LED-Scheinwerfer im Technik-Check Es werde Licht

02.02.2011

In Voll-LED-Scheinwerfern wirken über 70 Dioden bei der Fahrbahn-Ausleuchtung mit – das Blenden anderer Autofahrer wird per Abschatter vermieden

Nach rund 100 Jahren steht die Glühlampe im Autoscheinwerfer vor ihrer Ablösung. „Künftig macht die Licht emittierende Diode (LED) das Rennen“, ist sich Uwe Konstanzer, Chef der Mercedes-Lichttechnik, sicher. Die Gründe liegen auf der Hand: Bei Helligkeit, Lebensdauer und Stromverbrauch sind die Lampen der neuen Generation herkömmlicher Technik weit überlegen.

MEHR LICHT, MEHR SICHT.
Die Lichtfarbe der LED liegt bei 5500 Grad Kelvin, was dem Tageslicht nahe kommt. Damit sollen Nachtfahrten weniger ermüdend sein, und Unfälle, die auf schlechte Sicht zurückzuführen sind, können vermieden werden. Auch Audi arbeitet seit sieben Jahren mit Hochdruck an diesem Thema. Wolfgang Huhn, Leiter „Licht und Sicht“ bei Audi, schwärmt von der Effizienz: „LED halten locker 10.000 Betriebsstunden ohne sichtbare Alterung und setzen die Energie ergiebiger in Licht um.“ Bereits heute erreichen LED eine vierfach höhere Energieeffizienz als Halogenscheinwerfer. „Und bis zum Jahr 2018 wird diese sogar um das Achtfache besser sein“, prophezeit Huhn. Dann werden also noch mehr und viel heller leuchtende LED ganz nebenbei einen Beitrag zum Kraftstoffsparen leisten. Das ist jedoch derzeit noch nicht der Fall.

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Aktuelle Voll-LED-Scheinwerfer erzeugen viel Abwärme, die zum Beispiel mit Kühlgebläsen abtransportiert werden muss. Doch die Entwicklung des digitalen Lichts ist rasant: Alle zwei Jahre sei eine Leistungssteigerung von 30 Prozent möglich, rechnen Lichtingenieure von Hella hoch. Erreichten die ersten weißen LED 18 Lumen pro Watt (das sind die Pferdestärken des Lichts), so sind es bereits heute gigantische 100 Lumen – und damit sogar einen Tick mehr als Xenon-Scheinwerfer bereitstellen können. Ein weiterer Vorteil des digitalen Lichts ist die Flexibilität in puncto Helligkeit und Lichtverteilung. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Leuchten entsteht hier das Licht nicht durch Reibung in der Glühwendel, sondern durch den Elektronen-Übergang in unterschiedlichen Schichten eines Halbleiters.

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Dank elektrischer Ansteuerung der einzelnen Dioden eines Voll- LED-Scheinwerfers können so auch Nebel- und Kurvenlicht erzeugt werden. Der Clou: Per Kamera-basierter Abschatter-Technik lässt sich die Lichtverteilung sogar so anpassen, dass eine Blendung anderer Autofahrer ausgeschlossen ist.
Holger Ippen

AUTO ZEITUNG

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