Kompaktsportler im Vergleichstest: BMW M235i, Seat Leon Cupra, VW Golf R & mehr Leistungskurs: Sport

23.05.2014
Inhalt
  1. AUDI S3 SPORTBACK
  2. BMW M235i
  3. RENAULT MEGANE R.S.
  4. VW GOLF R 
  5. FAZIT 
  6. Technische Daten & Gesamtbewertung als PDF zum nachlesen

Das Segment der Kompaktsportler präsentiert sich vielfältig wie nie. Im Vergleichstest treffen die Jung-Dynamiker BMW M235i, Seat Leon Cupra 280 und VW Golf R auf die etablierte konkurrenz von Audi, Ford, Opel und Renault. Wer holt sich die Siegertrophäe?

 

AUDI S3 SPORTBACK

Der Audi S3 gibt auch in diesem Vergleichstest den feinen Allrounder und empfiehlt sich als ausgewogenes Sportgerät für den Alltag. Zwar ist er im Vergleich zum VW Golf R, der auf derselben Plattform aufbaut, innen etwas enger geschnitten, dennoch bleibt er nach dem Wolfsburger das geräumigste Auto im Feld. In einer ganz eigenen Liga spielen dafür Materialanmutung und Verarbeitungsqualität im Innenraum. Diese Audi-Domäne wird beim S3 mit seinen satt rastenden Schaltern und den penibel eingefügten Aluminium-Details besonders offensichtlich.

Auf dem Handlingkurs kann der Sportback dem Golf R jedoch nicht folgen und muss darüber hin-aus den Seat Leon Cupra 280, den Renault Mégane R.S. sowie den BMW M235i passieren lassen. Sein Einlenkverhalten ist weniger bissig als das der schnelleren Kontrahenten, wodurch der S3 weniger Speed mit in die Kurve nimmt. Dazu drängt er bei vollem Leistungseinsatz im Vergleich zur Konkurrenz eher über die Vorderachse nach außen.

Gut entwickelt sind die Sprintfähigkeiten des Audi. Der 300 PS starke Turbo-Vierzylinder, auf den auch der Golf R zurückgreift, beschleunigt den 1494 Kilogramm
schweren Ingolstädter druckvoll. Bis zum Erreichen der 200-km/h-Marke aus dem Stand vergehen gerade einmal 18,7 Sekunden. Nur der BMW ist mit 17,1 Sekunden in dieser Disziplin schneller. Dafür erweist sich der Audi gemeinsam mit dem Seat als der genügsamste Teilnehmer des Vergleichstests.

Durchschnittlich werden 9,4 Liter je 100 Kilometer durch die Kraftstoffleitungen in Richtung Antriebseinheit gefördert. Die im Vergleich zu einigen anderen Wettstreitern weniger konsequent ausgeprägten fahrdynamischen Fähigkeiten des Audi S3 haben indes eine vorteilhafte Kehrseite: Er zählt zu den komfortabelsten Autos im Test. Die 645 Euro teuren S-Sportsitze, mit denen unser Testwagen ausgerüstet ist, sind weit geschnitten und auch auf Dauer bequem. Dem mit adaptiven Dämpfern ausgerüsteten Fahrwerk gelingt der Spagat zwischen Federungskomfort und sportlicher Härte – ohne jedoch ganz die Geschmeidigkeit des  BMW oder des VW zu erreichen. Dennoch kann sich der Audi am Ende den zweiten Gesamtplatz sichern.

 

BMW M235i

Während alle anderen Hersteller auf quer eingebaute Vierzylinder mit Front- oder Allradantrieb setzen, bleiben die Bayern ihren Markenwerten treu: Stufenheck, Reihensechszylinder, Heckantrieb – ein BMW wie aus dem Lehrbuch. Einer, der keine Kompromisse macht. 

Eine große Heckklappe sucht man vergebens. Sperrige Gegenstände pas-sen hier nicht rein. Dafür finden Fahrer und Beifahrer eine sportliche Sitzposition. Tief ins Fahrzeug integriert, mit dem Lenkrad senkrecht und nah vor der Brust – der 2er passt perfekt. Nur der Einstieg nach hinten fällt im Vergleich zur viertürigen Konkurrenz etwas umständlicher aus.

Das stört aber niemanden mehr, sobald der Motor seine Arbeit aufnimmt. Der heiser fauchende Triebsatz stellt mit seinem herrlich aggressiven Sechszylinder-Herzschlag das gesamte Vierzylinder-Gegröle seiner Mitstreiter in den Schatten. Kein anderer Antrieb drückt so nachhaltig aus dem Drehzahlkeller nach vorn  und  dreht so lustvoll dem Drehzahlbegrenzer entgegen wie er.

Nur der BMW unterbietet beim Sprint von null auf Tempo 100 die Fünf-Sekunden-Marke. Selbst die beiden Allradler von Audi und VW können aus dem Stand nichts gegen ihn ausrichten. Erst auf unserem Handlingkurs kontern der Leon Cupra mit seiner Leichtfüßigkeit und der Golf R mit seinem Grip. 

Der BMW verlangt von seinem Fahrer deutlich mehr Fingerspitzengefühl. Findet man den Rhythmus aus fein dosierbarer Leistung und dem traumhaft präzisen Einlenkverhalten, fährt man allerdings mit ihm ins pure Vergnügen – immer mit leichtem Drang zum Übersteuern.

Wie leichtfüßig sich der Bayer dirigieren lässt, dokumentiert die Bestzeit im Slalom, die er sich allerdings mit dem Leon Cupra teilen muss. Zudem schafft der BMW den Spagat zwischen sportlichem Handling und angenehmem Komfort ausgesprochen souverän.

Die individuelle Note kostet inklusive der tollen ZF-Achtstufen-Automatik, die perfekt mit dem M235i harmoniert, allerdings 46.760 Euro und damit über 5000 Euro mehr als S3 und Golf R. Mehr Ausstattung oder eine bessere Verarbeitung gibt es dafür aber nicht. Neben der kompromisslosen Ausrichtung weitere Gründe, warum der M235i nur Platz vier erreicht.


FORD FOCUS ST


Seit 2012 bereichert der als fünftürige Limousine und praktischer Kombi erhältliche Ford Focus ST das Segment der sportlichen Kompakten. In diesem Vergleichstest stellt er das Sonderangebot dar. Für einen Einstandspreis von 28.250 Euro bekommt der Kunde ein ansehnliches Gesamtpaket geschürt. Darin enthalten sind bereits Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, Fahrlichtautomatik, Regensensor und Recaro-Sportsitze. Logisch, dass der Ford damit das Kostenkapitel klar für sich entscheiden kann – zumal er auch mit den günstigsten Versicherungseinstufungen aufwartet.

Aber auch sonst hat der Focus ST einige spezifische Reize vorzuweisen. Allen voran sein Motor: Der 2,0 Liter große, 250 PS starke EcoBoost-Turbo reagiert überaus sensibel auf kleinste Bewegungen am Gaspedal und verbreitet eine sehr unterhaltsame Klangkulisse, die an wesentlich hubraumstärkere Fahrzeuge erinnert.

Zwar fehlt es dem Focus beim Beschleunigen im Vergleich zur durchweg stärkeren Konkurrenz an Leistung, Fahrfreude kommt mit ihm dennoch auf. Das liegt zu einem großen Teil an seinem zackigen Einlenkverhalten und dem lockeren Heck, das sich (bei abgeschaltetem ESP) beim Gaslupfen mit in die Kurve eindreht. Mangelnde Traktion beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven und die starke Seitenneigung vereiteln jedoch eine bessere Rundenzeit auf der Piste, die der Focus ST als Langsamster verlässt. Auf den Klassenbesten, den Golf R, verliert er fast drei Sekunden.

Bei aller gebotenen Fahrfreude ist der Focus ST im Grunde seines Wesens ein praktisches, familientaugliches Fahrzeug. Vom vorderen Raumangebot her muss er sich lediglich dem Audi und dem VW geschlagen geben. Und auch das Kofferraumvolumen fällt mit 363 bis 1148 Litern praktikabel aus. Der Fahrkomfort zählt hingegen nur bedingt zu den Stärken des bulligen Kölners. 

Die Federung spricht nicht so sensibel auf Anregungen an wie bei den meisten Wettbewerbern, und die erwähnten Recaros sind gerade für breitere Zeitgenossen zu eng geschnitten. Da die komplexe Bedienung und die Verarbeitungsqualität ebenfalls nicht gänzlich überzeugen können, bleibt für den Focus ST nur der fünfte Platz.


OPEL ASTRA OPC


Wer sich für den Opel Astra OPC entscheidet, wählt einen Zweitürer mit flacher Silhouette. Dennoch bietet der Opel zumindest vorn ordentliche Platzverhältnisse an. Hinten geht es nur im Renault enger zu. Beim Ladevolumen spielt der Rüsselsheimer aber mit dem Seat zusammen in der ersten Liga. 380 bis 1165 Liter Gepäck fasst der Kofferraum des Astra.

Nicht unbedingt optimal sieht es hingegen bei der Verarbeitungsqualität aus. Materialien und Passgenauigkeit zahlreicher Bauteile lassen sich auch nicht mit einem im Vergleich zu Audi und BMW recht günstigen Einstiegspreis rechtfertigen. Selbst der nochmal 2000 Euro billigere Seat Leon Cupra tritt merklich solider auf.

Deutlich souveräner präsentieren sich die gut anliegenden serienmäßigen Schalensitze des OPC. Lediglich der Einstellbereich der Lehne dürfte größer ausfallen. Selbst in der vordersten Position ist sie zu stark nach hinten geneigt. Keine optimale Stellung für eine gute Schulterabstützung, die vor allem beim dynamischen Fahren notwendig ist. Den sportlichen Anspruch spiegelt das hart abgestimmte Fahrwerk dafür umso stärker wider. 

Dem Astra fehlen das feine Ansprechverhalten des BMW und die Reserven auf groben Unebenheiten, die der VW an den Tag legt – und das, obwohl der Astra ab Werk mit adaptiven Dämpfern ausgestattet ist. Allerdings sorgt die Abstimmung der Feder-Dämpfer-Einheiten dafür, dass der OPC schnelle Autobahnkurven  mit  einer  geradezu stoischen Stabilität durcheilt.

Mit seinen 280 PS sollte der Opel zumindest im Motorenkapitel vorn mitspielen. Allerdings ist er mit 1564 Kilogramm der schwerste Kompaktsportler im Testfeld. Die Kombination aus vergleichsweise wenig Grip an der Vorderachse – trotz serienmäßiger mechanischer Differenzialsperre – und spät, aber dafür umso heftiger einsetzendem Turboschub lässt den OPC selbst gegen den 15 PS schwächeren, aber leichteren Mégane R.S. nicht nur bei den Fahrleistungen, sondern auch beim  Handling keine Chance. 

Der schwere Brocken schiebt deutlich früher als seine Rivalen über die Vorderachse. In der Endabrechnung reicht es daher nur für den siebten und damit letzten Platz.

 

RENAULT MEGANE R.S.

Es ist beeindruckend, mit welcher Konsequenz Renault seinem ansonsten eher betulichen kompakten Dauerbrenner, dem Mégane, im Fall des R.S. TCe 265  Sportlichkeit anerzogen hat. Der schnelle Franzose, das merkt man bereits nach wenigen Kilometern, pfeift auf gute Manieren im Alltag. Weichlichkeiten wie  Federungs- oder Anfahrkomfort sind seine Sache nicht. 

Stattdessen will der eng geschnittene Dreitürer eigentlich nur eines: spielen. Am besten auf abgesperrtem Terrain oder gewundenen Landstraßen. Hier spielt das straffe Fahrwerk seine Stärken voll aus und verhilft dem Renault zu hohen Kurvengeschwindigkeiten. Die Lenkung  erweist sich als Präzisionsinstrument, das dem Fahrer jederzeit bereitwillig mitteilt, wie es um die Vorderräder beschaffen ist. Dadurch gelingt es, sich nach kurzer Zeit auf die Ideallinie einzuschießen.

Der Motor wird dabei am besten im mittleren Drehzahlbereich gehalten. Dann entwickelt er eine bullige Kraft, die der Fronttriebler dank mechanischem  Sperrdifferenzial souverän auf die Straße  bringt. Immerhin gelingt es dem Mégane sogar, den allradgetriebenen und deutlich stärkeren Audi S3 auf unserem Handlingkurs hinter sich zu lassen. Die Wettfahrt entscheidet er mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung knapp für sich.

Zu seinem höchst unterhaltsamen Auftritt auf der Rundstrecke passt das eher zweckmäßig eingerichtete Interieur. Moderne Assistenzsysteme, beispielsweise zum Spurhalten und -wechseln, oder neueste Multimedia-Gimmicks sucht man hier vergebens. Stattdessen gibt es ein paar sportliche Zierelemente, Aluminium-Pedale, ein relativ einfaches Navigationssystem (Serie) sowie hervorragende Schalensitze, die den Körper wirkungsvoll abstützen ohne einzuengen. Unverständlich ist jedoch, dass Renault seit dem jüngst eingeführten Facelift keine Xenonscheinwerfer mehr für den Kompakten anbietet – schwerer Fauxpas.

Insgesamt outet sich der Mégane R.S. TCe 265 somit als echter Charakterkopf, der im Wesentlichen durch seine auf höchste Fahrdynamik ausgelegte Gesamtkonzeption begeistert. Dadurch gewinnt man zwar die Herzen sportlich ambitionierter Fahrer, aber eben keine Vergleichstests – deshalb nur Rang sechs für den wilden Gallier.


SEAT LEON CUPRA 280


Der neue Seat Leon Cupra ist der jüngste Sportler, der auf der aktuellen Plattform für quer eingebaute Antriebe des VW-Konzerns basiert. Dementsprechend bietet die äußerlich zierlich wirkende Karosserie des flotten Spaniers die gleichen praktischen Vorzüge wie die von Audi S3 oder VW Golf R. Dazu zählen ein üppiges Platzangebot und ein praxistauglicher Kofferraum, in dem auch sperrigere Güterproblemlos verstaut werden können.

Im Fahrbetrieb ist der 280 PS starke Leon ein äußerst wandelbarer Zeitgenosse. Im Alltag gibt er den betont unspektakulären Weggefährten, der durch seinen leisen Motor und den ordentlichen Federungskomfort fast harmlos wirkt. Ein Eindruck, der sich auf unserem Handlingkurs im Nu verflüchtigt.

Auf der Rundstrecke offenbart der heißblütige Señor fahrdynamische Talente auf absolutem Spitzenniveau und muss sich lediglich dem Golf R denkbar knapp geschlagen geben. Leichtfüßig und schnell durcheilt der Seat alle Arten von Kurven. 

Die direkte und gefühlvolle Progressivlenkung erleichtert es maßgeblich, eine saubere Linie zu fahren. Für einen derart potenten Fronttriebler keineswegs eine Selbstverständlichkeit (siehe Ford Focus): Die Vorderachse „klebt“ geradezu auf dem Asphalt. Traktionsprobleme beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven? 

Ein Wesenszug, der dem Seat gänzlich fremd ist – nicht zuletzt dank serienmäßiger Differenzialsperre. Der Motor beschleunigt den relativ leichtgewichtigen Spanier mit Nachdruck, während die bissige Bremsanlage Geschwindigkeit zuverlässig wieder vernichtet. Allerdings sollte das ESP für flotte Runden ausgeschaltet bleiben, da es ansonsten durch sein rigides Eingreifen nur allzu schnell aufkeimende Fahrfreude unterbindet.

Weitere Sympathie- und Wertungspunkte sammelt der Leon Cupra 280 durch seine faire Preisgestaltung. Viele Dinge, die bei der Konkurrenz extra bezahlt werden wollen, gehören bei ihm zum Serienumfang. So sind beispielsweise im Grundpreis von 32.110 Euro für den Dreitürer bereits adaptive Dämpfer, 19-Zoll-Räder und LED-Scheinwerfer enthalten. Die Konsequenz: Die sportliche Speerspitze aus dem Hause Seat holt sich für den verdienten dritten Platz die Bronzemedaille.

 

VW GOLF R 

Einmal mehr heißt der verdiente Sieger eines AUTO ZEITUNG-Vergleichstests VW Golf. Auch an der messerscharfen R-Variante kommt derzeit kein noch so ambitionierter Konkurrent vorbei. Zu ausgeprägt sind die Stärken der Wolfsburger Sportskanone, die nicht nur im täglichen Leben, sondern auch auf der Rennstrecke brilliert.

Allein schon im Karosseriekapitel fährt der Seriensieger erneut einen veritablen Vorsprung auf seine Gegner heraus. Verantwortlich dafür ist die sehr gute Raumausnutzung. Das Interieur des Golf bietet vorn wie hinten ein Platzangebot, das deutlich über dem Klassendurchschnitt liegt. Hinzu kommt eine Material- und Verarbeitungsqualität, die auch in luxuriöseren Fahrzeugsegmenten bei Weitem nicht selbstverständlich ist.

Diese Eigenschaften teilt sich der VW Golf R freilich mit den zahmeren Varianten der Baureihe. Was die 300-PS-Fuhre von ihnen unterscheidet, sind ihre hoch entwickelten sportlichen Talente. Auf dem Handlingkurs kann sich der äußerlich zahm auftretende Volkswagen von den meisten der hochkarätigen Kontrahenten deutlich absetzen.

Das mitlenkende Heck, die präzise Lenkung und die bestechende Traktion sind die wesentlichen Erfolgsgaranten auf der Strecke. Ebenfalls ein Quell der Fahrfreude: der kräftig unter Druck gedetzte, drehfreudige Motor. Der herrlich aus seinen vier Endrohren trompetende Direkteinspritzer reißt den 1,5-Tonner mit großer Vehemenz nach vorn. Dennoch gibt er sich durchschnittlich mit 9,7 Liter Sprit zufrieden.

Aber auch in Sachen Fahrkomfort macht dem Golf R so schnell niemand etwas vor. Mit seinen adaptiven Dämpfern (1000 Euro) sieht er den meisten Fahrbahnschäden eher gelassen entgegen und hält sie im Komfort-Modus wirkungsvoll von seinen Passagieren fern.

Die Sitze bieten viel Seitenhalt und sind mit ihrer angenehmen Polsterung absolut langstreckentauglich. Und auch das Geräuschniveau ist selbst bei hohen Geschwindigkeiten recht niedrig. Somit ist es wieder einmal die Ausgewogenheit seiner Eigenschaften, die dem Golf einen Sieg beschert. Er ist auch als Power-Modell geräumig, komfortabel und sicherheitstechnisch auf der Höhe der Zeit. Dazu macht er auf der Rennstrecke jede Menge Spaß – besser geht’s kaum.

 

FAZIT 

Der fahrdynamisch hoch talentierte und dabei immer noch komfortable VW Golf R lässt der Konkurrenz keine Chance. Er ist ein Sportwagen im praktischen Golf-Kleid und gewinnt drei von fünf Wertungskapiteln teils deutlich. Mit dem Audi S3 Sportback  ist ein Stallgefährte dem Klassenprimus am dichtesten auf den Fersen. Dank seiner guten Allround-Eigenschaften sammelt der fein verarbeitet S3 fleißig Punkte.

Und auch der letzte Platz auf dem Siegerpodest gehört einem Fahrzeug aus dem VW-Konzern: dem neuen Seat Leon Cupra 280. Der feurige Spanier beweist im Alltag gute Manieren und explodiert förmlich auf dem Handlingkurs. Auf Platz vier landet das emotionalste Auto: der BMW M235i. Sein herzerweichend klingender Power-Sechszylinder, die guten Bremsen und das agile Handling zählen zu seinen großen Stärken. Der hohe Preis ist dagegen seine größte Schwäche.

Dahinter kommt der Ford Focus ST ins Ziel. Die mäßige Vorstellung in den fahrdynamischen Disziplinen verhindert eine bessere Platzierung für den günstigen Kölner. Für den Renault Mégane R.S. bleibt nur der vorletzte Platz übrig. Mit seinem kompromisslos auf den Rennstrecken-Einsatz ausgerichteten Wesen kommt der Franzose nicht an der vielseitigeren Konkurrenz vorbei, hält aber zumindest den Opel Astra OPC in Schach. Dem letztplazierten Rüsselsheimer fehlt es schlicht an Komfort, und die Performance im Handling ist ebenfalls schlechter als bei den Wettbewerbern.

Eine grundsätzliche  Erkenntnis dieses Vergleichstests: Die flottesten Vertreter der Kompaktklasse  befinden sich fahrdynamisch allesamt auf einem Niveau, das vor noch nicht allzu langer Zeit kaum ein echter Sportwagen erreicht hätte – beeindruckend.

 

Technische Daten & Gesamtbewertung als PDF zum nachlesen

Michael Godde, Marcel Kühler

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