Premiere des Lamborghini Asterion 2014 in Paris - erster Plug-in-Hybrid Lambo unter Strom

02.10.2014

Lamborghini zeigt den ersten Plug-in-Hybrid-Sportwagen in der langen Historie der Marke. Angetrieben von einem 5,2 Liter großen V10-Benziner und drei Elektromotoren leistet der Lamborghini Asterion LPI 910-4 satte 910 PS und soll dabei nur 4,1 Liter verbrauchen

Ausdruckstarke Modellnamen gehören zu Lamborghini wie der Stier auf die Haube. Doch mal ehrlich: Im Grunde hatten es die Italiener bei der Namensgebung bisher leicht: Das Stier-Wappen war Programm und wer gleichsam kraftvolle und imposante Autos baut, der schaut sich einfach in der Historie nach legendären Kampfstieren um. Aventador, Murcielago, Gallardo und der brandneue Huracan sind die besten Beispiele. Keine Frage: Die Namen passen wie die Faust auf's Auge. Doch was tun, wenn man ganz neue Wege geht? Um es kurz zu machen: Lamborghini hat es einfach drauf.

 

Lamborghini Asterion 2014 - Weltneuheit mit Plug-in-Hybrid

Auf dem Pariser Automobilsalon 2014 zeigen Italiener jetzt ihre Kreation für die Zukunft: den Lamborghini Asterion LPI 910-4. Asterion lautet der Geburtsname des Minotaurus - eine Figur aus der griechischen Mythologie, die halb Mensch und halb Stier ist. Ein Hybride also. Und damit der perfekte Name für das erste Hybrid-Auto in der Geschichte der italienischen Sportwagen-Schmiede. Die etwas kryptische Buchstaben-Wort-Kombination kennen wir bereits von bisherigen Lambos. Beim Asterion leitet sie sich wie folgt her: LP steht für "longitudionale posteriore", was sich frei mit "hinten längs" übersetzen lässt und wie bei vielen anderen Stier-Autos die Einbaulage des Motors beschreibt. Die absolute Neuheit erklärt sich von selbst: "I" gleich "ibrido". Die Zahlen stehen für 910 PS und Vierrad-Antrieb.

Schauen wir genauer auf die technische Revolution: Zur Hybrid-Architektur gehört ein Elektromotor, der zwischen dem 5,2-Liter großen V10-Aggregat und dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe platziert ist. Dieser fungiert als Startgenerator und versorgt die zwei Elektromotoren an der Vorderachse mit Energie. Die Stromspulen alleine kommen auf eine Leistung von 300 PS und sollen bei voll aufgeladenem Zustand den Asterion bis zu 50 Kilometer emissionsfrei bewegen können. Wer es drauf anlegt, könnte erstmals mit einem Lambo leise unterwegs sein. Wohlgemerkt: Wer es drauf anlegt. Schaltet sich der V10 hinzu, verfügt der Asterion über eine Systemleistung von 910 PS und beschleunigt in 3,0 Sekunden auf 100 km/h. Liegt der Top-Speed im Hybrid-Modus bei 320 km/h, wird die Höchstgeschwindigkeit im rein elektrischen Betrieb auf 125 km/h begrenzt.

Doch nicht nur in Sachen Vortrieb macht sich Lamborghini die Hybrid-Technik zunutze. Die Lithium-Ionen-Batterie ist im Mitteltunnel verbaut und trägt so zum ausgewogenen Gewichtsverhätnis des Hybrid-Lambos bei. Stichwort Gewicht: Das Monocoque des Asterion ist komplett aus Kohlefaser gefertigt. Weiterhin kam das Leichtbaumaterial bei den Scheinwerfern und den 21 Zoll-Rädern zum Einsatz.

Mit all diesen Spritspar-Maßnahmen ausgerüstet, soll der Hybrid-Lambo auf einen Verbrauch von lediglich 4,1 Liter kommen und 98 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Nur für den Hinterkopf: Diese Angaben beruhen auf Angaben aus dem NEFZ-Zyklus inklusive 50 Kilometer, die rein elektrisch absolviert wurden. Die Realität dürfte deutlich andere Verbrauchswerte liefern.

In Sant'Agata Bolognese darf man dennoch mächtig stolz auf die neueste Kreation sein. Schafft der Asterion doch nicht nur den Spagat zwischen moderner Spritspartechnik und brachialer Kraft, sondern bietet zusätzlich einen Mix aus Supersportwagen und komfortablem Luxus-GT. So ist der Innenraum mit feinstem Leder in Elfenbein- und Brauntönen ausstaffiert, die exzellent zu den Aluminium- und Kohlefaser-Highlights passen.

Wer das ungute Gefühl nicht los wird, dass der Asterion nur eine Studie bleiben wird, dem sei so viel gesagt: Lamborghini spricht beim Asterion von einem Modell, "das realistisch produziert werden könnte." Dass die Italiener gerne automobile Träume wahr werden lassen, ist seit jeher bekannt.

Michael Gorissen

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