unübersehbare Kernstück von Graf Weckerles Edel-Tuning: Die Felgen. 

Der Aufbau ist kaum zu beschreiben: 184 Teile, je nach Variante mit dunklem oder hellem Keramik-Lack beschichtet, bilden eine stilisierte Lilie, die "Fleur de Lis". Das Zeichen der französischen Monarchen glänzt in 21 Zoll Größe und wird dreidimensional herausgearbeitet zum erklärten Feind eines jeden Bordsteins. Doch für den ist ein Imperialwagen auch nicht gedacht: Blanc de Blanc und der schwarze Graf sind vielmehr käufliche Show-Cars für die Hotel-Auffahrten und Casino-Parkplätze dieser Welt.

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Neben den optischen Rafinessen bietet Graf Weckerle dazu auch diverse technische Umbauten wie Leistungs-Chips oder Abgasanlagen, doch die sind für einen Imperialwagen natürlich eher nebensächlich. Erhältlich ist der Lilien-Luxus für zahlreiche Edel-Karossen vom abgebildeten Aston Martin bishin zum Rolls Royce und die Preise variieren, je nach individuellen Umbau-Wünschen.

Aber das hat unser fiktiver Graf Weckerle schon gar nicht mehr gehört. Der sucht schonmal seine schwarze Kreditkarte und schafft Platz in der Garage: Für die Fleur de Lis und eine Flasche Champagner...
Jonas Eling

AUTO ZEITUNG

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