Kurzarbeit bei Ford-Werke Köln - Fiesta-Verkauf eingebrochen Kurzarbeit bei Ford

19.09.2014

Bei Ford in Köln rollen im Oktober und November weniger Fiesta von den Bändern. Eine nachlassende Nachfrage in Europa und veränderte Vertriebsstrategie zwingt den Autobauer zu diesem Schritt

Der Autobauer Ford will am Standort Köln in den Monaten Oktober und November die Produktion des Kleinwagens Fiesta weiter drosseln. Bei der Bundesagentur für Arbeit werde das Unternehmen noch im laufenden Monat für Oktober und November für insgesamt elf Tage Kurzarbeit beantragen, sagte eine Sprecherin der Ford-Werke am Freitag und bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Kölner Stadtanzeiger".

 

Kurzarbeit bei Ford-Werke Köln - Fiesta-Verkauf eingebrochen

Der Autobauer hatte die Tagesproduktion seit dem Ende der Werksferien bereits von 1850 auf 1550 Kleinwagen verringert. Von der Kurzarbeit wären von insgesamt 17.000 Menschen am Standort Köln rund 4000 Beschäftigte in der Fahrzeugmontage betroffen.

Wie die Sprecherin weiter sagte, wolle Ford die Mengen einer nachlassenden Nachfrage anpassen. Betriebsratschef Martin Henning sagte dem "Stadtanzeiger", dass es in Frankreich, Spanien und Italien deutliche Absatzeinbußen gebe und europaweit auch die Ukraine-Krise für Zurückhaltung beim Autokauf sorge.

Rund 80 Prozent der Fahrzeuge, die in Köln von den Bänder rollen, gehen in den Export. Abnehmer des Fiesta, der zu den meistverkauften Fahrzeugen in Europa gehört, seien meist Privatleute.

Auch die neue Vertriebsstrategie habe Auswirkungen auf die produzierten Mengen. Ford wolle nicht mehr auf Halde produzieren und die Händlerläden vollstopfen, sagte die Sprecherin. Die Fahrzeuge müssten dann später mit deutlichen Abschlägen verkauft werden. Dies drücke auf die Margen von Hersteller und Händler.

AUTO ZEITUNG

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