Local Motors LM3D: 3D-Drucker baut Auto 3D-Revolution auf vier Rädern?

Schicht für Schicht will Local Motors den Automobilbau revolutionieren und mit dem LM3D Swim schon 2016 das weltweit erste Serien-Auto aus dem 3D-Drucker auf den Markt bringen.

Der Automobilbau hat sich seit seinen Anfangstagen mehrfach grundlegend verändert, aber die vielleicht größte Revolution steht dem Auto noch bevor. Geht es nach dem amerikanischen Unternehmen Local Motors, kommen die Autos der Zukunft zum größten Teil aus dem 3D-Drucker und können folglich in völlig neuen Mikro-Fabriken gebaut werden. Mit dem LM3D Swim zeigen die Amerikaner eine erste Variante des Autos, das schon im Lauf des Jahres 2016 die Serienreife erreichen und zulassungsfähig sein soll. Rund 90 Prozent des Autos kommen tatsächlich aus dem 3D-Drucker, nur einige Elemente wie Motor, Getriebe, Fahrwerkstechnik und Räder werden auf klassische Art und Weise hergestellt. Die komplette Karosserie wird Schicht für Schicht von einem riesigen 3D-Drucker aufgebaut, hierbei kommen in erster Linie ABS-Kunststoffe zum Einsatz. Sicherheitsrelevante Bauteile werden aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen aufgebaut, schließlich soll der LM3D Swim auch bei Crashtests eine gute Figur abgeben und alle relevanten Anforderungen an die Sicherheit von Insassen und anderen Verkehrsteilnehmern erfüllen.

Wird der LM3D das erste Serien-Auto aus dem 3D-Drucker?

Die ersten Kunden sollen schon im ersten Halbjahr 2016 eine Bestellung aufgeben können, als angestrebten Preis für ihr Auto aus dem 3D Drucker nennen die Amerikaner derzeit 53.000 US-Dollar. Die Kunden dürfen dabei auf eine individuelle Karosserie hoffen, denn der nun in einigen Fotos und einem kurzen Video vorgestellte LM3D Swim ist nur eine von vielen möglichen Varianten – weitere Designs sollen im kommenden Jahr vorgestellt werden und die gleiche Technik nutzen, was die Entwicklungskosten im Rahmen hält. Pro Jahr sollen bis zu 2.400 LM3D in einer Mikro-Fabrik mit vier bis fünf 3D-Druckern entstehen, bei entsprechender Nachfrage kann die Anzahl der Fabriken beinahe beliebig erhöht werden. Wer die Amerikaner bei ihrer Revolution des Automobilbaus unterstützen will, kann sich ab Mitte 2016 an einer Crowdfunding-Kampagne beteiligen und vielleicht schon etwas später zu den ersten Besitzern eines Serien-Automobils aus dem 3D-Drucker gehören!

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