Chevrolet Cruze Station Wagon: Nachbericht

Schön geräumig

Zehn Leser der AUTO ZEITUNG konnten zwei Tage lang den Chevrolet Cruze Station Wagon in Köln testen. Ihr Fazit: Design und Stauraum gefallen

Chevrolet ist mit dem kompakten Cruze endgültig in Europa angekommen. Jetzt legen die Amerikaner nach und wollen mit dem Chevrolet Cruze Station Wagon weiter die alte Welt erobern. Deswegen hatte Chevrolet zehn Leser der AUTO ZEITUNG nach Köln eingeladen, um den neuen Kombi zu Füßen des altehrwürdigen Doms zu testen.

Doch was war das? Zum Testtag brachten die Leser nur Handgepäck mit. Wie sollte man da die bis zu 1.478 Liter Ladevolumen testen? Wolfgang Piecher brauchte dazu nur einen kurzen, fachmännischen Blick: „Für einen Kompaktwagen geht da eine Menge rein.“ Der Wölfersheimer muss es wissen – aktuell fährt er einen alten Opel Omega.

Christoph Brück gefiel der Station Wagon jedoch besser, wenn die Kofferraumklappe zu war: „Der Kombi wirkt vor allem in der Seitenlinie und im Abschluss sehr elegant.“ „Die Front mit dem breiten Kühlergrill und dem neuen Stoßfänger verleiht dem Cruze ein markantes Aussehen“, ergänzte Peter Steppich.

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Auch nach dem Einstieg konnte der Chevrolet die Teilnehmer überzeugen: „Das mit Stoff bezogene Armaturenbrett ist mal etwas anders“, bemerkte Renault-Fahrerin Angela Wischmann. Die Hobbytester achteten besonders auf kleine Details: So lobten sie das praktische Staufach mit USB-Anschluss über dem Navibildschirm sowie den zusätzlichen 12V-Anschluss für die Fondpassagiere.

Bei den Motoren hatten die Leser die Qual der Wahl: Ihnen standen alle fünf Aggregate zur Auswahl – auch der neue 1,7 Liter große Turbodiesel. Dessen 300 Nm Drehmoment wurden jedoch erst am Rande der Eifel richtig gefordert. An den Steigungen konnte der 130 PS starke Vierzylinder zeigen, wie gut er mit der Sechsgang-Schaltung harmoniert.

Georg Ohlmann, der privat einen Citroën C5 Diesel fährt, forderte dagegen ein wenig mehr Leistung: „Vor allem beladen muss es für mich schon der 163 PS starke Diesel sein.“ Die Serpentinenstraßen im Ahrtal nutzte Christoph Brück, um das Fahrverhalten des Chevrolet Cruze Station Wagon zu testen: „Ich hätte nicht gedacht, dass der Cruze ein so komfortables Fahrwerk hat.“

Überraschtes Nachfragen gab es auch immer wieder beim Preis: „Einen kompakten Kombi ab 15.990 Euro – das ist ein faires Angebot“, so Brück. Und wie beurteilten nun die Tester aus der alten Welt den neuen Amerikaner? Schlusswort Peter Steppich: „Der Cruze Kombi ist ein durch und durch ehrliches Auto.“
Markus Bach