Lexus RC-F mit Fünfliter-V8 im Test Die Kampfansage RC-F

30.09.2015

Lexus steht für effiziente Hybrid-Technologie, doch der 477 PS starke Lexus RC-F zeigt, dass die Japaner auch anderen Leidenschaften frönen.

Lexus transformiert die Gene des IS-F und des LFA in die RC-Baureihe. Resultat: der Lexus RC-F. Fünfliter-V8-Hochdrehzahlmotor mit 477 PS bei über 7000 Touren, Heckantrieb, aufwändiges Sperrdifferenzial. Dabei steht Lexus doch eigentlich für Vernunft – bei keinem anderen Autobauer ist Effizienz so in der Marken-DNA verankert. Die japanische Edelschmiede hat sich ihren grünen Fingerabdruck mit innovativen Hybridmodellen hart erarbeitet. Aber selbst bei Lexus regiert in den Entwicklungsabteilungen von Zeit zu Zeit die pure Unvernunft. Alle Prinzipien werden über Bord geworfen, die Lust an Performance bricht aus den Ingenieuren heraus. Die ersten Ausrufezeichen der Lexus-Rebellen waren 2007 die Limousine IS-F sowie der zwischen 2010 und 2012 nur 500 Mal gebaute LFA: 
von außen eindeutig Lexus, im Kern aber alles andere als politisch korrekt, sondern ein rassiger Supersportler. 
Der heckgetriebene Keil LFA mit Transaxle-Bauweise und feinnervigem 560-PS-V10-Saugmotor ist bis heute immer noch einer der schnellsten Sportler auf unserem Handlingparcours. 2014 war es erneut soweit: Die unterdrückte Leidenschaft im Entwicklungsteam brach nach weiteren Effizienz-Kopfschmerzen wieder aus. Der Lexus RC-F war geboren und tritt bei uns zum Test an.

Bilderstrecke: Lexus RC-F im Test

 

Der Lexus RC-F ist eine Kampfansage an die Konkurrenz

Über die Optik lässt sich beim RC-F wie beim LFA zuvor diskutieren. Aber die wilden, üppigen Formen, die kleinen Finnen, die massiven Schweller und Schürzen sowie der aktive Heckspoiler verfehlen ihre Wirkung nicht. Der RC-F ist eine in Blech gestanzte und aus 
Karbon laminierte Kampfansage an die Konkurrenz – oder wie in unserem Fall auf der Rennstrecke die Herausforderung zum Tanz. Heiser grummelt der V8 in der Boxengasse vor sich hin. Ein Griff zum Drehregler des Fahrdynamik-Managements (VDIM) trimmt Antrieb, Lenkung und Fahrwerk auf maximale Performance. Auch auf den Expert-Modus, der trotz abgeschalteten Systems bei der Tendenz eines Drehers immer noch als Retter bevormundend eingreift, verzichten wir. Wir wollen die feine Technik ungefiltert auf der Ideallinie am Limit genießen – oder einfach quer um die Kurven zirkeln.

So schlägt sich der Lexus RC-F gegen BMW M4 und Porsche 911

Technische Daten Lexus RC-F: V8-Zylinder, 4-Ventiler; 4969 cm³; 
351 kW/477 PS bei 7100 /min; 530 Nm bei 4800 - 5600 /min; Hinterradantrieb; 8-Stufen-Automatik, aktives Sperrdifferenzial; Fahrwerk v.: Doppelquerlenker, Federn, 
adaptive Dämpfer, Stabi.; h.: Mehrfach-
lenkerachse, Federn, adaptive Dämpfer; VDIM (ESP); Bremsen: rundum innenbel. Scheiben; ABS, Bremsassistent; Bereifung vorn: 255/35 ZR 19 Y; hinten: 275/35 ZR 19 Y; Michelin Pilot Super Sport; Felgen v.: 9 x 19, h.: 10 x 19; L/B/H: 4705/1845/1390 mm; 
Radstand: 2730 mm; Leergewicht/
Zuladung: 1842/408 kg; Kofferraumvol.: 
366 l; Abgasnorm: Euro 6; Typklassen: HP/19, VK/32, TK/30; Messwerte: 0-100 km/h in 
4,5 s; Höchstgeschw. *1: 270 km/h, Bremsweg:
100–0 km/h kalt/warm: 33,4/32,7 m;
Verbrauch: 13,3 l SP/100 km; EU-Verbrauch *1: 10,8 l SP/100 km; CO2-Ausstoß *1: 251 g/km; Grundpreis: 74.900 € (*1 Werksangaben)

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