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Suzuki CO2-Challenge 2015 - der geringste Verbrauch hat gewonnen

Sieg mit 64 Gramm

Bei der vierten CO2-Challenge gab es einen neuen Sparrekord: Christoph Wilfer aus dem bayrischen Oberstaufen verbraucht mit dem Suzuki Celerio nur 2,75 Liter Super auf 100 Kilometern

Der neue Suzuki Celerio gilt als sparsames Auto. In der Ausstattung ECO+ samt DualJet-Motor erreicht der 3,60 Meter lange City-Flitzer einen Normverbrauch von nur 3,6 Liter Super pro 100 km. Beim CO2-Ausstoß kommt der Dreizylinder damit auf 84 Gramm pro Kilometer. Ein Fabelwert? Keineswegs. Das bewiesen die Teilnehmer bei CO2-Challenge 2015 der AUTO ZEITUNG, die Mitte Juli wieder rund um Frankfurt am Main ausgetragen wurde: Gleich acht Starter unterboten den Normwert zum Teil deutlich, der Sieger sogar um 20 Gramm!

CO2-Challenge 2015: Sparsam Fahren im Suzuki Celerio

Bei dem Spritspar-Wettbewerb, der diesmal wieder von Autofinanzierer CreditPlus Bank, Suzuki, der WGV-Versicherung und dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) unterstützt wurde, haben sich die Regeln leicht geändert: Die Teilnehmer mussten nicht mehr die Routen zu den vorgegebenen Zielen selbst finden, sondern konnten einer Road-Map folgen. Bei jeder der fünf Kontrollpunkte nach dem Start an der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen gab es jeweils die Wegbeschreibung zum nächsten Zwischenziel – alles wieder bestens organisiert von Schulleiter Claus Kapelke und seiner Mannschaft.

Als Rettungsanker bei hoffnungslosem Verfahren lag in jedem Suzuki ein neues Navigationsgerät, das TomTom GO 5100, bereit – die Benutzung kostete allerdings zehn Strafminuten. Zwar standen den Teilnehmern für die gut 100 Kilometer lange Wettbewerbsstrecke durch Frankfurt und das Umland maximal 3,5 Stunden zur Verfügung, doch das war knapp kalkuliert, wie sich noch zeigen sollte. Zudem entschied bei gleichem Verbrauch die bessere Zeit – schließlich ging es ja auch um attraktive Preise: vom neuen Suzuki Celerio im Wert von 12.410 Euro bis zum Service-Gutschein des ZDK über 250 Euro.

Aber soweit sind wir noch nicht. Zunächst einmal reisten die zehn ausgewählten Teilnehmer und ihre Beifahrer ins Hotel Radisson blu an der Frankfurter Messe. Am Samstagabend wartete dort ein spannendes Programm: Experten von Suzuki, ZDK, WGV-Versicherung und CreditPlus Bank gaben Tipps zum Wettbewerbsfahrzeug Celerio sowie zu einer sparsamen und vorausschauenden Fahrweise. Nach dem Dinner gingen die meisten Teams bereits früh ins Bett – ausgeschlafen rechneten sie sich die größeren Chancen aus.

Am nächsten Morgen zunächst Erleichterung: Die Temperaturen hatten sich von deutlich über 30 auf 26 Grad Celsius „abgekühlt“. Der Suzuki Celerio ECO+ verfügt zwar serienmäßig über Klimaanlage und Lüftung, doch der Betrieb würde den Verbrauch in die Höhe treiben. „Durch geöffnete Seitenfenster steigt der Luftwiderstand erheblich an, was ebenfalls Kraftstoff kostet“, erklärte Teilnehmer Thomas Schäfer. „Ich hoffe nur, dass es jetzt nicht ganz so heiß im Auto wird.“ Zur Sicherheit hatten sich fast alle Starter für luftige Wettkampf-Kleidung entschieden.

TÜV Hessen checkt Autos bei der CO2-Challenge 2015

Nach dem Auslosen der zehn Fahrzeugschlüssel ging es zunächst im Konvoi vom Hotel bis zur Landesfachschule in Frankfurt-Praunheim. Vor dem Start wurde bei den Suzuki der Reifenluftdruck überprüft und bei allen Autos der Tank komplett befüllt. Den Job des unparteiischen Kontrolleurs übernahm Christian Bleckwehl vom TÜV Hessen. Nach dem Betanken versiegelte er die Tankklappen mit einer Plakette.

Dann erfolgte der Start im Abstand von fünf Minuten. Als erster gingen Christoph Schülken und Freundin Sonja Müller aus Datteln auf die Reise. Langsam ließ der Elektromeister den Celerio vom Hof der Landesfachschule rollen, schaltete dann auf der Straße schnell hoch. „Wir wollen hohe Drehzahlen vermeiden“, erklärte er später. „Am besten nie mehr als 2000 Touren.“ Ähnlich lauteten die Rezepte von allen zehn Kandidaten. Aber die Umsetzung fiel dann doch sehr unterschiedlich aus.

Während Ingo Hansl und Freundin Katja Bendel aus Würzburg auf Startplatz 10 jeden Schwung nutzen wollten und dabei das Feld von hinten aufrollten, ließen es die Brüder Christoph und Hans-Jörg Wilfer aus Oberstaufen eher gemächlich angehen. Auf Autobahnstrecken rollten die Studenten mit Mindesttempo 60 zur nächsten Etappe. Der Klimatrick der Brüder: Ließen sie ihren Celerio beispielsweise vor einer roten Ampel ausrollen, öffneten sie die Seitenscheiben: Frische Luft strömte ins Auto und bremste den Wagen dabei ab.

Denn trotz der erträglicheren Außentemperaturen wurde es im Innenraum schnell sehr warm. Da war es schwer, einen kühlen Kopf zu behalten – besonders, wenn man die Route verloren hatte. „In Bad Homburg sind wir rechts abgebogen, plötzlich kamen uns zwei Teilnehmer entgegen“, berichtete Peter Magovac aus Wilhelmshaven. „Wir wendeten, fuhren hinterher – aber die hatten sich auch völlig verfranst.“ Trotzdem erreichten alle Teams die fünf Etappen und das Ziel an der Landesfachschule.

Allerdings schwankten die gefahrenen Strecken zwischen 103 und 136 Kilometern. Drei Teams vertrauten sich übrigens dem TomTom GO 5100 an – und kassierten im Ziel zehn Strafminuten. Während die Teams von Christoph Wilfer und Till Steffen trotzdem im Zeitrahmen blieben, wurden Joachim Pokrandt und Ehefrau Irene aus Dossenheim disqualiziert: Mit 3:39 Stunden hatten die beiden das vorgegebene Limit nicht eingehalten. Ingo Hansl schaffte die Strecke in 2:29 Stunden.

Nach dem Zieleinlauf wurden die Suzuki Celerio wieder von TÜV-Mann Christian Bleckwehl betankt, um den genauen Durchschnittsver-brauch zu ermitteln – dann errechneten die Experten der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen daraus den CO2-Wert für jeden Starter aus. Sie ermittelten ein tolles Ergebnis: Gleich acht Teams konnten den CO2-Normwert des Celerio ECO+ unterbieten. Verrückter Zufall: Thomas Schäfer und Till Steffen landeten mit jeweils 79 Gramm CO2-Ausstoß und der exakt gleichen Zeit auf dem fünften Platz.

Der Zeitschnellste Ingo Hansel holte mit 77g CO2 Rang vier hinter Dr. Michael Lederer mit 75 Gramm. Dabei hatte es der Professor aus Radolfzell locker angehen lassen. Peter Magovac wurde mit 74 Gramm Zweiter, während Christoph Wilfer mit sensationellen 64 Gramm den ersten Platz erreichte. Dieser Wert entspricht einem Verbrauch von nur 2,75 Liter Super pro 100 km. Solche Werte erreichen selbst Hybride meist nur auf dem Papier. Herzlichen Glückwunsch!

Die CO2-Challenge 2015 im Video:


Wichtiger Partner: Die CreditPlus Bank

Die CreditPlus Bank versteht sich als partnerschaftliche Bank, die auf einen fairen Umgang mit den Kunden setzt. Seit 2011 ist das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart exklusiver Finanzierungspartner für Einkaufs- und Absatzfinanzierung von Suzuki International Europe in den Sparten Automobil und Motorrad. Das bedeutet: Nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Händler finanziert die CreditPlus Bank die Neufahrzeuge. Dabei ist das Unternehmen „an langjährigen Partnerschaften mit beidseitigem Nutzen“ interessiert, wie Hendrik Neumann, Bereichsleiter Süd bei der CreditPlus Bank, erläutert. Mit attraktiven Angeboten für die Neuwagen nanzierung hilft die Bank auch, den Durchschnittsverbrauch im Fahrzeugbestand zu senken und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Für das Verantwortungsbewusstsein des Auto nanzierers spricht zudem, dass die jährlich rund 2,5 Millionen Postsendungen der CreditPlus Bank klimaneutral versendet werden.

Die WGV-Versicherung warnt vor Gefahr durch Ablenkung

Was haben Verkehrssicherheit und Kraftstoff sparen gemeinsam? Eine vorausschauende Fahrweise gehört bei beiden zwingend dazu. „Nur wer die Straße vor sich im Blick hat, geht rechtzeitig vom Gas und kann Gefahren erkennen“, erklärt Dr. Gerald Epple, Abteilungsdirektor Kfz-Schadenabteilung der WGV-Versicherung. Die größten Risiken sieht der Experte in der Ablenkung. Nach Erkenntnissen der österreichischen Polizei ist innerorts bei 36 Prozent aller Unfälle Unaufmerksamkeit die Ursache. „Besonders durch Smartphones wächst die Gefahr ständig,“ so Epple. Er rechnet vor: „Wer nur zwei Sekunden lang aufs Handy schaut, ist bei Tempo 50 rund 28 Meter im Blind ug unterwegs. Wer deshalb zu spät bremst, kann durch die höhere Geschwindigkeit beim Zusammenprall einen schweren oder sogar tödlichen Unfall verursachen.“

Suzuki Celerio 1.0 Eco+ - japanischer Sparkünstler

Der neue Suzuki Celerio ist nur 3,60 Meter lang, hat aber serienmäßig vier Türen und fasst 254 bis 1053 Liter Gepäck. Als ECO+ mit dem neuen DualJet-Motor samt Start-Stopp-Automatik ist er mit 3,6 Liter Super pro 100 Kilometer besonders sparsam. Wert des Autos: 12.410 Euro.

Gastgeber Landesfachschule

Schon zum vierten Mal war die Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen in Frankfurt Gastgeber unseres Spritsparwettbewerbs. In Frankfurt-Praunheim werden jedes Jahr 160 Meisterschüler, 2000 angehende Kfz-Mechatroniker und 2500 weitere Kursteilnehmer geschult. Auch die Innung des Kfz-Gewerbes hat hier ihren Sitz.

Klaus Uckrow