Leder-Pflege: Neun Lederreiniger im Test (Update) Tipps zur Pflege von Leder und Polster

01.11.2017
Inhalt
  1. Ratgeber: Neun Lederreiniger im Test
  2. Keinen Schrecken vor Ketchup-Flecken
  3. So reinigt man Auto-Leder richtig - und so nicht
  4. Unser Testfazit

Ratgeber: Wie gut sind aktuelle Mittel zur Lederreinigung? In unserem ausführlichen Labor- und Praxistest mussten zehn Produkte ihr Potenzial beweisen.

Lederpolster lassen den Innenraum eines Autos nicht nur hochwertiger erscheinen, sie gelten auch als besonders langlebig und strapazierfähig. Ihre relativ glatte Oberfläche verschmutzt bei Weitem nicht so schnell wie die von herkömmlichen Textil-Polsterstoffen. Dennoch: Durch reibende Hosen- und Mantelstoffe sowie mechanische Belastungen an den Seitenwangen beim Ein- und Aussteigen wird das Autoleder über die Jahre rau und schmuddelig. Bei weißem und hellem Leder sind unschöne Abfärbungen blauer Jeans sogar schon nach recht kurzer Zeit sichtbar. Diese Verschmutzungen lassen sich jedoch recht gut entfernen.

 

Ratgeber: Neun Lederreiniger im Test

Aber Vorsicht: Leder mag kein Wasser. Denn wenn das Nass durch Risse oder aufgeraute Scheuerstellen bis zu den unteren Schichten des Leders gelangt, kann das zum Verspröden mit anschließender Rissbildung führen. Deshalb sollte man spezielle Lederreiniger verwenden. Wie gut diese funktionieren, zeigt unser aktueller Zubehörtest. Dazu wählten wir neun unterschiedliche Lederreiniger zwischen 10 und 30 Euro aus. Besonders gefordert sind Ledereiniger bei der Flecken-Beseitigung. Um die Wirksamkeit gegen unterschiedlichste Verunreinigungen zu ermitteln, haben wir für unseren praxisnahen Test Lederproben aus zweierlei hellen Glattledern mit typischen Verschmutzungen versehen. Neben Schuhcreme, Kugelschreiber-, Filzstiftfarbe und Textil-Abfärbungen kam hier verschütteten Cola- und Kaffee-Resten sowie Senf und Ketchup eine besondere Bedeutung zu – Flecken, die etwa durch Kleckern beim Picknick im Auto entstehen. Hier werden die Unterschiede bei der Leistungsfähigkeit der Reiniger-Produkte besonders deutlich. Während der Testsieger Dr. Wack „A1 Leder-Reiniger“ mit 270 von 360 möglichen Punkten ein recht gutes Ergebnis lieferte, erreichte das schlechteste Produkt im Test, die Caramba „Lederpflege“, nur 168 Punkte. Bei den Verschmutzungen, die wir bei 40 Grad Celsius über zwölf Stunden in einem Klimaschrank einwirken ließen, gestaltete sich die Fleckenentfernung generell als schwierig. Senf-Reste entfernten der Sonax „PremiumClass Leder-Reiniger“ und die AmorAll „Lederpflege“ noch am besten.

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Keinen Schrecken vor Ketchup-Flecken

Beim Ketchup waren neben dem Testsieger von Dr. Wack auch der zweitplatzierte Sonax „Premium Class Leder-Reiniger“ und der Colourlock „Lederreiniger mild“ recht erfolgreich. Mit etwas mehr Aufwand ließ sich die eingetrocknete rote Soße auch durch die Mittel von Coralux, Colourlock („stark“), Caramba, AmorAll und Nigrin entfernen. Hier zeigte die Caramba „Lederpflege“ ebenfalls wenig Reinigungsleistung. Cola- und Kaffee-Reste beseitigen alle Produkte recht ordentlich, allerdings mit ziemlich unterschiedlichem mechanischem Aufwand. Der Audi Original „Reiniger für Leder“ hatte mit den Farbstoffen süßer Obstsäfte die größten Probleme und konnte sie nicht komplett entfernen. Fast alle Lederreiniger kamen dagegen mit verschütteter und eingetrockneter Sonnenmilch recht gut klar. Während man diese Flecken bekanntermaßen von Kunststoffoberflächen eher mühsam entfernen kann, hatte in dieser Testdisziplin nur die ArmorAll „Lederpflege“ größere Probleme – erneuter Punktabzug. Problematisch für alle Testkandidaten waren die angetrockneten Kugelschreiber- und Filzstiftstriche. Kein Produkt konnte sie komplett entfernen. Am schlechtesten schnitt hier wieder die Caramba „Lederpflege“ ab.

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So reinigt man Auto-Leder richtig - und so nicht

Mit schwarzer Schuhceme hatten die Universal-Lederreiniger ebenfalls so ihre Mühe. Leichte Streifen, die noch recht frisch sind, beseitigten Dr. Wack „A1 Leder-Reiniger“ und Colourlock „Lederreiniger stark“ gut. Doch nach längerer Einwirkzeit ließ sich die Schuhcreme mit keinem der Testprodukte mehr zufriedenstellend entfernen. Große Unterschiede gab es auch bei der Beseitigung von eingesessenen Textilfarben, etwa Jeans-Blau. Am meisten überzeugten hier der „A1 Leder-Reiniger“ und der Audi „Original Reiniger für Leder“. Neben einem guten Reinigungsergebnis erwartet man von einem Reinigungsprodukt aber auch eine gute Bedienbarkeit. Hier zeigte sich, dass sich alle flüssigen und die meisten Schaum-Produkte sowie das Nigrin Wachs recht gut dosieren und verteilen lassen. Lediglich beim Caramba Schaum-Spray gefiel die Dosierbarkeit nicht. Und die recht dickflüssige ArmorAll „Lederpflege“ sowie das Caramba-Produkt wiesen außerdem Nachteile gegenüber allen anderen Reinigern bei der Verteilbarkeit auf. Beim Auftragen verbreiteten die chemischen Lederreiniger übrigens sehr unterschiedliche „Düfte“: Drei Probanden, die Produkte von Audi Original, Coralux und Caramba, rochen recht parfümiert, die Nigrin „Leder-Seife“ sogar fast beißend. Doch schon nach kurzem Lüften hatten sich diese Gerüche wieder ver üchtigt.  Eine wirklich nachhaltige Frischewirkung erzeugte allerdings keiner der neun  Reiniger.

 

Unser Testfazit

Die getesteten Lederreiniger haben eine recht unterschiedliche Wirkung. Der Testsieger von Dr. Wack „A1 Leder-Reiniger“ sowie die zweit- und drittplatzierten „Sonax PremiumClass Leder-Reiniger“ und „Colourlock Lederreinger stark“ überzeugen mit der besten Flecken-Entfernung und guter Reinigungswirkung. Doch angetrocknete Kugelschreiber- und Filzstift-Striche können auch sie nur mit mäßigem Erfolg entfernen. Für diese speziellen Verunreinigungen sollte man im Zweifelsfall einen Spezialbetrieb oder einen Fahrzeugaufbereiter aufsuchen

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