Le Mans 2015: Rennwagen der LMP1 Prototypen im Überblick

17.08.2015

Vier Hersteller kämpfen beim Highlight der Langstreckensaison um den Gesamtsieg: Audi, Porsche, Nissan und Toyota. Wir stellen die Prototypen vor

Beim dritten Lauf der Langstreckenmeisterschaft WEC steht das Highlight 2015 auf dem Programm: In Le Mans kämpfen gleich vier Marken um die Krone in der Prototypen-Wertung LMP1. Nicht weniger als dreimal in Folge konnte zuletzt Audi den Triumph an der Sarthe einfahren - auch diesmal gehen die ambitionierten Ingolstädter mit einer Neuauflage des R18 e-tron quattro ins strapaziöse 24-Stunden-Rennen.

Den offiziellen Testtag, zwei Wochen vor dem eigentlichen Hauptevent, nutzte das Audi Sport Team Joest wie die Rivalen zum ausgiebigen Abspulen von Testkilometern. Wenn es nach LMP-Projektleiter Chris Reinke geht, muss sich die Konkurrenz auch dieses Jahr deutlich strecken, um der Marke mit den vier Ringen den Sieg streitig zu machen: "Alle un­se­re Fah­rer verbrachten viel Zeit auf der Stre­cke und mach­ten sich bei un­ter­schied­li­chen Be­din­gun­gen mit dem Kurs ver­traut." Der neue 830 PS starke Audi R18 e-tron quattro überzeugte im Training, wo Kinematik, Dämpfer und Aerodynamik im Fokus standen, mit tadelloser Leistung.

 

Le Mans 2015: Porsche 919 Hybrid in rot, schwarz und weiß

Wie die Konkurrenz nutzt auch Porsche die LMP1-Klasse zum Erfahrung sammeln bezüglich u. a. Leichtbau, Hybridkonzepte und Reichweitenerhöhung der Mobilität. "Diese Themen sind für uns von großer Bedeutung", erläutert Wolfgang Hatz, Vorstand für Forschung und Entwicklung. Audis Schwester setzt ihr technisches Know how in der neuen, dem Reglement angepassten Version des 919 Hybrid um.

Dessen über 500 PS starke Vierzylinder-Turbo ist laut Porsche der effizienteste Motor, den die Marke bislang gebaut hat. Zudem verfügt der 919 als einziger LMP1-Rennwagen im Feld über zwei verschiedene Energie-Rückgewinnungssysteme, von denen eines in ähnlicher Form  im 918 Spyder zum Einsatz kommt. Mindestens farblich dürften die drei Rennwagen bei den diesjährigen "Cir­cuit des 24 Heu­res" herausstechen - in Le Mans werden die Porsche 919 Hybrid erstmals in ihren individuellen Grundfarben rot, schwarz und weiß an den Start gehen.

Teil 2: Toyota TS040 und Nissan GT-R LM NISMO

Der Rivale der beiden deutschen Hersteller kommt aus Japan und ist Vorzeige-Prototyp des weltgrößten Autobauers und Spezialist für Hybridtechnologie: Toyota! 2015 feiern die Japaner in Le Mans ihr 30-jähriges Jubiläum bei dem Highlight im Nordwesten Frankreichs.

Im Vergleich zum letzten Jahr, als Elektronik-Probleme und ein früher Unfall jegliche Siegchancen zunichte machten, wurde der TS040 Hybrid neuerlich modifiziert, besonders die Optimierung der Aerodynamik stand diesmal auf der Agenda. "Wir haben uns fast ein Jahr intensiv auf Le Mans vorbereitet, deshalb sind wir topmotiviert und bereit“, beschreibt Teampräsident Toshio Sato die hochgesteckten Ambitionen.

 

Le Mans: Nissan GT-R LM Nismo mit Außenseiter-Chancen?

Gelingt Toyota im vierten Anlauf seit der Rückkehr 2012 der ersehnte Erfolg? Die Konkurrenz ist nicht leichter geworden, denn neben den Dominatoren von Audi greift in diesem Jahr auch Porsche nach der Krone beim wichtigsten Langstreckenrennen der Welt.

Erstmals misst sich 2015 auch Nissan unter die erfahrene Konkurrenz der Hybrid-Prototypen. Dem zweiten japanischen Hersteller im LMP1-Feld werden nur Außenseiterchancen zugeräumt, doch immerhin handelt es sich beim Nissan GT-R LM Nismo um die ultimative Rennstrecken-Version eines beliebten Supersportwagens. "Der neue Le Mans-Renner schlüpft in die Rolle des GT-R und krönt eine vor drei Jahrzehnten begründete Ahnengalerie der Vollblutsportwagen", frohlockt Nissan-Vize Roel de Vries. Wie die anderen Hybrid-Teams der LMP1-Kategorie setzt auch Nissan auf Reifen von Michelin.

In einer laut eigenen Angaben "mutigen" Interpretation des technischen Reglements hat der Hybridrennwagen mit vorne liegendem Motor und Frontantrieb entwickelt. Für den Antrieb sorgt ein 3,0-Liter-V6-Benziner mit Twin Turbo-Aufladung in Verbindung mit einem kinetischen Energierückgewinnungssystem (ERS).

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