LA Auto Show 2015: Messerundgang Auto-Highlights in Los Angeles

19.11.2015

Cayman GT4 Clubsport, RS 7 Performance oder Evoque Cabrio – bei der LA Auto Show 2015 haben die Nachzügler der Autoneuheiten des Jahres ihren großes Auftritt.

War da was? Die Autobranche ist in Feierlaune und lässt sich die Stimmung auch vom VW-Skandal nicht vermiesen: Mit Rekordbilanzen im Rücken und rosigen Prognosen vor Augen dreht sie zum Jahresende deshalb noch einmal richtig auf und feiert zur LA Auto Show 2015 (20. bis 29. November 2015) ein furioses Finale. Mehr als ein Dutzend Weltpremieren von Rang und Namen und oft sogar von globaler Bedeutung adeln die einstige Regionalmesse zur A-Show und machen den Besuch auch für Europäer lohnenswert – nicht nur wegen des guten Wetters. Die dicksten Backen machen dabei die Hersteller aus Stuttgart. Denn Porsche und Mercedes bezeichnen Amerika im Allgemeinen und Kalifornien im Besonderen gerne als ihre „zweite Heimat“ und locken die Stammkunden an der Westküste deshalb mit ein paar besonderen Premieren. So fährt Porsche im Eldorado der Elfer den Carrera 4 mit Turbo-Motor ins Rampenlicht und lockt all die Wochenend-Racer mit dem rassigen Rundstreckenrenner Cayman GT4 Clubsport an den Stand.

Beetle Dune, SL Roadster und GT4 Clubsport feiern Premiere in LA

Mercedes feiert in der Traumfabrik das Update für einen Traumwagen. Im Windschatten des frisch gelifteten GLS fährt deshalb im Los Angeles Convention Center auch der überarbeitete SL auf die Bühne. Der legendäre Roadster, den man in Hollywood schon seit den Zeiten Clark Gables kennt, bekommt ein neues Gesicht, einen auf 367 PS erstarten Basis-Motor, ein paar erweiterte Assistenzsysteme und ein Verdeck, das jetzt endlich auch während der Fahrt klappt. Das muss reichen, um ihn über die Runden zu retten, ohne dass er zwischen dem S-Klasse Cabrio und einem kommenden GT-Roadster gar vollends aufgerieben wird. Genau wie Mercedes bei der SL-Premiere richtet auch VW den Blick in die Vergangenheit. Zum einen, weil die Gegenwart gerade nicht ganz so rosig ist und das Facelift für den US-Passat jetzt auch kein Bringer ist. Und zum anderen, weil dort die Wurzeln für den Beetle Dune liegen, mit denen die Niedersachen an das "Endless Summer Feeling" der Sechziger und Siebziger erinnern und ihren Käfernachbau noch einmal in die Schlagzeilen bringen wollen – farbenfroh lackiert, einen Zentimeter aufgebockt und in ein rustikales Freizeitdress gesteckt, soll er als Coupé und Cabrio mit 110 bis 200 PS an die legendären Beach-Buggys erinnern und ab dem Frühjahr auch in Minden oder Bielefeld einen Hauch von Malibu-Flair und Santa Barbara-Atmosphäre zaubern.

Während der Beetle Dune nur aussieht wie ein Strandläufer, macht Land Rover ernst mit der Open-Air-Partie abseits des Asphalts und bringt den Evoque als Cabrio. Der Wagen sieht zwar schick aus und der Aufpreis von 4.000 Euro ist moderat. Doch jetzt streitet sich die Branche, ob das erste moderne, globale SUV-Cabrio genauso ein Flop wird wie der nur in Amerika verkaufte Nissan Murano, oder ob Land Rover damit den nächsten Trend setzt. Angesichts der vielen Traum- und Spaßwagen aus Europa geraten US-Premieren wie das Camaro Cabriolet oder der bereits vor einer Woche in Dubai gezeigte Cadillac XT5 ein bisschen ins Hintertreffen. Und auch der aufgefrischte Ford Escape wird zum Nebendarsteller, dem man allerdings trotzdem ein wenig Beachtung schenken sollte. Schließlich wird es die neue Front und den 250 PS starken Benziner wohl bald auch für seinen europäischen Zwilling Ford Kuga (Facelift 2016) geben.

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